Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 6 (1926-1927)
- Issue
- 6 (9.1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 107 (sequence 11)
- Language
- German
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I Nf. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER .LOGEN U.O.B.B. _Seite 107 Einfluß und Reichtum gemahnt heute nur noch die von ihm er- ’ baute prächtige Synagoge in Toledo. In der Folgezeit begann das Ansehen der Juden in Spanien unaufhaltsam zu sinken. Es wurde ihnen verboten, Staatsämtcr zu bekleiden, und im Anfahg des fünfzehnten Jahrhunderts drang auch hier die Bestimmung durch, die die Juden zwang, in besonderen Stadtvierteln zu wohnen und in ihrer Tracht Abzeichenzu tragen, durch die sie sich von allen ränderen Menschen unterschieden. Daß aber der Anteil der Juden am geistigen Leben noch in die«er Zeit ein großer war, bezeugt unter anderem eine Bibelhandschrift,’ deren gedrucktes Faksimile auch in der Berliner Staatsbibliothek erliegt. Aus der Einleitung zu dieser Bibel, die nach dem Besitzer des handschriftlichen Exemplars. „Biblia de la Casa de Alba" genannt wird, erfahren wir, daß ein spanischer Grande im Jahre 1422 dem auf seinen Gütern lebenden Rabi Mose Arragcl den Auftrag erteilte, eine Bibel für ihn in die kastilianische Sprache zu übersetzen und zu glossieren. Erst zögert der Jude, da er . sich seinem Glauben nach nur an den hebräischen Urtext halten kann, gibt aber schließlich nach und unternimmt die Arbeit, bei der ihm ein Franziskanermönch aus Toledo unterstützt, d. h. ihm die von den Juden nicht anerkannten Glossen der lateinischen Uebcrsetzung für jedes Kapitel beistellt.- Die Korrespondenz des Rabi mit dem Grande und dem Abt des Franziskancrklostcrs liegt vor und ist ein Zeugnis der Wertschätzung, die man damals noch jüdischer Geistesarbeit zollte. Die einleitenden Illustrationen sind ebenfalls eine Dankesbezeigung an den jüdischen Uebersetzer und Schreiber (vgl. Abb. 1). Als Dank versprechen die Franziskanermönchc den Juden Gegenleistungen verschiedener Art. Erst sehen wir Rabi Mose dargcslellt, wie er nach achtjähriger Arbeit das fertige Werk im Kloster feierlich überreicht und . der neuen Sitte gemäß auf seinem Mantel ein rundes rotes Judenmal trägt, und darüber paarweise nebeneinander je einen Juden und einen Mönch, wo- . bei jedesmal der Jude Gaben empfängt, Kleider und Schuhe, Nahrung, Trank, Arznei, und schließlich ein würdiges Begräbnis. I Abb, 3. Illall uns einer spanischen Hag'gadth des 14. Jahrhunderts im britischen Museum in f.on.tnn manges Gültig bk. tu den bevorstehenden jüdischen Feiertagen A. Deutscher Rotwein rrc 1J22. Piirbbeimer feuerberg. 3. Roter Bordeaux- Wi ’in 19 2S. (.käteatt Pentet Parban Louis sehen auer*. Bordeaux 1923. Lb.iteAti Le Censeif/er, Bau s Bschcnauer. Bordeaux 1921 /2ackepheimer Letten tQ22. Piirbbeimer frobnbef 1922 Watbenbcimer Peustüib Win;ergenossenuha/t D. Wosei-Weine vro flasche Wk. ...... 1.20 1922. tnbireber, Oteffensberg . .... 1.20 1921. IPer/er Steffensberg '. . Baus Groß-Berlin, flaschen werden mit IS Pfennig berechnet bei Lieferung tein netto Raue. Wengenabgabe Vorbehalten. I ugen Adolph Rvaft T2achfolg< Ink.: Vierer Stein (Akiba-tgec-£oge) Wcingro/jhandlung und btadtküihe ersten Ranges \\'SO. Fau enftienstv f \ fein plan 44 »fm-pn : - t \