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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1861-05-24 · 21 (24.5.1861) · p. Seite 168

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
2 (1861)
Issue
21 (24.5.1861)
Date
1861-05-24
Page
Seite 168 (sequence 8)
Language
German
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>' 168 ״ — Srela»d »ad 2 in Tas«m»ie» (Ban Diemensland). — Ja das australtsch« Parlament, dessen Sitz tu Victoria, ist zum ersten Male eia JSraelite, Rattzaniel Lew i, aus Melbourne gewählt worden. — Zu Ballarat wurde am 25. Jänner d. Ider Grundstein zu einer Synagoge gelegt, «eiche 400 Pnsoaen fassen soll. Berichtig»»». 3» vor. Nummer Seite 154, Sp. -, A. 28 v. «. statt ״tiefen Nimbus" lie«: frühern Ntmbu«. — 9r Dringende Litte. "WU Der-Lehramts^Landirat Zneob König, Hörer an der Israel. Praparandie in Pest, ist seit 10 Tagen verschwunden, seinen Aufenthalt zu ermitteln ist bis jetzt fruchtlos gewesen. Die tirfbetrübten Eltern ersuchen flehentlichst Jeden, welcher eine Auskunft über den Vermißten zu geben im Stande ist, dies sobald als'möglich thun zu wollen. Zur Entgegennahme jeder Auskunft erbietet sich Li» Redaotion. Wachen-Kriltnder. Freitag 24. Mai — 15. Siwaa. Cennakenb 25. בהעלתך ״ .16= ״’'S שבת; Saft: t. 2, Danaerstag 30. ״ .21 ״ v- 14 — c. 4, v. 7; Perek 11: Orsrhichtl. Ardruktnge. 26. Mai 1438: Albrecht v. Oesterr., König v. Uagaro, setzt die uogar. Juden in die durch St. B6la'« Areibrief gewährten Rechte wieder ein- 30. Mat 1806: Napoleon beruft eine israel. Notablen«Bersammlung. TrwMM ra beiden isrwl. Tenixeln m Hut. tt. «tai: F. Johanna Steiner, H. Marton Steiner- — F. Fanny Knapp, H. Jacob Kohn Grüner- — F. Tatharine Münz, H. Leopold Deutsch. — IS. Mai: F. Läctlie Deutsch, H. Josef Stern. — F. Latharine Brau», H. Moritz Braun. — F. Josefa Sonnenfeld, H. Simon Pollak. — F. Io- Hanna Hirsch, H. Samuel Egerer. — IS. Mai: K. Lmilte Deutsch, H. Tarl Löwenstein. — F Jda Tflllag, H. Moritz Heidelberg. — F. Nettt Klein, H. Emanuel Letpniker. -- F. Regine Jda KoLtrwky, H. Ignatz Jona». — F- Rosalie Blaß, H. Bernard Pont. — F. Minna Bärmann, H. Josef Zimmer. — ro. Mai: F. Henriette Abele», H. Adolf Finaly. — F. Emma Berger, H. Moritz Lazar- — F. Johanna Spitzer, H. Ignatz Reiner. - F. Johanna Sattler. H. Philipp Fried. — F. Rosalte Rehberger, H. Josef Hirsch.-- F. Lharlotte Wolf, H. Earl HSlzl. — LI. Mai: F. Ludmilla Mandl, H. Sigmund Just. — F. Rosalie Glanz, H. Wilhelm Heitmann. — F. Bertha Bo-covttz, H. Jacob Sonnenfeld. — Offene Torrespandeuz der Redactirm. HH. O. R. F—l in Gr. K. u. F —» in K-: In den nächsten Blättern. — H. St—n in Pest: Ihre Novelle wird nicht verwendet. Ritri|c*ttnttr, Btrlcjtt wTcmnmtHOff JoMf Bfiraaam. Nekrolog. Während das Anrenken rer Männer der Thar, der Männer res Wortes von der dankbaren Mitwelt für die künftigen Geschlechter in Erz und Stein verewigt wird, ist es VaS bescheidenere Erbtheil der edlen Fraurn, die uns der unerbittliche Tov entfiihrt, nur in dem Geiste und im Herzen ihrer trauernden Umgebung als Vorbild und Muster fortzuleben. Unser Stäetcken, wie klein und unbekannt eS auch ist, war dennoch so glücklich, eine jener edlen weiblichen Perlen zu umschließen, welche den Schmuck und die Zierde ihres Geschlechtes zu bilden,pflegen. Frau Marie Adele (V'i 4סריס• אית) Kodak, Gattin unseres allverehrten Herrn Rabbiners vr. Josef Kodak, Prediger und Schul-Direktor der gefertigten Cultusgemeinde, lebte als gläubige Tochter Israels, treu nach den religiösen Satzungen; als Gattin jene unsägliche Liebe und Milde spendend, deren blos ein treues bochherzigeS Weib fähig ist, ihren Lebensgefährten unterstützend. erhebend und bei seinen literarischen Arbeiten freudig zur Seite stehend; als Weib bescheiden, anspruchslos und über ihre schwachen Kräfte mildchätig. — Es hat nun brr gütt'gen Fürsehung gefallen, dieses herrliche Wesen von uns. seinen trauernden Freunden, seinem erschütterten Gatten und seiner in Wehmuth aufgelösten Familie abzuberufeu! Sie starb, nachdem es ihr kau« vergönn« war die Freuden des Lebens kennen zu lernen, nachdem fie kau« ihr »eugeborues Töchterlein, die Frucht einer kau« Ilmonatlichen Ehe, an ihr brechende» Herz drücken kvoute Der am 5. d. M. stattgehabte Beerdigungsact war wohl der Einzige in seiner Art. een der hiefige Ort gesehen. Jedes Atter, jeder Stand und jede Eoufession war nicht blos zahlreich vertrete«, sondern aus der ganzen Umgegend kam Alle» trotz deS schrecklichstell Unwetters herbeigepilgert um der selig Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen. Herr vr Frankfurter, Prediger und Schul - Direktor in Bielitz, eilte auf die Nachricht dieses traurigen Todesfalles sogl ich herbei, um seinen unter der Wucht des Mißgeschickes erliegenden Amtsbruder zu trösten und trostspenrcnv seines Amtes zu pflegen. Seine kraftvolle. der Situation vollkommen entsprechende Grabrede war von erschütternder Wirkung. Nochmals rollte er vor unfern Augen die Verdienste, die edlcn Eigenschaften der Frühverblichenen auf. Nochmals legte er die Hand auf die tiefblutende Herzenswunve und dann träufelte er milden Balsam auf diese Wunde und in unsere Herzen, den Balsam der Religion! Er erzählte unS von dem Jenseits! von jenem bessern Leben, wo alle guten Seelen sich wiedersineen und wohin die Verklärte unS nur für eine kurze Spanne Zeit vorangegangen ist. — AlS nun der untröstliche Gat!» mit vor Aufregung, Schmerz und Gram zitternder Stimme seiner geliebten, brreits im offenen Grabe liegenden Gattin Worte des tiefsten Abschiedsschmerzes nachrief, da löste sich von allen Augen und Herzen ein Thränenstrom, wie ihn nur wahres Verdienst und wahrer Schmerz erzeugen kann. Nun hätten wir sie bestattet. Ein Haufe Erde deckt soviel Ingcnd, Güte, Milde und Tugeuo! Friede ihrer Asche! Doch wollen wir nicht schließen, bevor wir nicht nochmals Sr. Ehrwürven dem Herrn vr. Frankfurter den Tribut unserer Dankbarfeit unv Hochachtung für seine edle, mit Reisebeschwerlichkeiten verbundene und gänzlich uneigennützige Handlungsweise hiemit öffcntlich gezollt und den herzlichen Wunsch ausgesprochen habe», daß seine großen Fähigkeiten in Bälde vor dcr Oeffentlichkcit eben so anerkannt werken mögen, wie es bei uns der Fall ist. Cultns-Gemeinde AndrühM (GÄtzien). den S. Mi!861. INSERATE. ״ An der hiesigen israel. vierklassigen Primär »Hauptschule wird mit Heutigem der Concnrs für 5 Lehrerstellen mit dem jährlichen Gehalte von 550 fl., sowie der einer Lebreri« mit einem Fixum von 400 fl. für den mit 1. Oktober l. I. beginnenden Winter-Curs eröffnet. Bewerber um diese Stellen, die der uagartscheu, deutschen und hebräifcheu Sprache mächtig sein müssen, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche mit Befähigungsunv MoralitätS-Zeugniffen bis Ende Juli I I. an den Cultus-Dorstand portofrei einsenden. Sa ja, am 7. Mai 1861. 10—2 Der israel. Lultus - Gemeinde - Vorstand. Im Verlage des Unterzeichnete» ist so eben erschienen: צא י גד. וראינה Ein Erbairurrgs- und Nuterhaltungsbuch zunächst für Israeliten. verfaßt vo» Preis: 18 Sgr. — 1 fl. 6 kr. rh. 1 fl. 40 kr. österr. Währ. Fürth, den 17. Mat 1861. g. B. Gtudorfer. Eine besondere Ausgabe desselben mit jüdisch - deutschen Lettern, perläßt innerhalb eines Monats die Presse. 11—1 Pest 1861. Druck von Smil Müller, Dorotheagaffe Nr. 12.

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