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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-03-01 · 12 (3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
12 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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6. JAHRGANG MÄRZ 1927 NUMMER 12 derBERLINE 06 E N U.O.RR BERLIN W 62. KLEISTSTR. 10. LOGENHAUS Mein Schlußwort zur „Klarheit in der Frauenfrage“ Von Br. Expräs. Schindler (D. R. L.). A. Ergänzungen. 1. Zweck meines Artikels in der Novembernummer dieser Zeitung, Jahrgang 1926, war, wie gar nicht verkannt werden konnte, die G r o ß 1 o g e zur Aufstellung klarerer Richtlinien zu: bewegen, als wir bisher für Behandlung des Problems „Frauenfrage“ hatten, um damit zwangsläufig aus der Praxis in der Frauenfrage hervorgehende, unerquickliche Verhältnisse in den einzelnen Logen zu beseitigen. — Dieses mein Bestreben ist in Bruderkreisen bis in die höchsten Spitzen unseres Ordens wohl ausnahmslos anerkannt worden. In meinem Schlußwort nehme ich zu einzelnen bei Behandlung des Problems aufgetauchten Fragen Stellung, nicht um meinen Standpunkt gegen Angriffe, auf die ich gefaßt war, zu verteidigen, sondern um durch Abrundung der Pressekampagne der hochw. Großloge und interessierten Brüdern für die Lösung, die doch einmal kommen muß, ein vielleicht nicht unwillkommenes ergänzendes Material zu liefern. .( Diese Ergänzung ist umso notwendiger, als bei den Versuchen zur Widerlegung meines Standpunktes gefühlsmäßige Gründe ins Feld geführt worden sind, die erkennen lassen, daß das eigentliche Problem von vielen gar nicht erkannt worden ist. Auch Scheingründe sind in erregten Debatten nicht ohne weiteres als solche durchschaut worden. So z. B., wenn man mich zur Revision meines Standpunktes bewegen wollte, weil schon „fester bestehende Verträge" (Versailler Vertrag! revidiert worden seien. Hier wird verkannt, daß Verträge (!) menschliche Abreden, sicherlich abgeändert werden können, weil sie nicht das Kriterium der Ewigkeit besitzen, während der gottgewollte Unterschied zwischen Mann und Frau, auf dem sich meine Thesen aufbauen, physisch und psychisch, vermutlich ein dauernder bleiben wird. Ebenso ist es völlig abwegig, wenn vereinzelt von Brüdern, die ernst genommen werden wollen, die Ansprachen der Damen Seligmann und Eschelbacher auf der Großlogen-Tagung von 1920 als die Höhepunkte eben dieser Tagung bezeichnet werden, um damit die Heranziehung der Frauen zu begründen. Die Anträge jener Frauen sind doch abgelehnt worden! Soll nur der ästhetische Genuß der Reden — im Gegensatz zu dem niedergestimmten Inhalte — also gefühlsmäßig nicht verstandsmäßig, den Höhepunkt gebildet haben? n. Vorweg aus der Fülle der mir zugegangenen Zustimmungen nur zwei „Vorschläge", welche blitzartig beleuchten, wie das Frauenproblem das Logenleben und die Brüder bis in die Tiefen erregt und wie sehr man eine Lösung erstrebt: Ein Berliner Bruder (Führer) schreibt: „Das Logenleben nach den Sitzungen krankt an zwei Uebeln, den ungünstigen Raumverhältnissen, die jeder Gemütlichkeit entbehren — und an der Anwesenheit der Frauen, durch die eine ungestörte Rücksprache der Brüder untereinander unmöglich wird.“ Hieran schließen sich dringliche Vorschläge wegen der zeitlichen Benutzung der Logenräume durch die Damen. Hoffnungsvoll gibt (An anderer Bruder seiner Sehnsucht nach einer endlichen Klärung des Frauenproblems Ausdruck: , „Es muß im ganzen Distrikt gelingen, die Entwicklung in gedeihliche Bahnen zu lenken. Daß die erwachte und mündig gewordene Frau irgend, wie dem.Ordensleben c ingefügt werden müsse, sehe ich völlig ein: Aber hierfür eine geeignete, dem Wesen der Frau anjepißte t Form zu finden, das wä re eine Aufgabe für ’ kluge, moderne und... feinfühlige Frauen — und Männer... Solch er Persönlichkeiten werden aber niemals die Frau, in eine Gemcinschaftsform hineinzwängen wollen, die nach Sinn und Gestalt ganz auf den männlichen Habitus zugeschnitten is t.“ III. Jede Partei (?) hält ihre Grundsätze (Gefühle? Weltanschauung?) für berechtigt.- Wir vom Männerbunde glauben, daß die wesentliche Logcnärbeit, soweit sie durch den Geistesbund uns gegenseitig erziehen soll, ohne jeden Nebenstrom gerade im Männerbunde geleistet werden kann und wir hängen gerade deswegen .am Orden und glauben ihn, den Orden, bedroht, sobald er aufhört, ein 'Männerbund zu sein. Auf der anderen Seite sehen wir Männer, welche die in c(er Ordensarbeif liegende Befriedigung auch ihren Gattinnen im vollen Umfange-zukommen lassen möchten; und schließlich die Damen selbst, z. T, seit Jahrzehnten im Berufsleben gestählt oder sogar von akademischer Bildung, welche von allem, was ich vorbringe, nur das Nein hören, oder gar als Verdächtigung einer gar nicht behaupteten Minderwertigkeit empfinden. Kann diese Kluft durch Verständigung — d. h. Verstehen — überbrückt werden? j ' Dienststunden des Logenbüros W o c hentags: 10 bis 3 Uhr. Sonntags: 10 bis 12)4 Uhr. . An Sabbaten und jüdischen Feiertagen ist das Büro geschlossen. Sprechstunden des Verwaltungsdirektors 12 bis 2 Uhr Außerhalb dieser Zeit ist Br. Baer weder persönlich noch telephonisch zu sprechen. Die lieben Brüder werden, dringend gebeten, sich in allen Angelegenheiten, deren Erörterung mit Br. Baer persönlich nicht unbedingt erforderlich ist, an das Logenbüro zu wenden. Berliner Gemeinsamer Ausschuß gez.: Oskar G. Norden, Vorsitzender.

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