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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1861-01-25 · 4 (25.1.1861) · p. Seite 32

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
2 (1861)
Issue
4 (25.1.1861)
Date
1861-01-25
Page
Seite 32 (sequence 8)
Language
German
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—u 32 h— Wir glauben daß dieses Wenige schon genügt, die Angaben des ״neu׳ tralen Beobacbtrrs" als ungegründet zu widerlegen. Mehrere Vereinsmitglieder. Vermischte Nachrichten ui Nochen. 0 ״Magyarorszäg" vom 17. d. M. theilt den Wortlaut einer Adresse mit, welche die Pefter iSr. Jugend an den Herrn Ober »Rabbiner Löw in Szegedin gerichtet, in Anerkennung dessen, daß derselbe schon, vor Zähren daS Wort Gottes in vaterländischer Sprache zn verkünden begannen und niemals seine Anhänglichkeit an das Vaterland und dessen Sprache verläugnet hat. — Dasselbe Blatt vom 18. d. M. enthält einen Bericht über Mo.ritz Fischer, Len iSr. Gründer und Eigenthümer der berühmten Pprzellan- Fabrik in Herend. Ter Name, heißt es, hat unS Ehre gebracht. Die Er- Zeugnisse seiner Fabrik sind auf den Weltausstellungen zu London, Paris und New-4)ork durch Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet worden. Die Nachahmung LeS chinesischen Porzellans habe selbst die Bewunderung eines Alexander Humboldt erregt. Fischer'- Leidenschaft und Ehrgeiz bestehen darin, dem ungarischen Fabrikat einen Weltnamen zu erringen. ״Die Glaubensgenossenschaft dürfe Fischer mit Stolz ihren Angehörigen, das Land seinen würdigen Sohn nennen." — a. AuS Anlaß der unlängst vom ״>lagz,ar izraelita" angezeigten Uebersetzung des ״Lzozat" durch den tüchtigen Hebräisten Carl Fischer in Alt-Lsen muß bemerkt werden, daß die von M. E. Stern in Wien herausgegebene hebr. Zeitschrift ״Kochbe-Jizchak" bereitvor mehreren Jahren eine Uebersetzung desselben Gedichtes von vr. Schiller, vormaligem Prediger in EperieS, später Rabbiner in Manchester (England), mitgetheilt hat. — O Di« Municipalität von Lyon hat der jüdische« Gemeinde daselbst ein werthvolleS Grundstück zum Geschenk gemacht um eine Synagoge und > Schule zu erbauen. — Es ist dies um so bezeichnender für da- Verhältniß! der Juden zu ihren christlichen Mitbürgern, als Lyon gewöhnlich daS Boll» werk deftanzösischen Katholicismus genannt wird. — (Univ. iSr.) * Nach dem ״Educatore Israelita" sind von italienischen Juden 10.785 Lire zu Gunsten der syrischen Christen subscribirt worden. Wachen-Kalender. «freilag 25. Jänner — 14. Schebat. Sonnaöeni) 26. שבת פ' כשלה ״ .15 — ״; Hast: B d. Nicht, c. 4, Donnerstag 31. 4 .« ״ .20 — ״ — c. 5, v. 31. CrannngtR im israelitischen Callas-Tempel 30 Pest. 10. Jänner: F. Julie Kopperl — H. Simon Grünwald. 13. ,, F. Antonie Lohn — H. Heinrich Winter. 20. ״ F. Laura Buxbaum — H. Josef Pott. F. Antonie Pollatsek — H. Hermann Tescher. F. Sophie Koralek — H. Salomen Kögel. »ffene iint(fitiet) »er Mtdita. Hr. P. in K.: Die Replik des Hr. I. G. ist zu lang. — Hr. Dr. S, iu S.: Ihr Bericht erscheint nächstens. — Sigenihümcr, »*rantttortlüfcfi Kcbactmr tub Her»u«geber: Jntf Rärmann. INSERATE. SikloS. In die Wahl-Commission der hiesigen Commune sind auch der Bezirks-Rabbiner Roth und der iSr. Cultus-Vorstand Or. Schulhof berufen worden. Ersterer genoß auch die Ehre, an dem ScrutinirungS- Comite Theil zu nehmen. — s. Ter bekannte Saroser Vorgang macht noch immer in den Blätlern Mel von sich reden. — Die ״Araber Ztg." bringt einen von zwölf ehrenwerthen christlichen Bürgern an den ComitatS-AuSschuß in EperieS gerichteten Protest gegen daS Verfahren deS Stuhlrichters Jräuyi. — Die ״Ostd. Post" berichtet, daß 45 in Wien studizende Ungarn Sr. Epcellenz dem ungarischen Hofkanzler Baron Vay eine Vorstellung, als Ausdruck ״ihres tiessten Unwillens" unterbreitet haben. — Hingegen theilt letztgeuanntes Blatt, so wie auch ״Pesti Hirnök" eine Erklärung de- Säroser ComitatS-MagistratS mit, wonach sämmtliche Angaben der Blätter — mit Ausnahme der Strafe selbst — unrichtig wären, und der Magistrat da- Verfahren seines AmtSgenossen Jränyi in allen Details und allen Folgen als das feinige bekennt. — Ostermelrl. "ErD פסח מעדול1 Wir geben hiedurch den resp. iSr. CultuSgemeinden zur Nachricht, daß in unserem Dampsmühl-Etablissement vom 20. Jänner d. I. an, Vstermehl, unter besonderer Aufsicht des ehrwürdigen Altofner Nabbiaotr ^»«gefertigt, und mit dessen Siegel versehen, wie in früheren Jahren, wo wir uns eines zahlreichen Zuspruches zu erfteuen hatten, zu haben sein wird. Da wir bereits mit der AllssNtk Cultusgemeinde die Lieferung ihres diesjährigen Bedarfs abgeschlossen haben, so laden wir hiemit die iSr. CultuSgemeinden in Ungarn, Mähren, Böhmen, Schlesien, Galizien, höflichst zu Beziehungen ein, indem wir um baldige Erlheilung ihrer Bestellungen ersuchen, damit wir alle eingehenden Aufträge rechtzeitig auszuführen im Stande sind. DaS ״Ostermehl" wird zu unseren!>ti AdskNdlMg bestehenden Mehlpressen mit Zuschlag von 20 kr. ö. W. pr. Centner für ritualische Aufsicht und Unkosten zu haben sein. Ofen, den 15. Jänner 1861. DäkÜtk 6 cS0!)ttC, 2—1 Dampsmühlbefitzer. CsongräL. Die in der vorwkchentlichen Nummer unseres Blattes nach ״Vasärnapi Ujsäg" gemeldete Wegweisung eine« Israeliten au« der Comitats-Bersammlung zu H. M. Väsärhely hatte, wie dasselbe Blatt nun berichtigt, nicht in dem Bekenntnisse des Betreffenden ihren Grund, sondern in dem Umstande, daß derselbe vor einiger Zeit eine 16monatliche Unter- > suchungsbaft überstanden. — * Herr Eduard Todes ko, öffentl. Gesellsch. des Hauses ״Hermann Totesko's Söhne" in Wien hat in Anerkennung seines vieljährigen verdienstlichen Wirkens den Orden rer eisernen Krone III. Classe erhalten. 0 Hamburg. Herr-L. KönigSwarter, hiesiger General - Consul des Schach v. Persien hat von diesem die Insignien des Sonnen-Ordens erhalten. — 0 In der freien Reichsstadt Bremen, aus deren Mauern so viele Jahre hindurch die Israeliten ausgeschlossen waren, leben gegenwärtig 20 jürische Familien, die sich durchaus nicht über üble Behandlung von Seste der Bürgerschaft zu beklagen haben. — (A. Z. d. I.) — Auch aus Norwegen, woselbst seit Aufhebung der früheren Gesetze sich emige Israeliten schon angesiedelt haben, dürfte bald die Bildung einer Gemeinde zu berichten sein. — * Unter 61.832 Einwohnern der Stadt Hannover werden 1125 Israeliten gerecknet. — Josef Holländer in Pest, Ilsnigsgasse Nr. 6, empfiehlt nachstehendes Berzeichniß von Gllllliitme-, Möbel- und Drechsler- Maren, als: Mahagony-Tischt mit Rosenholz-Einlage; Palisander-Tische, echte, Rosen- Holz; runde Tabonret-Tische, Nuß-Palisander; Bilder-Tische, neuester Art; eingelegte Tische, Perlmutter-Gemälde: Damenkörbe, Palisander mit Seide; runde Tische; Damen- und Herren-Schreib-Tische; Buffets mit Marmorplatten; Buffets-Credenz; Toiletten - Commoden mit Marmor; Silberspiude mit Glasthüre; Betstühle; Etagere; Bücherstelleu; Theei Tische, zum Auseinanderziehen, dreitheilig; Tische, gemalte, mit Einrichtung;; Näh-Tische, Tamen-Schreib-Tische, gekehlt mit Drechslerarbeit, neueste Art; ' Noteu-Stellagen; Feldsessel mit Teppich; Lehnsessel mit Teppich; Comptoiri Stockerln; Wasch-Tische, ganz neue Art, zum Auseinanderschrauben mit Kanne und Lavoir; Blumen-Stellagen; Arbeitskörbe; Lesepulte; Spnckniipfe; Biolill-Stellagen; Rauch-Tische neuester Art, zu 12 Pfeifen Tabak- und Cigarrenlade.! Ferner empfiehlt derselbe alle Gattungen Butter-MaschilltN, viele verschiedene! nette und geschmackvolle Drechsler-Arbeiten und Galanterie-Waaren: Chatoullen, Rafir-, Schreib-, Nähu. Zucker-Dosen; alle Gattungen Stöcke, Pseiseuröhre mit Bernstein, Schachfiguren und Brett, Puffspiel, I Domino, Kegel re. rc. 1—9 Pest ltztzl. Druck von Carl Verser, obere Donauzeile, Nako'sche« Hau« Nr. 10.

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