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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1861-06-28 · 26 (28.6.1861) · p. Seite 203

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
2 (1861)
Issue
26 (28.6.1861)
Date
1861-06-28
Page
Seite 203 (sequence 3)
Language
German
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Mt, wahrlich wir Juden böten. durch,, dis.ttWem^l Unbilden und I Recht-Verkürzungen bi« ^a»E^e^tt«eÄ^'eM«^ schwerwiegenden Beleg dafür, wie verderblu»' dietirte«! Schlagwort zu wirke« sSAM HM»W^MaFAMfgrgr1'ffeue. wen« ' auch von der Gegenwar^hochgehattene I^mse scheint wenigstens be-; zügltch unserer EultBchMEdest Nt RIoK ^GG^ß4 »Om i e und darer «Ratio,alistrn»»4»K.mnu }ג \ Weit entfernt dtM^PrAiitisi«-ö»H fdekM? Mdchgeschränktestr« ' Selbstbestimmung der südifch^ «etNeiNbe^bsivl^pl sei», haben wir » es in diesen BlLttern wleidertzMeMlich au-gesprache». wie sehr unS! diese am Herzen liege. UM. »wer. der ei», wa«»S Gefühl für die : Ehre und Würde de» Jnd1,«hPP»L imsich bärgt ->sMr es nicht sehni lichst wünschen, daß die Berathunga» und BeßchiMsse im Gemeinde-! Hause ohne ehreakränkende Eingriffe uud.lästt^e.Bevormundung stattj baben, wie daß die Wahlen her Rfpr^eyta^tyi oss«e ungerechtfertigte i Intervention der Behörde vor sich gehen, d^ ^ener^die Administration unserer Institute — so lange wir alleiu^dssM Sorge tragen j müssen, auch von unS allein geleitet und besorgt werde. — Denselben Wunsch nach freier SelbstdiMgung haben wir^be^Üglich der Schul- und der Eultusangrlegm^eiten. — Ja. wir ssstd sticht einmal so kleinmüthig und verzagt wie Manche, die bei dem erste«׳ Frhlschritt, bei 1 dem ersten Straucheln in Folge der Beseitigung bes burraukratischen Gängelbandes sogleich ״Zeter' und «Hilfe" rufe«) well uns die feste j Ueberzeugung beseelt, daß so. wie Einzelne im Lebe» nur durch eige- > ncn Schaden klug werden,.f«. «nch ganz, Eprparationen nur durch Erfahrung zu Takt und Einsicht, gelangen, Erfahrung aber ist ohne freie Bewegung niemals möaltch.^ . .. Und dennoch ^abrn, w»r gegründete Ur^ache.'vor' der unrichtigen Auffassung de» Worte» Äuipuomie nachdrückliche r« warnen, peil diese ohne bestimmte L)r^aqjsation nicht1י bestehen, f£nn. Autonomie ist nicht mit Gillkühr und eiben so wtnig mir Regellosigkeit zu verwechseln. So lange eS keine festgezogene Grbnzlisise gibt. innerhalb welcher diese sreie^Thätigkeit ohne RachthE füt -le'Gesammtheit gestattet werden kann, so lange e» nicht allgemein gtltende Brstimmungen gibt, die, um ein Beispiel hervorzuheben/-die Wirksamkeit und die gegenseitige Stellung der'R-bbiue«, der Lshrep, unter elnander und zur Gemeinde regeln und sichern; so. lang« wird daS Wort Autonomie in der jüdische« Lommune mehs zu Unheil als zum Segen führen. Streit und Hader, Zerklüftung und. Zerspaltung werreu die einzigen sichtbaren Folgen diese» sonst so heilsamen u»d gerechten PrtncipeS sein. , Ein gleiche» Bewandniß hat cS mit der ebenfalls zur herrschenren Idee gewordenen sllationalisiruag. So gerecht auch die Bestrebungen. derjenigen sind, die sich dahin bemühen, die Juden Ungarn» zur Annahme der Sprache und Sitten de» Landezu bewegen, so darf dies doch nicht mit Verleugnung und Hintansetzung desjenigen geschehen, was unS als Juden ckaraktrrifirt und dessen wir uns durchaunicht zu schämet» brauchen. Man hat eSbereits wiederholentlich von christlicher und leider auch von jüdischer Seite gewagt, gegen die in der Synagoge gebräuchlichen hebräischen Gebeteso wie überhaupt ׳ gegen die Pflege der altehrwürdigen heiligen Sprache zu remonstriren. Uns hingegen und, wir hoffen, allen besonnenen! Männern deS FortschrittS muß dies als schr,Lender Mißbrauch »er.PatipnalifirungSidee bcdünken. Uebrrhaupt ist, jede eraltirte Auffassung dieses PrincipeS von großen Nachtheilen begleitet, während hie.vernunftgemäße Adoptirung desselben zum Heile׳ führt. Wir begnügen uns für diesmal damit, die dunklen Kehrseiten der beiden herrschenden Ideen: Autonomie und Nationalifirug flüchtig ^berührt zu haben, 1 und behalten unS vor', einige unmaßgebliche Ansichten brzüglich derselben gelegentlich nachzutrageir. ' ' ' F-n. Frir-e über Irrsrl.. , Mag «Lnultch kühn »ie Wissenschaft > sich trqjlcn weihen. Die Poesie sott weionch «itd ver- > % shhnon'tsie Parteien i , Ich möchte reden, reden Zu memrS Stamm'» Äenossen.^ 'י Ich möch^'kntdZminrn ׳Jeden, .! /ts 1 * *י jjj *ijf* .׳!1 יrf ^*|!4 * 1 *T ""spM"-.-.,. Ich möchte pp» Propheten D» Krch^M Wr^Ikid'P Und zu« Allerer», »rhlll., Er «öge «tr^ei«. . Und «Friede; Friede;׳ töne Au» m/ine» stades Schall«.; O mein,» LjoM S-Hß«. >t Seid U r st d e r Alle? — Dt« ihr da» M ^»llt lr«ch« Zu Ihch, ^,..Ltk,ye^ Heißt, Wie dürft «lü Haß shr traoks».. Mit vvldtkhaß, den ^<Aeist!. Die ihr de» Hächstß» Einheit Bereinigt sollt verkünden. Wie darf de» Frieden- Reinheit Aus eurer Brust rntschwindeu! — Ach, Juda ist gewesen Der Liebe Friedrnsbiik, Als Gott ups einst erlesen Zu seinen Boten mild. Ich seh' mein Volk sich,bilden .Im Schmuck der Hirtenfitten Auf Kanaans Gefilden , In Pattiarchenhütten. Des Frieden» Fürst und Meister. Der hohe Abraham, Er lenkt zu Gott die Geister Im schlichten, Hirtrustamm. Und als noch Wahn so mächtig Die Völker hielt umschlungen. Da ist am Horeb mächtig Schon ׳Gotte» Wort erklungen. Da ward daS Ziel auf Erden. Das hehre, un» allein». Ein einig Volk zu werden Ein Priestervolk zu seitl י— Ich seh' an MoabS Marb n Sie ruh'n, der Väter Worden; Sie sind zum einig starken, j Zu GottrS Volk geworden!. Co daß in FeindcS Mittet j ' - Ein Seher rief, ein Hld: ״Wie schön sind Jakobs Hütten Und JSrae'lS Grzelt!" — Und nun, ihr Lichtgrstaltrr, Ihr naht durch Harfen klängt -- Ich seh' nun David walte», Den König der Gesänge. Srh' dort auf golvuem Tlrone KohelethS Herrlichkeit; ״Schelomoh' trug die Krone In Juda's Diüthrzcil! " Wie rings die Beter wallli, Vereint zum Dienst de S Einen l Ich seh' in Tempel» Hallen Datreue,Volk erscheinen. Da klingen Psalmentöne Am hehren GotteSort, Da rufen Arons «öhne Verklärt ihr Friedens» or*. — . Und wie nun bald die; Ihr Priesterziel ctringen Und auf de- Friedens Bahnen Der Welt 6rkenntrtiß! ringen!

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