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Der Aufstieg · 1931-04-01 · 8 (4.1931) · p. Seite 197

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
8 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 197 (sequence 3)
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nur unter dein Minflusse der Schule und unter dem Fmf lussc der jüdischen lieberlieferung, sondern auch unter allerlei unjüdischen Einflüssen einer gerade im letzten Jahrhundert dicht an sie herangerückten Umgebung stehen unter F.milussen. die nicht kontrolliert werden und denen sie normalerweise nicht ausweichen können. Und dies heibt weiter. daU speziell die Mädchen und Frauen, eben wegen ihrer größeren Empfänglichkeit und Anschmiegsamkeit diesen Einilusscn noch mehr zugänglich sind als die Männer namentlich wenn es sich um Arten von Einflüssen handelt, die ihrem ScIbstKefuhl schmeicheln odci VON besonderer Wirksamkeit auf sie als weibliche Wesen sind. Wenji .iIrt dem so ist. wenn die grolle Schule auf uns in der Richtung der Assimilation wirkt und unsere kleine Schule schwacher ist als die grolle wie können wir" da überhaupt noch hoffen, uns trotzdem tu* behauptend Nun. ein einfacher SchiuU sagt uns, dali wir es könnten, wenn es uns gelinge, die große Schule für uns so zu gestalten, dali sie nicht mehr in der Richtung der ^hhröckelung unseres jüdischen Wesens wirke, d. h., wenn wir für unser Dasein unter den Völkern solche Bedingungen schaffen könnten, die uns automatisch, im Sinne der Treue zum Judentum beeinflussen. Solche anzustrebende Bedingungen wären in der Hauptsache die Verländliehung eines möglichst gro&en feiles der ludcnheit und die Aufrichtung einer jüdischen Allgemciude (der wahren Kenesses b^rocl). Allerdings müßte dieses Streben, wenn ihm Ausdauer und schlieUbcher Frfolg beschieden sein soll, aus reinem Willen zum «leiste hervorgehe« und es müßte eine beispielhafte SelhstmobilisieruiiK der diesen Willen Hauenden Kräfte zum Kampfe gegen die Bodenschwerc des heutigen jüdischen Lebens stattfinden. Und um'diese KTäfte hervorzuloekcn, müßte der Wen gezeigt, Fnthusiasinus geweckt, müUten die Tauglichsten gesucht von einer leuchtenden Darstellung der jüdischen Wahrheit hingerissen und so herausgefunden und gewonnen werden. Die leuchtende Darstellung der jüdischen Wahrheit: das ist es. Daran hat es bis jetzt gefehlt. Die muU endlich gegeben werden. Und wenn sie ganz gegeben wird, dann kann sie auch auf Frauen, auf die besten und geeignetsten von ihnen. Jen Eindruck nicht verfehlen. Denn die Krauen sind im tiefsten Oruiide religiöser oder sagen wir religiös urwüchsiger _als^die-Männer. Nur hat langer Zeit und nicht bloß in der Schule das Judentum nicht so gezeigt. daß sie. in allen Winkeln ihrer Seele erfaßt, ihre ganze elementare Weiblichkeit in seinen Dienst hatten steilen können. Wir haben ihnen, die leicht puppenhaft, kalt vernünftig oder schnoddrig werden, wenn nicht die ganze Seele von ihnen \ erlangt wTrd. keine innige, schwungvolle, cxtalische Religiosität vorgelebt, keinen (Hauben au die Erlösung „am Ende der Tage", keine Sehnsucht darnach, keine Arbeit für das Kommen des Erlösers gezeigt. Wir haben sie. jTe~*Meiischen mit dem empfindlicheren Sinn für die Form, für die schöne Form, in efncl \rt von heimlichem Grauen vor der ihnen so erscheinenden trostlosen Freudlosigkeit und Schönheitsfeindschaft des Judentums belassen. Wir haben sie zu nachplappernden Anhängerinneii der -Freigeisterci erzogen odtr ihnen wahre oder erlogene S\mpathien für andere-Religionen aufgedrängt. Wir haben sie einem heidnisch unreinen Schönheitstaumel in die Arme getrieben, der modernen Liederlichkeit nahegebracht, weil wir sie im Judentum nicht auch das Ideal der Keuschen Schönheit, das Jüdisch-Aesthetische nach Rosenheim*) ein Gleichberechtigtes im QrundgefOge des indischen Wäbrheitssystems finden bellen. Messern wir uns! Unterrichten und besinnen wir uns selbst! Bedenken wir. was Siehe die Bemerkung „Der Fuhrer als Denker" in dieser Nummer. lt?

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