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Der Aufstieg · 1931-11-01 · 9 (11.1931) · p. Seite 235

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
9 (11.1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 235 (sequence 17)
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\ mit Pferdegebissen, Beefgesichtern. ehernen Stirnen, die alle das Sehnen und Hingen der wehrlosen Millionen gelassen als Schauspiel und Theater betrachten, gar nichts davon verstehen, gar nichts davon verstehen wollen, sondern immer nur eins denken: wir sind Engländer, also die Perle des Weltalls. Ich habe die höchsten Beamte und Offiziere des Landes gesehen. Sie waren alle vom selben Schlage. Vollkommen geistlos und der besten Gesundheit sich erfreuend." Ob mit solchen Worten der jüdischen Sache im heiligen Lande gedient ist, ist eine Frage, die sich Professor Lessing offenbar gar nicht vorlegt. Auch dass sich die Charakterisierung "Pferdegebisse, Beefgesichter, eherne Stirnen" dem Wesen und dem Stimmun^sgehalte nach sehr wenig von antisemitischen Judencharakteristiken unterscheidet, scheint ihm nicht zum Bewußtsein gekommen zu sein. . , " DIE EWIGE LEICHTGLÄUBIGKEIT. Beim Konflikt zwischen China und Japan hat es sich herausgestellt, das» der. Völkerbund nicht imstande ist, den Frieden zwischen den Völkern zu sichern. Während .aber die allgemeine Presse über diese Erkenntnis zur Tagesordnung überging, zeigte sich die jüdische Presse aller Richtungen überaus enttäuscht. El scheint, dass die Juden in der ""Völkerverbrüderung" von heute wirklich den Anfang messianischer Zeit gesehen haben, Sehr naiv, aber am Ende bei modernen Juden, von denen ja ein grösser Teil die Balfour-Deklaration für die "vollkommene Erlösung" halt, nicht weiter verwunderlich. Aber, dass auch die Orthodoxie kein ' besseres Verständnis für den wirklichen Tutbestand hatte und ebenso leichtgläubig war und wahrscheinlich auch weiter sein wird wie die andern, — das ist tief bedauerlich. S.O. ENDLICH EINMAL ETWAS ERFREULICHES. Wenn man sich im jüdischen Volke nach Judentum umsieht, hat man selten Gelegenheit, befriedigt zu sein. Ueberall Abfall und Verfall. Nur selten stösst man auf irgendeine erfreuliche Tatsache, wie etwa das von uns schon mehrfach besprochene Wirken des Hauptmannes Artur de Barros Basto unter den portugiesischen Marannen. Nun haben wir wieder eine solche Tatsache erlebt: Den fast einmütigen und temperamentvollen Widerspruch der Judcnhcit gegen den Plan einer Kalenderreform, die durch den sogenannten Blankotag die Woche in Unordnung bringt und das praktische Festhalten am Sabbat aufs äusserste bedroht. Nicht nur, dass zum grossen Teil an diesem Widerspruch der die scheusaliche Maschinenhaftigkcit des modernen Menschen verratende Plan, zumindest bis auf weiteres, scheiterte, darf uns mit Genugtuung erfüllen, sondern noch mehr, dass die zutage getretene Einmütigkeit der jüdischen Stellungnahme gegen den Blankotag auf das Vorhandensein verschütteter Treue-Energieen auch in den Herzen der gegenüber dem Judentum lau oder gar kalt gewordenen Juden schliessen laast Denn, wo solche Energiccn noch vorhanden sind, darf man vielleicht doch noch darauf hoffen, dass sie einmal den Schutt durchbrechen und sich der eigentlich von ihnen zu bewältigenden Ziele werden bewusst werden. KEINE HETTERIM - FABRIK, ABER.... In einem zionistischen Blatte spricht ein Mitarbeiter den Wunsch nach einein?ynhcdrion aus, wobei er sich dieses offensichtlich als ff ettertm-Fabrik vorstellt 235

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