Der Aufstieg
- Journal
- Der Aufstieg
- Volume
- Band 1 (1930-1932)
- Issue
- 4 (9.1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 104 (sequence 5)
- Belongs to
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aber Wich zuvor ihre Ausbildung und Auswahl ihrem erweiterten Wirkungskreis, ihren größeren Aufgaben entsprechend einrichten. Sünde lag in unseren besonderen Beziehungen zu Erez Jisroel. Wir haben es ja nie zu lieben und uns nach ihm zu sehnen aufgehört. Aber wir haben die Mizwo von Jischuw Erez Jisroel niemals mit ihrem vollen Inhalte zu erfüllen gewulit. Die Idee der Chaluko entsprach durchaus unserer religiösen Einstellung, aber sie schrie nach Ergänzung, nach lebensstark im Lande wirkenden Kräften, wenn nicht aus dem Jischuw ein verfallendes Altersversorgungshaus werden sollte. Und als der Zionismus kam und wuchs, haben wir uns durch ihn nicht an unsere l'flicht mahnen lassen, sondern haben zwischen der vor uns selbst verschleterten Annahme seiner Stimmungen und Ziele und unserem alten Schlendrian hin- und hergeschwankt — mit dem Ergebnis, dali wir jetzt die Sackgasse akzeptieren müssen, in die er geraten ist und geraten mußte. Auch hier gilt es jetzt umzulernen: Wir müssen uns den fremden Vorstellungen entwinden, durch welche die zwei größten Notwendigkeiten für Judenheit und Judentum: Berufsumschichtung zugunsten von Landwirtschaft (und Handwerk) und Konstituierung der Kenesses Jisroel in Territorialisierung und staatspolitischen Aufbau umgebogen und so illusorisch gemacht werden. Aber wir dürfen auch keinen Augenblick länger vergessen, was wir Erez Jisroel. als dem geliebten gelobten Lande, dein Lande unserer Vergangenheit und Zukunft. al>cr ebenso auch als dem Gebiete, auf dem unter Umständen für die Verländlichung und für die Konstituierung der Kenesses Jisroel besonders viel getan werden kann, schuldig sind. Sobald dort wieder friedliche Verhältnisse gesichert sein werden, werden wir natürlich unsere Aufmerksamkeit seinen besonderen Besiedlungsverhältnissen zuzuwenden haben. Aber wir werden auch für Schulen sorgen müssen, in denen die Jugend — wie übrigens in anderen Ländern auch — zu frommen, lebenstüchtigen und Menschen von Haltung und Stil erzogen werden sollen. Und vor allem werden wir dem Ziele zuzustreben haben, dali J e r us c h o I a j i m nicht nMs£ttz des Zentralinstitutes für Eörderung jüdischer Gläubigkeit, von dem oben die Rede war. sondern in erster Linie auch Sitz der höchsten für die ganze Judenheit mallgebenden und sie repräsentierend e n r a bbinischen Hehörde werde. . \. Gewiß ist es ein großes Programm, das ProgramnVder tätigen Reue. Und groß sind die Schwierigkeiten, die seiner Erledigung entgegenstehen, am grüßten aber die Schwierigkeit, die von der Schwerfälligkeit unserer Menschen herrührt Wird diese einmal besiegt sein, dann wird sich alles andere finden. Denn, daß an sich die Kräfte vorhanden sind«, um da.s IM