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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1861-06-28 · 26 (28.6.1861) · p. Seite 207

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
2 (1861)
Issue
26 (28.6.1861)
Date
1861-06-28
Page
Seite 207 (sequence 7)
Language
German
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ginten. brodlos wo'rdep k — 207 »erbe« sei« a«b nun m .irre, soy ■י®'"in Utsthyi .t'. --- 2״ י'. ti »•7t* Eine inzwischen hieher aelangte »New-Iorker Ztg.^ belehrt uns eiaeS Andera,'d^rlliWss»G «HWWtzem. wie «an sieht, «Dertzch^S »E «ch»»>«h»Aftichm MchLnO, S.H herrühre«- den BeAchr, »1«iK **Mt snE*Du' MezuthvNM,r «-C•׳- ,Enier den PpkHwrn flch tßpch ^>e« Händlichen Vor®- scenen «qs/,lS, flüchten müßletz, befand sich «4$?• Einher »^,d^hqMMte HMcher der dortige« iprael. Reform-eMelnde,.»>H» Sinqjt* und Her«u»-eber der vortrefflichen Monatschrift »Sinai*. Zwar hatte sich vr. E. nie direct an de, Politik diese- ^>de» -rtheillg!; ein so durchaus ideal angetegwr (Seist wie dir setaige konnte kein Gefalle« an der amerikanischen Tagespolitik finden. Ader wo eS ^galt, für die höchste« Güter der Mensche«, einzutreten. Recht. Wahrheit und Freiheit zu wahren ... da bedachte er sich keinen Augenblick, den' Fthdetzamvschuh aufzunehmen und^wcnn auch ^ber. Kampf. aM.AoWhhe SbersjMf. ,So in der Sklaoeretsrage in einrr-Zeil, wo dies» Krage <a mm glUwww* staate wie Älaryland und einer Mobstadt w^p Baltimore täglich titz» licher und schwieriger wurde. Als deHMabbiner t)r. Raphall in New- Jork in einem Dortrage, djp über tW ganze Union verbreite! wurde, die Sklaverei als eü^M^heS, dlLMdie mosaische Religion geheiliglßh JnstiM dW^WWtp.die SftWons-Gnnegung vertheidigle, da konnte und durft^WWMann rDR Einhorn nicht schweigen. Ja einer mmsierhafte».'StNrlflWA poll rahb/z^cher> Gelehrsamkeit und schlagende« Witzes wieer^mit rücksichtsloser Entschiedenheit nach, daß der Ätaudpunkt des Vr. Raphall eiu durchaus falscher, daß die mosaische Religion ihrem' innersten und wahrsten Kern nach eine Anti-Sklavrrei-Rrligion und'daß es vor Allem die Pflicht der amerikanüchen ^Zsdstrlltep sei, alle Lockungen Seitens der SrnftsimtSen standtzvsk)z«\\4&Messeזז iw® :Ö)tV Lech» Marillen HMMPMchm׳ Union zu bewahren,^der sie ihre Befreiung aus vem Sklavenhause und ihre Gleichberechtigung verdanken. In ähnlicher Weise sprach er sich in seinen Samstagsvorträgen aus. Es konnte daher nicht fehlen, daß sein Name von den Secessiontsten mit obenan auf die Liste der H Prosrribirlen gesetzt wurde; und so mußte vr. Einhorn, der mit der größten Selbstverlängnung und Uneigennützigkeit in Baltimore ausgeharrt und .den ,mehfmals, an ihn ergangenen Ruf. angenehmere und lohnendere Stellungen zu übernehmen, abgelehnt hatte, die Stadt alS Flüchtling verlassen. ,Wenn wir recht, unterrichtet sind, verweilt Dr. Einhorn gegenwärtig. in. Philadelphia. Wir bezweifeln, ob er nach Baltimore zuWckkehren wird, obgleich ihn die hortige H«r-Sinai-Gemeinde in einer Zuschrift um seine Rückkehr gebeten hat. . . . Die JSraelnen zu Philadelphia und New-Iork, und wie «sr zu unserer Freude hören, auch in Chikago, bemühen sich, vr. Einhorn für sich zu gewinnen. . . So weit der amerikanische Zeitungsartikel. Inzwischen eingetroffrne Privatnachn'chten stellen eS in Aussicht, daß er sich für Philadelphia entscheiden werde. mW «ehtete^stts AntzMssttzMG ** V»«- scheint ihm *mb.««seMkdkniWMchl, de« Durchlefe, ^azelner Prohap .ertehe» zu .schu-Aach^ovigep-. Hrjg»ala,tzeit^ Mriestischrr svMhle- -inzielen, - ifbanM gM׳ veesqpeu. gor« «pp LuSstatvqg tzes demnach de» Verfasser etneHZWtWM«» als die Verbreitung und HskeLftigaag religiöser .Mmr secht.^ natiow-chr Gesinnung mit diesem Erfolge im inni-ße«^Z,samMtzhauge, -ehe». asrre gefällig^ Wip «M^o Mee mmchche». Prot. Srhrütter über den nid. E znmkrr In der Reihe rer Nekrologe, .welche »er Ve»erhl-drc«-i» He» Akademie der Wissenschaften ja» Wie« de der fetelliche»- Wtzun» am 3l. Mai laS, befand sich auch dir 8e! ׳easfltzze hetz beesthmt» Chemiker.' Wertheim, rer sich bekanntlich in Feanldeich selbst den Tod ^rgeb»«. Here Professor Sch r^ö.<( es sprach bri dieser Gele-, genheit folgende, ihn und die Akademie ehrmve Wörter »I« Jahre 1851, als Wertheim tereitS einen bedeutenden Ruf als Physiker erlang^ und unsere Akad mis,phu zu.,ihrem ffgrt u»ch Wien Md bereit, .Scheiß, der Univep^ta( t bei der Cvneine- Ueder- Daß Werthein^l .^bitatossäg ürüi. Imalcoayv »rraelita bölgyolc srämära. Ir tu Manuheiiit Joisef, a bajai izr calt. köxsög nyilv. tanodajäban rendes lauptö. Pp^ja 1861. ,, 1 k\ Wenn irgend eines io der jüngsten Zeit von 'vaterländischen Glaubensgenossen der Oeffentlichkeit übergebene Werk das ehrende Epitheton eines gemeinnützigen, einenrdringeuden Bedürfnisse entgegenkommenden Unternehmens verdient, fr ist es sicherlich das uns vor« liegende ungarische »Gebetbuch für״iSr. Frauen׳, welches wir der fleißigen und einsichtige» Bearbeitung des Herrn Josef Mannheim, ord. Lehreran der Gemeiabeschule zu Baja, verdanke«^ Mau braucht nur die Bedeutung der Frauen im geselligen unv besonders im Familirnleben einigermaßen zu erwägeü, um die., obige Behauptung alS nicht übemriebSd z^r.bem»heilea. Bisher fehlte es an einem Erbaue »ngSbuch für jüdische Frauen to-vaterläudifchu Sprache^iUllg. Pem Verfasser gebührt da- Lob, ein solches ^F^ckentsprADndtr Weise geschaffen zu haben. Nicht von Eitelkeit, foMern voa der Idee geleitet. ^erreich einen auSg spondirenpen Mitglied gewählt hafte ^1848^,fla>» er erklärte sich aus den dringenden Wunsch seine c Familie zu «hun, um in ehrenvoller Weise eine sei» en Talenten und Leistungen angemessene Stellung zu enthalten. Ma! hatte ihn aber d^mgjF, in Oesterreich nicht- AnderealS eine. Do:eNtur an in Wien auzudieM! Und selbst lies galt z«! jener Ze fession, der Wertheim ang'hörte, schon als eine Hroße Au jede weitere Aussicht wurde die Bedingung dritte- L-l, kath-MFen Kirche;eknüpf». eS Bvrthettk willen ijürückwles. war' eu. Tief, erstimmt lehrte fr daher׳' dort nicht nur srii rn bleib« «den Aufenthalt auch als Franzose nationalkf ren zu lassen. יי t kh« Deutschlanhatten äuf diese Wesse׳, er verloren, wihrend seile Arbeiten nun mit daz« bei rageat den Ruhm der fraw ösischen (»elehrsamkeit zu vermebren, unv die« letvcr mit Recht. d< eben ni f da- Land, welche- »pm Genie den Boden zu seiner Entwicklung gewährf-^dieses auch als das seine betrachten darf. Schon im Jahre 1854 wurde er zum ״examiniteur d’ entr^d״ an der mit Recht so berühmten kloolo Poly techniqu׳i angrstellt, aus der so viele Männer, denen die Naturwis!mschaft z>jm Theile ihke gegenwärtige Gestalt verdankt, hervorgegan zen sind. HSei der Pariser Industrie-Ausstellung 1855 war er znm Äkitglied d Jury ernannt und erhielt daS Ritterkreuz der Ehrenlegio! , Seit diese» Zeit lebte er zurückgezogen unv qüsschlirßlich mir wissenschaftlichen Arbeite» beschäftigt, den«» er mit bfm größte« Eifer oblag, bis im Jahre 1860, wohl in Folge z r großer Anstrengung, sei« sonst so freier, heiterer Geist zeitweise vin eine« tiefen Trübsinn befallen wurde. Die erschütternd; Katastrophe, die am 30. JLitNer d. I. in TourS seinem Lebe« ein gewaltsumts Ende machte, zeig», daß das Uebrl weiter vorgeschritten war als selbst seine nächsten Freunde, zu denen auch mehrere Aerzte gehörten, vermuthet hatten. So endete ein Mau« von seltene, r Talen» in der volle« Blüthe seiner Kraft in einem fremden Lanl e, daS ihm freudig aufgenommen, während seinem Vaterlande nur der ^rost bleibt, daß die Zeiten wohl für immer vorüber sind, wo eu. makelloser Eharakter und ausgezeichnete wissenschaftliche Tüchtigkeit r ichr die Alleinigen Brstimmungsgrünve für die Verwendbarkeit im Le »rfache Hilden. Im Herzen war Wertheim niemals seiner Heimat en fremdet, wie alle Oesterj reicher wissen, die,mit ihm in Verkehr staadea. fy«rr war es ihm nicht vergönnt,. die Mjedorgthurt!!sei«sS V lterlandes zu erleben!" _(Au diese Worte des Professors S ch r ö t t e r Ader den Unglückliche» jüdische« Gelehrte», der seine» Glailbens hatber sich bemüffigt gesehen, seinen Wirkungskreis ln der Frem>e zu sm >en, schließen wir

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