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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-12-01 · 9 (12.1926) · p. Seite 177

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
9 (12.1926)
Date
1926-12-01
Page
Seite 177 (sequence 17)
Language
German
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Nr. 9 Seite 177 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. den Ton an; trotz des demokratischen Zuges, der dort herrschte, war auch ein Louis Ferdinand ständiger Gast. Dort wurde Goethe verehrt und später von den Universitätskathedern herab verkündigt, obwohl er seine starke Abneigung gegen diese Stadt nie überwunden bat. Er hat sie nur einmal in seinem Leben Wichtig betreten und sich durch seinen Freund Zelter, den Begründer der Liedertafel, über Vorkommnisse darin unterrichten lassen. Tatsächlich hatte Berlin unter Friedrich Wilhelm III. Aussicht, ein norddeutscher Musenhof zu werden. Aber Berlin ist nie, bis auf unsere Tage, ein eigentlicher Boden für Dichter gewesen; die Stadt der Arbeit und der damit verbundenen Nüchternheit bot ihrer Phantasie nichts, und bis heute halten sich Dichtungen auf sic erschreckend unter dem Durchschnitt — Weniges, was hervorragt. Tieck, Novalis, die beiden Schlegel haben sich nicht lange hier aufgehalten; Jean Paul wurde 1802 wie ein König empfangen, aber auf den Besuch des größten deutschen Dramatikers, Friedrich Schillers, nahmen nur der Hof und wenige Gebildete Rücksicht (1804). Es gelang nicht, ihn dauernd zu binden — auch wenn er nicht ein Jahr darauf schon gestorben wäre, hätte ihn nichts hier halten können. Bald danach sah Berlin den Auszug der Truppen ins Feld. Siegesnachrichten, Unglücksbotschaften aus Thüringen, allgemeiner Zusammenbruch, Ratlosigkeit aller, die zu gehorchen gewöhnt waren, Einzug Napoleons am 27. Oktober 1806 durch das Brandenburger Tor, Besetzung bis 1808, dazwischen (1807) Wegführüng der Viktoria, Errichtung von /Suppenküchen (den ersten Berliner Volksküchen) und schließlicn. Weihnachten 1809. begeisterter Empfang des zerückkehrcndeiy Königspaares, damit Wiedererwachen der Hoffnung — das ist 'in schnellen Strichen der Inhalt jener ereignisschweren Jahre. Neues Leben blühte aus den Ruinen: Stein-Hardenbergs Reformen (Städteordnung 1809!), Jahns Turnplatz in der Hasenheide, Gründung der Universität 1810, Wehrhaftmachung und Ertüchtigung des männlichen Sinnes für Wehrhaftigkeit, ohne den sich kein Volk auf I* ibi Die „Kranzler-Ecke" mit der historischen Konditorei Oorlottcnburfl 2, ftnrfrbrdjjlrafic 5 IIIIIU $e(rphott: t^tdnplatt &anbr(60cfrMf<feaft für Xoblr, Äofb unb?irbmprebuftr m. b. iaggrplat?: l£barlottcnbur<i, 3lm t?prfcborb lirfrrt ^dtmcl^fofö, (Masfofö, iVffett*, 'rtcinfoblcn, >j)o($ ^Brillen u. ^Kneifer für jeden fjebrauchxzweck *Büro, Sport, Theater, geeeltschaft, Straße Beste Einrichtung für Bestimmung der richtigen Augengläser | _ _J_O S E P _ _ RODENSTOCK NACHF. OPTIKER WOLFF G M B H. nUrOBICMSTBASSt W-SO_ UIMMCR STRASS! MI-10Z JOACMIMSTHAUR STR. «4 BERLIN ROSCRTMAURSTRASS!« ORUAtWAlDSTRASSC S6 R NCANOERSTRASSt ZS Operngläser . Feldstecher « Prismengläser Photo-DCameras u. Stedar/ Sladio-Slpparate u. Zubehör ' .'lütmmmmHHHHmMiiiitmtHimiiiumtmttntmtmmtimttitmmiiiitimitiMimttftmitmMrmtmmimtmHlHMiiiHiMHiimi-! A. MEYER 1 VERSICHERUNGEN! BERLIN W 9 i Linkstra&e 40 I lei.: Lülzow SS 15, SS!6, SS 17 Versicherungsschutz jeder Aft 'iiimmiHNHimia B E R L I N W ö ^AÜiwibucltm föe.r'Name 'Vcrburgi hohe Qßutiihd FERNSPRECHER MERKUR*4d?1‘-|»Ö?3 «J Ki LEIPZIGERSTR-24 ►>1 •I i t

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