Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 7 (1927-1928)
- Issue
- 1 (4.1927)
- Date
- 1927-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 12 Nr. 1 \ -> MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Berlin als Kunststadt Von Dr. MaxOsborn. Wenn man unter einer „Kunststadt" ein Lebcnszentrum \ ersteht, das nicht nur bedeutende Bauwerke aufzuweisen hat und eine Anzahl von Künstlern beherbergt, sondern zugleich \on mannigfachen Seiten her die Strahlen des allgemeinen künstlerischen" Wirkens, vielfältiger Anregungen und lebhaften Städtische Oper Marktverkehrs in sich "sammelt, so ist auch die Kunststadt, "die in dem komplizierten Riesenorganismus des modernen Berlin steckt, ein Geschöpf des letzten Jahrhunderts, ja.im Grunde erst der letzten fünfzig Jahre. Die-Anfänge eines künstlerischen Getriebes in dem eben angedeuteten Sinne liegen freilich weit zurück. Sie setzen b.-id nach dem Augenblicke ein. da die Doppelstadt an der Spree zur Residenz der brandenburgischen Kurfürsten erhoben ward. Höfischer Ehrgeiz und Prachtliebc bestimmten schon im 16. Jahr¬ BERLIN W ö t Seirfa**£tefti>csfm ^aumltudim Ißrärotm ZÖerNamc 'VcrburglhohcCfoalUal FERNSPRECHER MERKUR-48F1-46F3 «l LEIPZIGERSTR-24 hundert den Kurfürsten Joachim II., mit Caspar Theyß, dem -Erbauer seines Frührenaissanceschlosses auf der Köllner Insel, auch andere sächsische Künstler in die Hauptstadt zu ziehen, die auf dem märkischen Sandboden neue Keime anpflanzten. Planmäßiger, nun schon ganz bewußt und systematisch, ging ein Jahrhundert später der Große Kurfürst vor, der bereits im großen Stile, namentlich in seinem geliebten Holland, Gemälde und andere Kunstwerke ankaufen lieQ. von denen noch heute in den .Berliner Museen Spuren anzutreffen sind, und, wenn auch hauptsächlich in der Umgebung des Schlosses, an die schmückende Ausgestaltung der Stadt dachte. Sein Sohn, der erste König, der den Glanz seiner jungen Majestät recht bemerkbar leuchten lassen wollte, fuhr auf diesem Wege fort, wobei nun wieder die französische Vorliebe des neuen Herrschers mitsprach. Selbst unter j Friedrich Wilhelm I. rissen die Fäden nicht ab. Sein sonst so * realer Sinn hatte besonders eine Neigung für Werke der graphischen Kunst — man darf sagen, daß in seinen Ankäufen die Ut zelle des heutigen Kupferstichkabinetts zu finden ist. Alle diese Bemühungen nahmen dann unter Friedrich dem . Großen besonderen Umfang an; Nicolai konnte seiner Beschreibung Berlins schon eine Liste der in der Stadt ansässigen Künstler geben, die höchst imposant ist, und die Kataloge der akademischen Kunstausstellung, die unmittelbar vor Friedrichs Tod. im Frühsommer 1786, zi m ersten Male veranstaltet wurde, legen Zeugnis von den durchaus veränderten Verhältnissen ab. Auch das private Sammlertum regte sich damals bereits. Von Goethes einzigem Besuch in der preußischen Hauptstadt im Frühjahr 1778. dessen Dokumente Otto Pniower kürzlich in einem reizvollen Buche zusammengestcllt hat, wissen wir, daß der Dichter be- , sonders darauf aus war, bei Persönlichkeiten \iorzusprechen. deren Kunstbcsitz ihn lockte. Vor nicht langer Zelt hat das Kaiser-Frtedrich-Museum ein Porträt der Anna Dorothea Therder elegante Frühjahrshut Stammhaus Neubauer Unter den Linden 60 Königstr. 37 Mauerstr. 68 Verkauf für Nayser, Ulm a. D. £iiiiiuiunnniuiinuiinumnmunmmmniimiiititwtiininiiiminiiiimniiinuHimninnHiiintmninMiniiniimittnninui'_ | Schlesische Spielkartenntm I j /?. IV7. friedlich Sc Co. / Breslau I | (Jebrauchs-Spielkarten § | Reklam e - Spielkarten | 1 Luxus-Spielkarten | | Üeneralrertreter für Berlin: f | /. Gartenberg & Ce., Charlottenburg 4 / Bismarck 750 f aiuiwfim_nimtwii;ii»wiwimnit«m itfimttwimKtwHfrmmnmiwHtwmimimmtmirmininimiminiHmuuHHinnmmn