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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-07-01 · 4 (7.1927) · p. Seite 61

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
4 (7.1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 61 (sequence 5)
Language
German
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/ Nr. 4_MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 6t als Volljude oder hat er sein Judentum über Bord geworfen? Prompt lautete die Antwort: Das ermutigendste Zeichen erwachten jüdischen Bewußtseins, das ich jüngst erkennen konnte, ist, daß der jüdische Jüngling sofort beim Eintritt in eine Universität, wo der B. B. Hillelfonds besteht, sich die Vorteile dieser großartigen Institution zunutze macht. Junge Leute, dte"^' aus Familien stammen, denen jüdisches Wesen fast gänzlich abhanden gdkommen ist, verleugneten geradezu ihre jüdische Zugehörigkeit, bis der Hillelfonds an ihrem College installiert wurde. Vielleicht war cs Furchtsamkeit oder Einschüchterung, vielleicht Unwissen, was diese zunächst eingenommene Haltung dieser Jünglinge verursachte. Sowie jedoch eine jüdische Platttorm geschaffen war, nahmen sie prompt und gerne dort ihre Stellung, und nun verlassen Tausende jüdischer Studenten die drei staatlichen Universitäten, an welcher der B. B. Hillelfonds einen Sitz hat, es ist 111 i n o i s , W i's c o n s i n und Ohio, demnächst auch Michigan, mit Stolz auf ihre jüdische Zugehörigkeit, statt sie zu verleugnen und zu entschuldigen. Von diesen Tausenden ist sicher zu erwarten, daß aus ihren Reihen eine Anzahl erstklassiger jüdischer Führer hervorgehen werde, welche die Führerlistcn von morgen bereichen sollen. Eine eigene Erziehung sollen'fürderhin auch Jünglinge erhalten,'welche nicht den Vorteil eines Universitätsbesuches genießen. Der Orden hat vor kurzem die A. Z. A. herangezogen, eine Organisation von Jüngljngen zwischen 16 und 21 Jahren. Diese Vereinigung existiert nicht lange, zählt aber viele Ortsgruppen mit.Tausenden jüdischer Jünglinge. Diese Organisation soll soweit ausgedehnt we'rden, bis sie das Land Vollständig durchdringt. Nirgends darf sie fehlen. Was der Hillelfonds an der Universität, das soll — natürlich in bescheideneren Grenzen — für den Jüngling, der ip seinem Heimatsorte sich durch Arbeit selbst ernährt oder sich zu einem Handwerk vorbereitet, die A. Z. A. Sein. Niehl alle College-Besucher, ob Mann, ob Weib, können zu Führern werden, und Führer müssen nicht' bloß an Universitäten a,llein gedeihen. Die A. Z. A. wird auch in Zukunft ihren Beitrag zur Führerschaft liefern. Und wir benötigen, sagte Mr. Cohen, nicht bloß berufene Führer, wir benötigen nicht weniger eine Gefolgschaft, die verständnisvoll und werktätig, mithält mit ihren Führern. Dies erinnerte Mr. C o h e'n an einen kleinen Disput mit dem Hausbesorger feines Tempels wenige Tage vor diesem Interview, Dieser, ein'Andersgläubiger, sagte: Die Juden haben wundervolle Führer, aber wenig Geführte. Bei ihren Zusammenkünften sehe ich immer wieder dieselben Personen. Mr. Cohen sagte, daß dieser Bemerkung-Gehör zu schenken sei, ja, daß er darin einen Ansporn erhlicke. Der Orden B'ne B'rith soll nicht allein Führer hervorbririgen, - sondern zugleich eine Armee von Juden, welche ehrlich zu ihnen stehen und mit ihnen nach den hohen Zielen streben, welche zu erreichen-der Ehrgeiz eines jeden Juden sein sollfe." Dem Orden gehören nicht mehr an: Berthold-Auerbach-Loge: Appelbaum, Paul, Charlottenburg, Schlüterstr. 16. Are.nd, Josef, Charlottenburg, Sesenheimer Str. 28. Fürst, Paul, Charlottenburg 1, Wilmersdorfer Str. 8. Loebinger, Dr. Arthur, Wilmersdorf, Berliner Str. 31. Silberstein, Alex, NO 55, Elbinger Str. 44. Sundheimer, Max, W 15, Sächsische Str. 70. F e i b i s c h , Max, W 15, Kurfürstendamm 179. Fuchs, Bruno, Lankwitz, Kaiser-Wilhelm-Str. 30. Grodzenski, Wolf, Charlottenburg, Weimarer Str. 28. Jacobsohn, Siegfried, Schöneberg, Beiziger Str. 13. Kleinmann, Josef, Baden-Baden, Sophienstraße, bei Götzel. L o e w y , Paul, Hohenstaufenstr. 67. Marcus, Louis, S 14, Alte Jacobstr. 81 82. M a z u r , Fritz, Steglitz, Florastr. 6. Meyer, Leo, O 112, Gärtnerstr. 19. Nachems he in, Paul, Halensee, Kurfürstendamm 109. Nathan, Louis, O 27, Holzmarktstr. 59. Philipp, Paul, W 15, Xantener Str. 14. Pommer, Dr. Martin, W 15, Fasanenstr. 58. Reinhardt, Richard, Charlottenburg 1, Cauerstr. 12. Ritter, Max, Wilmersdorf, Detmolder Str. 2. Rosenberg, Hugo, Dahlem, Kirschenweg 4. Rosenthal, Paul, W 50, Regensburger Str. 4. Simon, Julius, Halensee, Kurfürstendamm 160. Stern, Dr. Ewald, W 15, Knesebeckstr. 50 51. Ueberall, Heinrich, W 30, Bamberger Str. 35. Wolfsfeld, Leo, Tempelhof, Burgherrenstr. 9. Wartensleben, Dr. L., Haag, Duirnroosweg 9. Glasscheib, Dr. Theodor, NO 55, Pasteurstr. 18. Brock, Emil, W 15, Kurfürstendamm 23. Metz, Joseph, SW 61, Belle-Alliance-PIatz 5. Ilorn itz, Jacob, W 15, Fasanenstr. 74. H o r w i t z , Wajter, Charlottenburg, Sybelstr. 19. Lazarus, Caspar, Charlottenburg 4, Schlüterstr. 34 35. UNSERE TOTEN Der Orden beklagt den Heimgang iolgender Brüder: N am e Eingetret. Geboren (Verstorben Deutsche Reichsloge . ' Jacques Apt | 7. 2.1891 23. 1.1856 24.6.1927 Monte! iore-L'oge , Siegfried Sachs '\ 3. 1. 1889,22. 7. 1853; 8. 6. 1927 Äkiba Eger-rLoge 27, 4. 19221 1. 5. 1874 16 6. 1927 . 26. 4- 1923] 20. 6. 1871 17. 6. 1927 Ehre ihrem Andenken 1 Ernst David Max Radt Die Beratungsstelle des Frauenverbandes U. O. B. B. teilt mit, daß Meldungen von Zimmern, Wohnungen und Pensionen nur schriftlich angenommen werden. .Meldungen erbittet Frau Else Schwabe, Moipmsensir. 52, Telephon: Bismarck 1777. ’ Die Monatsschrift der Berliner Logen -U.O.B.B. erscheint aus technischen Gründen bis auf weiteres nicht mehr am 1., sondern am 15. eines jeden Monats. Redaktions-Ausschuß gyilllllllllllllHIIIIHIMIIIIIMIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIHflIMIIIIiniHMIttIM p iDie ^Bibliothek ist während der Sommerferien am SMöntag, ^Dienstag, % g ^Mittwoch und ^Donnerstag, abends von 7llt.bis 8Lt Uhr, geöffnet. g §} 3)er SBibliotheks-Slusschuß g H gez. Ostberg |§

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