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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-03-01 · 12 (3.1927) · p. Seite 244

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
12 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 244 (sequence 12)
Language
German
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Seite 244 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 12 Resignation! Von Br. S.. S c h i f f: (Sp. L.) Wenn man das Logenjahr in seinem Verlaufe graphisch darstellen würde, so ergäbe sich eine Kurve, die von dem Höhepunkt der Uebernahme der Geschäfte durch den neuen Präsidenten, sich sehr rasch dem Nullpunkt nähert, der Arbeitsruhc in den Ferien, um dann wieder emporzusteigen, die alte Höhe in der Wahl des neuen Beamtenrates erreichend. Diese Arbeilskurve ist aber nicht identisch mit der Wertkurve der Logenarbeit, denn nicht die Zahl der Sitzungen ist dafür bestimmend, .sondern der Inhalt, den Präsident, Beamtenrat, Ausschüsse und die Brüder den Logenarbeiten zu geben vermögen. Die Krisenstimmung in unserem Orden basiert auf dem Mißverhältnis von äußerer Arbeit und innerem Wert der Logentätigkeit, von der , Anzahl der Brüder und den wirklichen Mitarbeitern am Logenbau' von den vielen Berufenen und den wenig Auscrwählten. Die Logenmüdigkeit vieler Brüder kommt nicht von der geleisteten Arbeit, sondern von 4er erzwungenen Passivität, bedingt durch das Mißverhältnis der Brüderzahl zu der Zahl der im Beamtenrat und in den Ausschüssen beschäftigten Brüdern. Die Vorschläge zur Teilung der großen Logen, die Maßnahmen zur Beschränkung “des allzu starken Anwachsens der Brüderzahi, entsprangen der Erkenntnis der Mißstände. Meine Ausführungen sollen einbn Weg zeigen, um die Aktivierung aller Brüder zu erreichen, wenn das bessere Mittel der Logenteiiung nicht anwendbar sein sollte. Wie in unseren Parlamenten die wichtigsten Arbeiten in den Kommissionen geleistet werden,yso fallen auch in den Logen den Ausschüssen ein großer Teil der Logenarbeil zu, und die daselbst geleistete Kleinarbeit bildet das Fundament, auch wie dieses unsichtbar, auf dem sich die Logentätigkeit aufbaut. Bei kleineren Logen besteht die Möglichkeit, den größten Teil der Brüder in den Ausschüssen mitarbeiten zu lassen, und meine Vorschläge sollen ein Wegzeigen sein, auch in den großen Logen zu diesem idealen Ziele zu gelangen. 1. Die Ausschüsse werden möglichst groß gestaltet und für deren Mitglieder der Anwesenheitszwang zu allen Sitzungen postuliert. Die Arbeit der Mitglieder in einem Ausschuß bringt die Brüder persönlich näher als es in den Logensitzungen möglich ist und dient somit der Aufgabe, die Brüderlichkeit vom Worte zur Tat werden zu lassen. 2. Ein Bruder darf höchstens zwei Ausschüssen angchörcn Bei sehr großen Logen dürfte es sich empfehlen, um alle Brüder mit der Zeit in Ausschüssen arbeiten zu lassen, nur die Zugehörigkeit zu einem Ausschuß zu gestatten. 3. Ein Drittel der Mitglieder eines Ausschusses muß jedes Jahr ausscheiden, und sind die Ausscheidenden erst nach drei Jahren -Wieder wählbar. Diese Bestimmung soll eine Vergreisung der Ausschüsse verhindern und richtet sich gegen die Brüder, die die Zugehörigkeit zu einem Ausschuß als ein durch die Länge der Zeit /rworbehes Recht betrachten. Wer drei Jahre einem Ausschuß angchört hat, soll |ein Wirken für den Orden in die Sitzungen verlegen. 4. Die neuaufgenommenen Brüder werden als besuchende Brüder den wichtigsten Ausschüssen zugewiesen. Hierdurch werden die Brüder mit den Logenaufgaben inniger vertraut, und sie finden auch im kleineren Kreis eher die Möglichkeit, ihre Ansichten zu äußern, wozu häufig in der Arbeitssitzung einem Neuling der Mut fehlt. Andererseits ist auch die. Möglichkeit gegeben, die neuen Brüder richtig zu werten, und soll das in den Vorwahlausschuß delegierte Mitglied des betr. Ausschusses, seine Kenntnisse zum Wohle der Loge bei den Wahlen verwerten. Da£ sind meine Vorschläge-und wenn ich meing Ausführungen mit „Resignation" überschrieben habe, so bin ich mir bewußt, daß manchem Bruder, der Verzicht auf ein lie&gewordenes Amt recht schwer werden wird, andererseits habe ich ^ibor von jedem Bruder die Ueberzeugung, daß er im Dienste des Ordens dieses Opfer gerne bringt. Wie klein ist dieses Opfer, das die Loge von dem Bruder fordert; wir opfern unsere Schwächen, um unsere Kräfte dem Großen zu erhalten, getreu dem‘Worte Anselm Feuerbachs: „Wer für hohe Ideale lebt, muß .vergessen, an sich selbst zu denken." Berlins ältestes Spezialhaus Deutsches Teppichhaus Emil O. m. b. H. Lefevre liner w Jahre Berlin Südeii nur Oranlenstraße 158 Unser altes Teppichhaus [hat keinerlei Beziehungen zu ähnlich laulenden Firmen I imposantes Teppicplaper aller Qualitäten Vorlagar BrScken Bolagand LSnfera^offe Fall« MBbelatoffe G*rdla«a Vorhla« Battaad Steppdecken TIachand Dtvandeckan . Aato-, Ktlsa* a. 5 cnlaf decken; Frlaa aaw. 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