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Der Aufstieg · 1930-10-01 · 5 (10.1930) · p. Seite 133

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Journal
Der Aufstieg
Volume
Band 1 (1930-1932)
Issue
5 (10.1930)
Date
1930-10-01
Page
Seite 133 (sequence 11)
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eines Teiles der Steuern vom Fellachen auf «Jie Städter durch Einführung der in t'-|li*st'"a l'isher unbekannten Einkommensteuer, alles dies hat die arabische Presse in den Vordergrund ihrer Bestrebungen gestellt und bereits große Erfolge iur den Fellachen errungen. Wie sieht im Lichte dieser Tatsachen das Märchen vom Effendi aus?" An „die schwierigste Frage, die am meisten geeignet ist. Ben Gurions Worte aui der Kcichskoiucrcnz zu diskreditieren". ..Die Frage des Verhältnisses zur arabischen Arbeit" erinnernd, fuhrt Dr. Bergmann folgendes ai)t: ..Die jüdische Arbeiterorganisation erklärte in ihrem Memorandum an die Sliuu-Kommission. daU die. jüdischen Arbeiter die arabischen Arbeiter als ihre Kompatrioten und Genossen betrachten, ihre Bedürfnisse als ihre eigenen und ihre Zukunft als ihre eigene Zukunft. Die Worte sind zweifellos ehrlich gemeint gewesen, aber sie stehen' nicht im Finklang mit dem Kampfe um die lüdische und gegen die arabische Arbeit, welche die Organisation führt. Die histadruth steht auf dem Standpunkte. daU der Arbeitsplatz, welcher durch das indische Kapital geschaffen wurde, dem indischen Arbeiter geholt und daU also arabische Arbeiter /u t'urtcht in jüdischen Kolonien beschäftigt werden. Darum der seil Jahren wahrende Kampf der itidischen Arbeiter gegen die arabischen Arbeiter um den Arbeitsplatz in den jüdischen Kolonien. Vom revisionistischen Standpunkte, dem die schnelle Schaffung einer jüdischen Mehrheit in Palästina höchstes Ziel ist, ist diese Politik durchaus konsequent und ich will nicht leugnen, daß sie viele Argumente fur sich beibringen kann. Aber es muU klar sein, dall IJen Gorions Worte auf der kcichskoufcrcnz vom „Hund der Arbeit zwischen den arbeitenden Massen im Osten" in seltsamen Kontraste stehen mit der Tatsache des Kampfes um den Arbeitsplatz in Petach Tikwah oder Nechowoth. Die Revisionisten'sind konsequent: >Je wissen. daU es zum Kampfe kommen muli und nehmen ihn auf sich. Die Inkonsequenz der linkcn-Zionisten ist. daß sie Frieden haben möchten und dennoch nicht bereit sind, die Voraussetzungen zu schaffen, auf denen ein Frieden errichtet werden kann. Dies zeigte sich vor wenigen Monaten in der einmütigen Ablehnung, welche der Oedanke der Schaffung gemischter jüdisch-arabischer Gewerkschaften bei den Fuhrern der histadruth fand, obwohl solche Gewerkschaften dazu bestimmt waren, den einzigen berechtigten in und. welchen der Kampf gegen den arabischen Arbeiter für sich beanspruchen kann, nämlich die 'Tatsache. daß der arabische Arbeiter den Lohn druckt, zu beseitigen." Dr. Bergmann zeigt weiter, wie schwierig die Verhältnisse zwischen judischen und arabischen Arbeitern auch dort sind, wo es schon zu einer gemeinsamen Organisation gekommen war. wie vor einigen Jahren bei den Eisenbahnern. In einem Sarnrnelbuch, das von Anhängern gemischter Gewerkschaften herausgegeben wurde, hatte ein arabischer Arbeiter folgendes zu berichten: ..Wir waren gleichberechtigte Mitglieder in einer Organisation, aber eines Tages kundigte man mir und meinem Jüdischen Genossen. Fr wurde sofort in den Arbeitsnachweis der jüdischen Arbeiterorganisation aufgenommen, erhielt Arbeit und genoß den Schutz der Organisation: ich aber, der Araber, wurde auf die Straße gesetzt, als wäre ich früher nicht organisiert gewesen. Die Krankenkasse und medizinische Hilfe wurde mir und meiner Familie entzogen. Der Grund: ich war ein Araber." Aus dem, was Dr. Bergmann weiter ausfuhrt, scheint her vorzugehen, daß aoeh er der Ar aber trage hauptsächlich mit Arbcitcrpolttik beikommen will, also im Grunde so wie die von ihm Kritisierten dem zionozcntrischen Irrtum noch den ISS

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