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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1861-03-29 · 13 (29.3.1861) · p. Seite 104

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
2 (1861)
Issue
13 (29.3.1861)
Date
1861-03-29
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 »״־ Bayer». K. Der bereitin Ihre» Blatte erwähnte Antrag d«s Herr» Abgeordnete» »- Pa»r Sb» nnsere Verhältnisse ist von der Kammer der Abgeordneten dem zuständigen III. Ausschuß zuge- «lese« worden, der zum Restrente» desselben de« Abgeordneten Herrn Bürgermeister Münch ernannt hat. und der bereits dem Antrag zugestimmt, welchem Gutachten der Ausschuß einstimmig beigetreten ist. Der in dieser Ausschußsitzung anwesende Herr Staatsminister des Innern v. Neumayer ließ sich darin also vernehmen: »Die Staatsrrgierung erkenne an, daß das Edict vom tO. Juli 1813, inSbesondere über da- Matrikelmesen einer Revifiou bedürfe und daß der Paurssche Antrag sich innerhalb bemessener Grenze« halte. Inzwischen handle eS sich hier um eine sogenannte Zeitfrage, bet dereu Lösung die Stimme der öffentlichen Meinung ganz vorzugsweise zu berücksichtigen sei. und auch mit den zur Zeit noch bestehenden vorurcheilen sich abgefunden »erden müsse, lleber die gegeawärtige G telstmg der öffentlichen Meinung zu der angeregten Frage Zeugniß ab- -»legen, sei vor Allem die Volksvertretung berufen, und die Regiening habe demnach Bedenken getragen, diesem Zeugniß durch ihre Initiative vorzugreifen, nehme aber keinen Anstand zu erklären, daß im Falle der gestellte Antrag die Zustimmung des Landtags erhalte» sollte, ihm auch die Sanktion ^jtr Regierung nicht fehlen «erde! Im Anschlüsse wurde besonders-a«ch hervorgehoben, daß wenn auch in einzelnen Orten Befürchtungen oder Dorurtbeile bezüglich der angeregten Frage beständen, dem Anträge zolche Motive z« Grunde lägen, daß die letzter» bei Lösung der Frage als überwiegend erachtet werde» »tüffe» re. — Dieser Bortrag stand heute (deu 21. d. M.) in der 19. Sitzung der Kammer auf der Tagesordnung «ad wurde laut — eben eingelaufenem Telegramm der Antrag de- Ausschusses mttallen Stimmen gegen eine Minorität von MWch kurzer Debatte angeuommen. Nähere« später. Wird dem^ve« auch in der I. Kammer, wie zu erwarte« sein dürste, zugestimmt, wiewohl sicher- Lch nicht ohne heuten Kampf und Vorbringen harter Beschulv igungen Seitens mancher Mitglieder und Rarsten am Einzelnen. so haben wir dfchDlh einen^sthr bedeutende» Fortschritt gemacht. Nicht nur das beidtge Mntt'.mlwestn stlstt. stndmr» aach aW»-DHHMst»M» hn Wo- , -trieb der Hnndwerke und Gewerbe und die Beschränkung bezüglich ssvher Orte?A0 bisher noch keine Jude» wohnten. Das Wahlrecht zu Gefchwornen, snd der Einttitt in di« Kreis- und Laadesverttetuug ist «us bereits durch andere Gesetze zuerkanm. Freilich bleibt der Staatsdieust »ns «och versthioHu, aber die Zeit wird, so Gott will, bald «nch diese Schranke »«stürze«. Dir danken Gott um das- und bitteu ihn «n mehr. Nermischk Mchnchten und JaLrzeu. ». Ja der außerordentliche« Sitznag der k. Gesellschaft der Arzte »an Luda-Pest, am 23. d. M. las Herr Primararzt, Dr. R 6 zsai, »or einem zahlreichen Hörerkretse eine schöne Gekächtuißrede auf de» st» Augnst 184S »erstorbenen Dr. Ignatz Schlesinger. Anher de« rühmlichen Andenken, welches Letzterer als Arzt und Mensch Drickgeiaffen, ist es wohl «och in Erinnerung Vieler, daß er in stur»- bewegter Zeü Lorstandsmüglied der hkef. t-r. TultuSgemeiade gewefttt. Hl Waitzen. Der hier gewählt» Landtag-veputirte Ha jnik erklärte sich i« seiner Ansprache au die Wähler für Gleichheit in Rechten und Pflichten vor dem Gesetze «ad der Berfaffnag, ohne Rücksicht auf bürgerliche Stellung, Religion nad Nationalität. — Theresiopel. Am 17. v. Mstarb der diesige Rabbi««» Ltpmann Hirsch. Rühmlich ist das Benehmen der Gemeinde gegen seine mittellos zurückgebliebene Famllie. G ö « V r. I» de» Ausschuß dieses Lomitates sind auch 3 Israelttea gewählt »ordea. ----- Prag. Der böhmische Statthalter. Graf Forgäch, gab vor Kurze« seiner Gesinnung bezüglich der socialen Gleichstellung der Israeliten dadurch Ausdruck, daß er de» Oberrabbtner Rappop» ri und den israel. Tullns-Gemrtadevorsteher. E. Wehli, zur letzte» Soirse einlud. Elberfeld. Bei einer Eolleete zu« Bau einer Spnagogr sind von christlicher Sette Zweitausend Thaler beigestenen »ordeu. Einzelne-christliche'vtrger haben sich hiebet^utt huudert und hu«, derifünzig Thalcr bctheiligt. - Da» dnstkbst erscheinende ,Reformttte Wochenblatt" nimmt großes Uergerniß daran. A. Z. d. I. — London, »m 19. d. R erlitt We Mos. Rontefiore bei einem Gange dvrch Bryanstone - Sffmm: einen Unfall, welcher Hcht bedenkliche Folgen haben konnte, die aber durch Gattes Hilst abgewendet worden. Das englische Blatt theilt diese Notiz mit, «m die Besorgnisse jener Tausende, zu zerstreuen, welche auf den berühmte» Mann mit wohlverdienter Hochachtung und Verehrung blicken. <9 Tunis. In der vom B?p erlassenen Conflimtion (0.Nr.2 d. Bl.) heißt es rückstchDlch der Israeliten: ,Unsere israel. llaterthanen ,fallen nicht gezwungen »erden ihre Religion zu ändern, und kein Hin- ,drrniß in der Ausübung ihres Lultus erfahre»; ihre Synagogen sollen .respeetkrt und vor jeder Beschimpfung geschützt werden." — ,Im Falle ,die Gerichte über einen israel. Unterthan ein Sttafurtheil zu fällen ha- ,hrn «erden, so find auch israel. Beisitzer zuzuzichrn." (Arch. Jsr.) Woche»-Minder. Freitag 2S. März ---- 18. Nissan. Sonnabend,30. , — 19. , 'שכת ח״הם. Montag I. April --- 21. , שביעי של* פסח. Dienstag 2. , — 22. , .. , pinur הזכרת נשמות. Orochichtliche Oedrnktnge. 31. März 1492: Ferdinand u. Jsabella verbannen d. Inden a. Spanien. ivffe«« Sarrrfpondrnz der stedaetto«. Hr. ». n. L. i» St. Gallen: Sowohl Berichte als dl« angedotene, | Blätter find willkommen. — -Hr. Dr. 9t. L. in Elmshorn r Ll» längst adge- > sandte« Schreibe» scheint nicht angekomme« ,, stinr in de» nächste» Lagen folgt! et» ,weltes. — Hr. S. St. l« Bayern: Sie erhalte» hlnden Kurze« das G«. wünschte. — Hr. Nabb. Dr. ». G. l» P—,. Sied »«rwendet »nd die Uottleynng erwartet. — Hr. D. Vt. t, K—t: Das Gedicht kam z« Diät: der Beeicht Wird adgrdrnckt. — Hr. Stath. Dr. U. E. in H—er Nächsten« folgt et» ausführliche« Schreiben. — Hr. S. G. in L.r DK erw^ten Sftrre Berichte. — Ho. G. in S—n: Di» Briest komme» Nächste,«, da« and«» Mir» MM•**- »erwenbet. — Hr. I. K. in K-Yr Wir dachte» die Sache durch de» hWatz ^des Sohnes erledigt; ander»eittge Berichte »erden gen» venoendet. — Hr. y. 1t. in Pest: Für diesmal »» spät; Wird stdrigens »enützt. »rr»»N»»r«Uch«1 (ktoutow aa» *•MM**«! J*mt WHn»>■■ INSERATE. Das ungarische Gesangbuch für den tSrarl. Tempel: heransgegeben mit Mnsik vom Obercmtor IrredMnn, ist z» habe» bei M. S. L-wy's Sohm, Königsgass«. bet I. Rmtham, Dattzuerstraße «nd beim Heramsgeder, Tabakgasst (Kaffovitz'sches HauS> in Pest. fni» 60 «kr. 6-1 WHl, Äetne.?^itscKriff für d« Wissenschaft des ffubenthums. Redacteur: Rabbiner Dr. J. Kobtk. Jahrg.I.-. 1 Thlr. 18 Sgr. Jahrg. ll.: 1 Thtt.« Sgr. Iahrg. M: 1 Lhkr. Zu haben beim Redacteur in Amdrtcham (Galizien). Heft 1861. Druck ,»» E»tl Müller, Dorotheagase Nr. IS. I.

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