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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1861-06-28 · 26 (28.6.1861) · p. Seite 205

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
2 (1861)
Issue
26 (28.6.1861)
Date
1861-06-28
Page
Seite 205 (sequence 5)
Language
German
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I - —m 205 — Dk ihr m «W W* M* Zu A«. der ״Pechtz« -M, ... Wie frfcrft »it H»A ihr triafen. Mtl vraverhaß den Seist! Dir ihr dss^Htzchstr» Einheit Drreiuig» sollt verküMen, Wie darf des Fried«»« Reinheit An« e«rer Brust entfchwindrn! Der hoch in HAmmeisanen Erhält dr« Friede»« Q»ell, Sr lass' vn» Friede» schauen Schon dal» t« Israel! «t»»a «»he». Mb AHWhvhs. Dr. Advlf Jelltnek, einer der bedrutrndftrn jüdischen Kanzelredner und Gelehrten unserer Tage, ist am 26. Juni 1820 in einem mährische» Dorfe nächst Ungarisch«Brod geboren. Für den Rabbinatstand bestimmt, begann er schon im zarten Aller Thalmuv» und hebrätsche Studien, die er auf den Jrschtwolh zu Proßaltz (1835) und Nikol-burg und später in Prag fortsetzte.' 1842 begab er sich mit dem «egen seine« tragischen Envr« bekannten älteren.Bruder Her« mann Jelltnek nach Leipzig, wo er fich unter Fleischer orienralischen, unter Weiße philosophischen Studien widmete. Seit 1845 predigte er öfter in r>»r sogenanlen ,Leipzig - Berliner- Synagoge und »vurde, nachdem die Juden daselbst da« Recht zur Bildung einer selbstständige« ConfesfionSgemeinde erhalten hatten, von der Leipziger i'Sraeltt. Gemeinde al« Prediger angestellt, in welcher Eigenschaft er bi« 1857 dvrt verblieb und vielfachen׳ Einfluß auf die deutschen Israeliten übte. — Dort begann er auch bald seine seitdem rege fortgesetzte schriftstellerische Tbätigkeit. Außer den vielen einzelnen veröffentiichte« Predigten find e« vorzüglich philologische »nd historischkritische, meist die mittelalterlich-philosophische und die kabaltsttsche Literatur betreffende Arbeiten, welche er in Journalartikeln oder selbstständigen Schriften oder in Anhängen zu von ihm edirten älteren Werken erscheinen ließ. — Am ״Orient mit Literaturblatt" nahm er ihätigen Antheil, gab da« ״Sabbatblatl" (1845—46) heran« und lieferte mehrere Aussätze im ״Univera iaraälite״ u. a. m. Al« selbst« ständige oder edirte Schriften nennen wir insbesondere ״Sefat Cbaohamim oder Erklärung der tu den Thalmuden u. s. w. Vorkommen« den persischen und arabischen Wörter" (Leipzig 1846); die ״Einlei- »ung zu Bachja's Chobot Halehabot", Ausgabe der religio sen Gedichte S'al. Gabiro'S; de« Wörterbuches Maarich von Lonsano; de« ״Dialog über die Seele" von Galeno«; ferner außer der Uebersetzung de« Werke« von Prof. Franck: ״dir Kabbala", noch die Schriften: ״Beiträge zur Geschichte der Kabbala"; ״Moaee ben ächem-Tob «lc Leon und sein Brrhältniß zum Sohar״;״Auswahl kabbalistischer Mystik" u. a. m. — In den letztgenannten Schriften hat Jelltnek die so oft und von Dielen veatilirte Frage über die Abfassung de« Sohar der Entscheidung zugeführt. Der sel. Jost nannte Jelltnek einen der größten Kenner auf diesem Gebiete. — Hervorzuheben ist noch dir unter rem T1't׳I I!etb-Damidrasob von ihm edirte Sammlung kieine»er Midraschim. Seit 1857 lebt Dr. Iellinek in Wien als Prediger an dem neuen Tempel in der Leopolbstadt, wo er eben sowohl al« Kanzelredner glänzende Triumphe feiert, wie auch um die Hebung jüdischwiffeuschastlicheu Sinne« und Stteben« .sich bereit» viele Berdienste erworben hat. — I-rexh Mmchi. (Schlup.') I Wa» un« aber vorzüglich iateressirt, ist sein polemische» Werk für« Judenthum und für dir Judeuheit. In der Provcuee herrschte damals ein Grad der Eivilisatio», welcher sich i« übrige» Europa erst viel später Eingang verschaffte. E» wäre» freilich die ritterliche» Herren «och im Besitze drückender Lorrechte und einzig und allein auf die Ehre, der Welt nur mit de« Schwerte nützlich z» sei», bedacht, so daß z. B. die Einwohner der Stadt Braux nicht nur für i> Siehe Rr. 25. 0 Mftji, fwtan NwtMMMßWW jeba Schuld, wapch, Dr H»r da» iiaka MA« Am AchW «Bßte». Mb baA jeder WMtzs. Am M» tz»»d ststzst-Dchügee, ,»er i» 30. Jahre s,i»e Daffruprob« ״chaicht abgeietzt chatte. Dmerpßichtig ward; die» ha«, aber Ach. «ich« tzehöndMt. da» 4» 0mm La»de» andererseits di« bhhere Büßtzerichast tzm» Mch. -«p Hhchch gestellt und m ohne Schwie^M $m «»erschlage MgMch» w»rde. Obgleich die Proveneal» «tchp» «evch!, al» Esaeerdatsjaaiker waren - ja sie »erachtete» bachstüblich die isystlicha» Balle», ver« spotteten die hochmüthige herrWüchtitz, «eistttchkeit.i geißelte, die Laster de« rtzmifchen Hofe», erpeager, die Sekte der Albigenser, »uvbatten keine Ausnahm-grsetze für Juden »ad Mcha>«»a»er. — »b» gleich der Geist der Humanität, der Civilis« iou im 12. Jahrh. in der Provence herrschte, so fthlle es doch ui! ht an Rrdclbiben und Hieben, die mau dem Iudeuthume versetzte. ü? rnie Bekenner sind ereiufio, amalgamiren sich »ich« mit der Ra«,!«, btlveu ei« Bott im Volke.; lieben nur Handel und Wucher" re. re. tout comm« oben nous. Dagegen trat Joseph in feine« poleinifthe» Efterk« auf. Ein Gläubiger (Maamiu) sagt: - Möge» die tagen x» Häuft r e» höre» : — ״Die echte Religion der Jude» bewährt st, j a» il»rr« sittliche» ״Verhalten. Nicht vur verehren sie kein West« »ebe» Gott, sondern ״scheuen auch falsche Eitze. E» finde» sich «Ar ihnen kei»e Mörder, ״keine Ehebrecher, keine Räuber, während chri dich« Wegelagerer nicht ״selten die Schwachen beraube«, hängen und blende«. jDie jüdischen ״Kinder «erden in Zucht und Gvitt-furcht erzöge», es darf ihae» «kein gemeines Wort entfahren. Die jüdische, Mädche» sitze» züchtig ״in den Häusern, während die christliche» sich über die Züchtigkeit ״hinwegsepeu. Ein Jude deobachttt gegen de» ander« brüderlich Gast- ״ftepnvschast, löst die Grfange»en aus, kleidet die Nagten und speist ״die Hungrige» Was den Borw»rf betrifft, laß die Juden vo» den ״Ehristen hohe Zinsen nehme», dagegen mein! der lüdtich, Sprecher, ״daß auch Christen Wucher treibe», und sogar »it Glaubensgenossen." S. Milchemet choba 20. Zunz berichtet vo« Mahril H. Jom tob. dasi.^)oseph Kimchi's Ueberreste in Mainz rufen, was aber DnkeS (Acht 00- 97) bestreitet Er hintrrlteß zwei ausgezeichnete Söhne, Mose und R- David. Die dankbaee Nachnell wandte auf letztem an: nun אין קמח אין dk Dr. <tza,a, ll. J«M 18«l.; Hie Inden auf nalional-ökonom sehen Gebiete. 11. ״Hier ist kein Rewto» und -rte«äud kan» in der ökono«tsche»wtste«scha ft eine solche Bedeutung in Anspruch nehiien, wie sie die Aa«dv»lt jene« großen Ranne tn I er Wlffeufchast de« llntversum« nachweiß. Aber ich behaupte kühn, hier ist »ehr, al« Aewtouiemal« geahnt h ä t." chroudtzo«. Avant Smith wird allgemein als der Vater!der modernen Nationalökonomie bezeichnet. Mit vollem Re hte kann! er aber der Schöpfer der systematisch-national-ökonomische» Wissenschaft und der größte Lehrer der staat-wissenschaftlichen Th!orte» de» achtzehnten Jahrhunderts genannt »erden. Smith» Erb! und würdigster Rachfoiger, der dessen Grundsätze und Ansichten ver »oUstäudtgte und weiter entwickelte, gleichzeitig aber die Prinzipien de« freien ipternationalen Verkehres auf neue Grundlage» gestellt, und endlich über die Besteuerung und den öffentlichen Credit, über Papiergeld und Bankwesen eine Theorie begründet ha», die ihn um Haupte einer besonder» Schule gemacht, war der 1« 19. April 1772 ia London geborene Jude: Da»id Sttcarbo! Es kann nicht die Aufgabe dieser Blätte ׳ sein, die Ricarvo'sche» großen »olkSwirthschastlicheu Lehre, hier darzu stellen. Damit aber die Bedeutung dieses Mannes, der zu Anfang unseres Jahrhundert» als Stern erster Größe am brittischen Wisst »schastshftnmrl glSnitr. klar hervortretr, will ich einige der über che von deuj bedeutendste» zu seiner und »och in unserer Zeit lebend«» Männern abgegebene Urtheüe, so «ie auch einiges au» seinem Leben, anführm. Di« jeder große Geist, der mit neue» - noch dazu ins praktische Leben tief eingehenden — Ideen auftrtt, seine! Bewunderer

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