Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 5 (10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- Seite 138 (sequence 16)
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hallen, indem er ihnen auch einen kleinen kaum auf ivdok.ti mattete. Dann a-t»! beiMM er .MUH Arbeit unter den in der Nahe Oportos wohnenden Marannen für ihre klickkehr /um offiziellen Judentum. Wir wir schon erwähnten. l«l der Mantel an allen Arien an Ritualien und bewandert auch an Tbora rollen »ehr groß und verlangsam) ebenso wie der Mangel au Rabbinern und Lehrern die Wiedergewinnunx der Maranncii fürs ludcntum. Aul den Aufruf hin. den wir in Nummer 2 veröffentlichten, wurde d.is Hamburger Maraiiiicii-Komilcc yon einem unserer Leser darauf aulmerksam gemacht.» daii durch die Auflösung deutscher Landgemeinden Thorarollen frei wurden, die den Maraniieii zustatten kommen sollten. Int übrigen erneuern wir unseren Appell, das portugiesische Marannciiwcrk durch Geldspenden sowie durch Ueberlassung vi n Ritualien aller Art /u fordern. (Adresse: I. Leon Cassuto, Hamburg Klosternllcc 2it.) ÜIAKAXNKN Al'l'H III NPANIKX Di« Marailnetihewegiiug' Verzeichnet eine neue Sensation. War es schon eine Ucherraschuug für die indische Welt, als sie erfuhr, daß in Portugal noch M.ir.iiiuen leben, so wird die Ucherraschuug noch «niller sein, wenn sich die Kunde verbreitet, dal! es auch in Spanien noch Maranncntum -;ibt' Wir verdanken diese Kunde dem begabten hingen Schriftsteller Ksricl C a r I e b a c h, der sie in einem seiner Rcisobrlcfc an das „Israelitische hamilienblalt" der jüdischen Welt bringt. I s handelt sich um die Juetas (spr.: Chuetas), jene Nac|rkommen der vor mehr als .4110 Jahren getauften Juden, die auf Mallorca, einer haiearischen Insel, in der Stadt Palma in einer Art von (Ihetto leben. Mau keimt diese Leute namentlich seit dem Erscheinen des Romains „Die Toten leben" des spanischen Dichters 11) a n e z. der sie als streun katholisch hinstellt und uns erzählt, w ie sie trotz ihrer katholischen Strcnggläubigkeit von den katholischen Nachbarn verachtet und gemieden werden, der uns; aber keineswegs von irgendeiner jüdischen l.ebensspur berichtet. wenn man nicht die Ngur eines freigeistigen, seine indische Abstammung betonenden Jueta-Kapitans als solche gelten lassen will. Nun hat Carlebach eine wirkliche Spur, allerdings nur eine Spur, gefunden. Lebendig ist seine Schilderung'' des von Kreuzen überladenen Jucta-Ohettos. packend die Schilderung, wie er einem alten Jueta. einem ängstlichen und miUtr.ansehen Manne, zusetzt und wie er endlich am Kol-Nidre^ Abend mit Ihm ans Ziel/gelangt. Lassen w4r Ihn selbst reden: „Die Neuster sind \ erhängt, die Türen verschlossen, in einem Tonhehälter flackert Licht, die < Iroßmtitter ist aufgestanden, mit ihr (lenerationen von Kirchenludeii. Meere von Dein. Herge von Not und Verfolgung und Jagd und ersticktem Weh; Ocschlcehter von Juden, die an Scheiterhaufen und Kathedralen virhcigeschliehcn sind. Welten von Luge und bjj)>d. Herzen, auf denen man herumgetreten ist. bis der letzte jüdische Funke verlöscht war. und die doch einen Hrand bewahrt haben, einen Rest, aus dem noch Nammen schlagen können. Ks ist. als hätte ietnand aus einem Aschenhaufen ein glühendes Atom herausgegrahen. und als finge es nun an zu züngeln, verhalten zu zischen . . ." Und der alte Jueta hat „mit sich zu finde gerungen' tlrande Deus de Israel. Ad ... . Sebaoth. meto koi haam kewoto*) fingt er an . ." *l Ad ZvWMRS, metaa' kol hoorei kewaudau (Ootl der Heerscharen, voll ist die g.in/i I rde seiner Herrlichkeit). IN