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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1926-10-01 · 7 (10.1926) · p. Seite 134

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
6 (1926-1927)
Issue
7 (10.1926)
Date
1926-10-01
Page
Seite 134 (sequence 18)
Language
German
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Seite 134 Nr. 7 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B. B. spielt. Seine Konzerte haben ein festes Stammpublikum, das allerdings sehr konservativ ist. Kleiber, der jetzige Dirigent, neben dem Blech an die Oper wieder gewonnen wurde, ist dagegen ein sehr fortschrittlicher Mann und hält nicht mit Werken zurück, die für dieses Publikum neu sind oder über- ’ .haupt Novitäten. Es gibt jetzt dort allerlei Kämpfe, deren mißliebige Laute man früher nicht gewohnt war zu ■hören. Aber Kleiber scheint der Sieger zu bleiben. Er hat sich durchgesetzt, tmd aus einer Gemeinde, mit der er anfing, ist ein wirkliches Publikum geworden, das ihm begeistert folgt und seine Persönlichkeit zu schätzen weiß. Das zweite große Orchester ist das Philharmonische. Es sind keine Beamten, sondern sie haben ihre eigne Verwaltung und vermieten sich entweder den Agenturen oder holen sich einen eignen Dirigenten. Es ist die Stätte, an der einst Biilow wirkte, und dann Arthur. Nikisch, ein geheiligter Ort des ganzen europäischen Konzcrtlebens. Jeder Solist, der dort spielen darf, ist ein gemachter Mann. Jetzt hat Furtwängler die Leitung übernommen und man kann nicht sagen, daß der Besuch nachgelassen hat. Wie bei den Opernkonzerten reicht die öffentliche Generalprobe und der Abend nicht immer aus, die Zuhörer zu fassen. Das dritte Orchester v-m gewisser J^cdcutung ist das frühere Blüthncrorchcstcr, jetzt neues Symphonieorchester genannt, das ebenso eine Reihe von Abonnemcnlskonzcrten gibt, aber sicherlich gewisse Schwierigkeiten hat. sich durchzusetzen. Das sind die drei großen Konzertorchesterark Zahl und Kraft ausreichend für die Weltstadt. Man darf niabt vergessen, daß das Deutsche Opernhaus auch -ein eigenes, nicht übles Orchester besitzt, und daß die große Volksoper ebenfalls ein junges Orchester heranzog, das heute n >ch als Korporation wcilerbestcht. Die Zahl der zufälligen Orchester, die Operette mit eingerechnet, und die gerade in Berlin sehr frequentierten Dilcttantenorchcstcr kommen hinzu. Nicht immer wtrden sic für den Musiker eine einträgliche Stelle bieten. Man beobachtet heut häufig den Abgang auch guter Musiker in die Cafes und Kabaretts und Hotels, wo ihnen eine c sehr schöne Einnahme winkt. * Die* Hauptfrage innerhalb des Musiklebens einer Stadt ist eigentlich die nach dem Verhältnis von Produktion zu Reproduktion. Berlin ist eine im wesentlichen reproduktive Stadt.. Die Lehrkräfte, voran-die Staatliche Hochschule für Musik, die Ansammlung von Schülern, die Gelegenheit, alte Meisterwerke vollendet zu hören, alles das ist vorzüglich. Aber schöpferische Musik ist hier nicht zu Hause. In Berlin haben es die großen Komponisten meist nuy ausgchalten, wenn sie ein Amt und eine Stellung hatten. So hat Richard Strauß hier einige Zeit gelebt, weil er Direktor der Oper war, Busoni, weil er eine Meisterklasse in der Akademie hatte, und so lebt Schreker jetzt hier, weil er Direktor der Hochschule ist, Schönberg, weil er an die Akademie berufen wurde. Der Boden von . Berlin ist eben nicht schöpferisch." es ist ein Marktboden. Aus diesem Grün ’c sind auch die Novitäten in den Aufführungen der Opern und i.onzerte sehr dünn gesät. Ein reproduktiv erzogenes Publikum fühlt sich durch jede Neuheit gestört. Ein Durchfall in der Berliner Oper oder bei Furtwängler würde außerdem das betreffende Werk vollkommen erledigen. Es gibt viel mehr Novitäten in Dresden, Frankfurt und Mannheim, weil sie dort ungefährlicher sind. Richard Strauß hat, die Ansicht, daß eine Staatsoper gar nicht dazu da wäre, Experimente zu machen, . sondern um Altbewährtes vollendet zu bieten. Daß es nicht ganz so gekommen 'ist, verdanken wir einem Idealismus, der immer noch glaubt, gegen die alleinseligmachende Wirtschaft kämpfen zu müssen. 577Ö Die Glückszahl unserer verheirateten Mitglieder. Ich möchte betonen, daß diese Glückszahl tatsächlich für alle verheirateten Mitglieder zutrifft; auch für Witwen, Witwer und Geschiedene, falls Sie annehmen, daß die Ehe noch besteht. Bitte, nehmen Sie einen Bleistift und rechnen Sie: Zunächst schreiben Sie das Jahr auf, in dem Sie die Mitgliedschaft erworben haben. Darunter Ihr Alter — Damen müssen ‘ganz ehrlich sein! Jetzt das Jahr, in dem die Eheschließung stattfand. Dazu die Zahl der Jahre Ihrer Mitgliedschaft. Ferner die Anzahl der Jahre, die Sie verheiratet sind oder jetzt verheiratet wären. Zum Schluß Ihr Geburtsjahr. Nun! . . . ergibt die Endsumme die Glückszahl?. Vornehme Existenz! Mark 15 bis 20000 aus liriidi-rkleisen zur Gründung einer Gesellschaft pesuelit. 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