Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 6 (1926-1927)
- Issue
- 9 (12.1926)
- Date
- 1926-12-01
- Page
- Seite 180 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 180 Nr. 9 MONATSSCHRIFT 'DER BERLINER LOGEN U.O.B. B. aller Herren Ländern besuchenswert erschien. Für sie sorgten palastartige Gasthäuser, Konditoreien und Weinstuben, die das Bild namentlich der ..Linden" stark veränderten. Ein schweres Fieber ergriff die Stadt in den berichtigten ..GriinderjahrerF' nach der Zahlung der vier Milliard6n Mark Kriegsschuld von Frankreich her; es dauerte lange, ehe der Handelsstand den alten ehrbaren Geist wiedergewann. Wissenschaft, Kunst und Volks- .hildtng blühten auf, unterstützt von einer rasch und vielgestaltig autkommenden Presse, die leider kein eigentlich berlinisches Vt eltorgan hervorzubringen vermocht hat. Die dichte Bebauung und die ungeheuer schnell wachsende Einwohnerzahl machte Jen Anbau und Ausbau der Nachbarvororte und deren bequeme \ erbindung mit der Hauptstadt und untereinander notwendig; betrug doch die Bevölkerung gegen 3 Millionen Seelen schon um 1900 (nach der Volkszählung vom Juni 1925 rund 3 950 0001 F.e braucht nur angedeutet zu werden, daß in dieser Entwicklung \iele Nachteile beschlossen sind: vor allen Dingen wurde im 2(\ Jahrhundert ja wieder wie einst (171011 die Frage der Eingemeindung der neuentstandenen Orte um Berlin und damit die Zentralisierung der Stadtverwaltung dringend. Das „Zweck- . erbandsge-etz" vom 18. Juli 1912 sollte die wachsende Wohnungsnot mildern, das \ erkehrswesen regeln und der Waldverwüstung wehren. Es wurde abgelöst durch das Gesetz über die Bildung einer Einheitsgemeinde Groß-Berlin, das am 1. Oktober 1920 in Kraft trat. Acht Stadt- und 59 Landgemeinden, dazu 27 Gutsbezirke in einem Umkreis von 20 km gehören dazu und werdert in 20 Verwaltungsbezirke eingeteilt. Die einstige Hansa- -tadt ist durch große Hafennnlagcn mit dem Meere verbunden. md‘ gewaltige neue Aufgaben harren ihrer in der Zukunft! Anmerkung zur ..Geschichte Berlins“, Vir in whr großen, mehr;.ndcufcn rcn Zügen konnte liur der l.cbvnsg.m.. i ie'»»ki.r-'s Gemein^ s<.-n«;cschiluert werden. Es kam mir vornehmlich urauf an. die v.urzoln zu .-eigen, aus denen die Gegenwart erwachsen ist. .Iss» lojt Ereignissen. Namen und Denkmalen nur das bervorzuheben. was Jedes Wort 30 Pfennig IlttMMMttnilMIIIMIHIIIIIIIIIIIIIliHllIHMMIIIMIIHIIHIItHMMHMHHHHHIHHHIMItHllIHHHIIIIHIHHIHHMIIIIIHIIIIHIMIIMMtlMMMtlll beute noch- Bestand hat. Aber nicht, einmal dabei konnte Vollständigkeit* erreicht werden.' Um jedoch den Gegenwart** ert zu unterstreichen, habe ich nicht Ausdrucke \ exmieden, die sonst aut heutige Zustande angewendet werden, wie ,,Groß-Berlin“, ,.Heimatkunst“ u. a. m. Gern wird der Leser rach dieser Einführung zu umfassenderen Schriften greifen wollen, um seinen Wissensdurst zu stillen. . Die hervorragendsten Hilfsmittel seien ihm hier genmnt, doch müssen äußerst wichtige Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften unberücksichtigt bleiben. — Kinc allen Anfofderungen genügend«. Wissenschcftliche Geschichte Berlins gibt es nicht.- Zunächst wird man zu Jen ..Mitteilungen“ und den ..Schriften“ des 1865 gegründeten Vereins fut die Gcschic.htc Berlins greifen (Sitz im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt, V ertrieb, der Druckschriften durch Mittler & Sohn). Oskar S c h w c h e 1 . \ut Alt-Berlin. Stille Ecken und Winkel der Rcichshauptstadt. 1882. Rieh. Borrmann. Die Bau- und- Kunstdenkmälcr von Berlin. Mit einer Einleitung von Paul C 1 i u i w i ( z. 1893. (Kin besonders wichtiges Buch. Die Einleitung des Altmeisters der Berliner Geschichtsschreibung hat eigenen Wert.)— Adolf Strcckfuß, Geschichte der Stadt Berlin. fNcuausgahe von Dr.. Leo ’Fcrnhach I 1900 — Friedrich H o I I z c , Geschichte der Stadt Berlin. 1906. (Km hervorragendes Buch, vom Standpunkt des Juristen geschrieben.! Von ihm ist 1908 auch ein Abriß in Heft 42v.‘dcr- ,,Schriften“ erschienen. >— Max Osborn, Berlin. 1909. (,,Berühmte Kunststätten“. Bd. 43.) — Paul Gold Schmidt, Berlin in Geschichte und Gegenwart. 1910. — Kar! S c h e f fl c r . Berlin. Ein Stadtschicksal. 2. Aufl. 1910. Ernst Conscntius, . \lt-Bcrlin. f911. 2. Aufl. 1925. Ernst K a e b e r . Berlin im Weltkriege. 1921. Hermann K ü g 1 c r , Hohcnzollcrnsagcn. 1922. Hans M a c k o w s k y , Häuser und Menschen im alten Berlin. 1923. (Querschnitt durch 1740—1850. Hits schönes Buch.) ßogdan Krieger, Berlin im Wandel der Zeiten. Eine Wanderung vom Schloß nach Charlottcnhurg durch drei Jahrhunderte. Mit 215 zum Teil ganzseitigen Abbildungen and sieben Vicrfarbcntafcln. 1924. (Ein sehr zuverlässiges und reizvolles Buch.) CJ.QBANDT Gegründet 1854 Flügel- und Piano-Fabrik Inhaber: Max Raum Vielfach prämiiert Ö 17, Paul>Singer-Slraße 50 Teteo^on KonigMad* 2(93 im Preise heraügesetzt Loseblatt- Kontokorrent m. Re*. u. 900 Kontobi. GM. 27«— Prelsw>rt und g n i aas Journale mit le, 14, 12, 10, H, 5 Konten Gebr. Scherk Kfipcnkker Str 108 negT. 18«" Verlangen Sie unsere Preisliste Der elegante Ht trägt ReiserHtiie Kanfstt 164« Kaiser Allee 209 OOOOOGOOOOOCXDGOOOOOO ALFRED STAHL I c o O O ARCHITFKT ATELIER VORN. WOHNUNGS¬ EINRICHTUNGEN BERLIN SW 11 KONIOGRATZER STRASSE 6» : FERNSPR.: HMenhade 3817-18. AdTIQUITÖTEII üGOBELMS § ooooooooooooooooooo© Alous Lechleilner Ältestes Spezialgeschäft fiir Puppen und Spielwaren ---it ISßu Berlin SW. Markgrafenstraße 80 Fernsprecher: Dflnnoff .1287 —~ zwischen Linden- und Besselstr. CARLBERNSTEIN11111 BLUriENAUSSTELLUNG Spezialität: Tafeldekoration '. 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