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Der Aufstieg · 1931-02-01 · 6 [7] (2.1931) · p. Seite 182

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
6 [7] (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 182 (sequence 12)
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hi;tij;hi4L\(;i:\ Im dieser Rubrik werden Geschehnisse auf ihren Hintergrund oder auf Ihre Wirkungen Inn lr möglichster Kürze besprochen. Auch Bucherscheinungen und winstige literarische und künstlerische Ereignisse, die ja auch (ieschchnisse.im gesellschaftlichen Leben sind; doch, weil so betrachtet, ohne alle literatenhafte Ambition. Und es muß auch nicht gerade immer Neuestes sein, wozu wir unsere Bemerkungen machen. Wenn Aelteres da ist. das auf noch Wirksames oder auf Hoch mögliche Wirksamkeit hinweist, so wollen wir es nicht deshalb übergehen, weil /ii seiner Zeil oder ,ni seinem Beginn wir noch nicht da waren. H OFFEN WIRi «AM SU IL KT AUW© Zuerst lasen wir in den Zeitungen: »Die Exekutive der .lewish Agcney. hat die Palkstinafcmtei angewiesen, die weitere Verteilung von Arbeiter-Einwanderungs-Zcriifikaten einzustellen. Ks wird somit ein groller Teil der anfangs Noxeniber von der Britischen Regierung ausgegebenen 1500 Zertifikate vorläufig nicht ausgenützt werden____" Bahn hörten wir von der revisionistischen Re- Volution iui zionistischen Lager und von dem Anschluß, ausgerechnet, des ..Misracln" an diese Revolution... Und dann wurde es uns vom „Israelit" als „merkwürdige Fügung" bezeichnet, ..daß gerade in einem Augenblick, in dein die ganze Position der Agcney wirtschaftlich und politisch aufs schwerste gefährdet erscheint, die seit der Kenessio gedaulo beabsichtigte und immer wieder hiOOMNiescIioheiic Zusammenkunft von Vertretern der Agencv mit Beauftragten dir „Agud.is Jisrocl" im Laufe der nächsten Woche stattfinden soll"... Und endlich laser wii ein offizielles Commuiiiiiuc Uber die erste Sitzung der gemeinsamen Kommission, welche die Tragen der Zusammenarbeit prüfen sollte. Die I uhrer der ..Agudas Jisroel" haben recht daran getan, daß sie in der ersten Mittelung -über die bevorstehenden Verhandlungen die Versicherung abgaben, daU die Agudo für nichts zu liabdefVsein werde, was einer Beschränkung der Unabhängigkeit der Organisation gleichkommen wurde. Doch will es uns scheinen, dall gerade diese (lefahr ziemlich xeruTg. dagegen eine aridere sehr groll VT. nämlich die. daß die geistige Unahliängigke4t-de^ Agudo von der zionistischeu Ideenwelt verloren gehe! Es sei hier nicht untersucht, ob aus der erwähnten Annäherung etwas Ersprießliches herauskommen kann, es sei nur davor gewarnt, in jene gewisse Fiebrigkeit des Tuns oder Nichttuns zu verfallen, die den auf moderne Weise zionozcntrisch gerichteten Juden eigentümlich ist, und die frommen lüdischen Massen damit anzustecken. Wenn schon die ..Agudas Jisrocl" mit der Agency zusammenarbeiten zu müssen glaubt, so muH sie ihr (iewicht. wenn sie welches haben wird, zugunsten des Maßes, der Vorsicht und der praktischen Arbeit in die Waagschale werfen. Sie dart voi allem, am allerwenigsten jetzt, für Neuansiedlungen eintreten. Nc muß sich hüten, zionistischer sein zu wollen, als manche Ztottisten selbst. Sie muH 'ich gesagt sein lassen, was das zionistische Zentralorgan in Deutschland sagt: .Untu den heutigen Umständen kommt es vor allem an auf die Erhaltung und Festigung des Bestehenden in Palästina: schon dies ist heute eine erhebliche Leistung, und es gilt, die Erkenntnis dieser Notwendigkeit dem Bewußtsein des indischen Volkes einzuhämmern." Und diese Mahnung muß bei der Agudo tiefer sitzen als bei den Mahnern selbst, die ja durch die ihnc.i eigene Art immer wieder in die Versuchung kommen, in einem unbezähmtci Augenblicke ihre Selbstmahnungen in den Wind zu schlagen. Mit einem Worte: IM

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