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Der Aufstieg · 1931-04-01 · 8 (4.1931) · p. Seite 196

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
8 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 196 (sequence 2)
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«.in Knittern im Oebälke. ein Absplittern wahrzunehmen ist — immer geht der tneiM verborgene Anstoß von der Frau aus. Und was Im Osten erzielt wurde, ist hei allem Erlolg an sich, im Verhältnis zur Aufsähe doch noch sehr, sehr Kenne, die überwiegende Mehrzahl der Prauen ist davon nicht berührt. Die irllher häufigen fälle. daB eine Krau durch ihren frelgeisligen oder Ireigcisternden Mann immer mehr votj der rituellen Führung des Haushalte* abgedrängt wird, werden immer seltener. Dagegen werden die Fälle, daü einem Mann, der seinem inneren Hang nach Tradition treu bleiben oder zumindest noch einen Hauch des alten Judentums um sich herum verspüren mochte, diese „Liebhabereien" von seiner Frau in passiv-aktiver Resistenz abgewöhnt werden, immer häutiger, t rauen sind es. die damit heginnen, der modernen Ungeniertheit Gefolgschaft zu leisten und ihre Umgebung zur selben Oesinnung erziehen — und /war diejenigen, die sich sonst durch Frömmigkeit und unanzweifelbare persönliche Zuchtigkeit auszeichnen, last nicht minder als die andern. Frauen sind es auch zumeist, die den Mann, der noch ein aufrechter und ach so ..rückständiger" Freund von Autorität und Ordnung ist. bald mit allerlei verworrenem Ideenzeug, mit dein sie sich ungeheuer fortgeschritten und wichtig vorkommen, anstecken. Damit soll nicht gesagt sein, dali die Frauen überhaupt die Urheber der großen Abbrockelung sind, sondern nur festgestellt sein, dali. nachdem einmal der Wille zur Behauptung seines Wesens im Volke geschwächt war, die darauf folgend« Neigung, sich zu <erschleudern. an den Frauen schneller und ungehemmter heruirtrat, als an den Männern. Man wird auch kaum.von einer besonderen und damit von einer größeren Schuld sprechen können, da der festgestellte Vorsprung nur auf die größere weibliche Fmpfänglichkeit und Empfindlichkeit für die auf das ganze Volk mit' Macht eindringenden Eindrücke der Umgebung zurückzufuhren ist. Es geht hier auch gar nicht um die Schuldfrage, sondern um die Frage: Oibi es eine Möglichkeit, die Frau, die jetzt ein vortreibender, beschleunigender Faktor in der Assimilation ist. einem zurückhaltenden, verlangsamenden oder it ir itafiiU r hhiaiK tu -4»Uwm Faktor-der IniHative. des Vorstoßes zu machen? Und weon eme^otehe Möglichkeit gibt, welche ist es?_.'. _ Fs ist nun sehr natürlich, daß auf diese Frage zumeist mit der Forderung einer gediegenen religiösen Erziehung des weihlichen Geschlechtes geantwortet wird. Oewisse schon erzielte Erfolge sind ja nicht hmwvgzuleugnen. In der westlichen Orthodoxie hat sich die sorgfältigere religiöse Erziehung der Madchen als wohltätig erwiesen. Und entsprechende Bemühungen des jüdischen Ostens in, neuerer Zeit haben eine deutliche lh s.seiang. Jer Lage bewirkt und werden wohl, namentlich bei weiterem Aushau des Werkes, insbesondere nach der qualitativen Seite hin. die Besserung noch steigern. Aber man soll sich nicht einbilden. daU mit der Schulerziehung alles getan ist. Mit ihr allein langt mau bald a*i iinulH-rschreitbarvn Orenacn an. Denn es gibt eine Schule, die für die Mehrheit der Menschen stärker ist als die Schule, die man für gewöhnlich so nennt, ja sogar diese selbst beeinflußt nämlich die Schule der Verhältnisse, in die der Mensch hineingestellt, die Schule der Umgebung, deren Einflüssen er oh er will uder nicht — Untertan ist. Und diese weite/v Schule wirkt umsn kräftiger. ie empfänglicher, empfindlicher, bildsamer das Menschenmaterial ist. das gerade in Frage steht. Dies heißt aber, auf Unseren Fall angewandt, dal unsere judischen Knaben und Mädchen, unsere jüdischen Männer und Frauen, selbst wenn sie schon echt jüdische Schulen besuchen, bzw. besuchten, nicht x tM

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