Allgemeine illustrirte Judenzeitung
- Journal
- Allgemeine illustrirte Judenzeitung
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- 3 (18.1.1861)
- Date
- 1861-01-18
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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alle auf die Israeliten bezugnehmenden Stellen Vieser trefflichen Red« mit begeisterten Zurufen aufgenemmen wurden." O «u« EsSUgrad, schreibt man der ,/Vasnrnapi Uffüg" unterm 13. Dezember: Unser Aomitat hat sich rekonstituirt, und auch wir haben die an der KomitatS-KommisfionS-Bersammlung cheilzunehmenden Mitglieder hier in CSongr-id, mittelst Volksversammlung unter dem Borfitze deS Herrn v. Rüuay, gewählt. E« ist hier ein angesehener israelitischer Einwohner, Jakob Schwab, der in Hinsicht seines Bermögen« und feiner Bildung in jeden Zirkel Zutritt erhalten kann; dieser wurde vom Volke in die konstituirende Bersammlung in H.-M.-Büsürhely gewählt. Doch wurde hier der vom Volke gewählte, allgemeines Vertrauen genießende JSraelite btoß deshalb, weil die Gesetz« vom Jahre 1848 den Israeliten daS Bürgerrecht noch glicht ertheilen, aus die Reklamation Einiger einfach auSgestrichen, und Jakob Schwab mußte beschämt heimkehren. — In anderen Konntaten verfährt mau in dieser Hinsicht viet liberaler. Rur zu bedauern ist eS, daß gerade CSougrüd, welches für eines der magyarischesten Komitote Ungarns gilt, eine bedauerlich« Ausnahme macht. Solche leichchin gemachte Demonstrationen können Rückwirkungen Hervorbringen, deren Resultäte wir 11 Jahre hindurch zu fühlen genügend Gelegenheit hatten. Seien wir billig und gerecht, und führen wir keine Scheidewände aus zwischen den verschiedenen unter uns lebenden Ratioualitäten. Zemplin. Bei der Reorganisation deS hiesigen ComitateS signrirtrn allenthalben Inden, sowohl als Deputirte der Ortschaften» wie auch als Mitglieder der permanenten Commission. Wir erwähnen vorzugsweise die Herren: Dr. W. Schön, Dr. Ungar, Dr. Thomas, W. Schwarz, Rasenwald rc. x. Herr Dr. Schön wurde zum Honorär-PhyfikuS gewählt, auch als Bezirksärzte amtiren eisige Israeliten. — Herr W. Schwarz war im vergangenen Sommer Führer und Sprecher jener Depntation, welch« im Romen der JSroelüen zur 300jährigen Jubelfeier der Res. Hochschule in S. Patak erschienen war und d«S herzlichsten Empfange« von Seiten.der daselbst anwesenden geistlichen und weltlichen Notabilitäten sich zu erfreuen hatte. w. (Israel. Gymnasialschüler.) Dem in der Un^anifcheu Akademie gehaltenen Vortrage de« gelehrten I. Hunsaldy, entnehmen wir folgend« statistisch« Date». Unter 12,161 Zöglingen, welche im Jahre 185V, die damaligen im eigentlichen Ungarn (Wojwodina und die übrigen Rebenländer nicht mitgerrchnet) bestandenen Gynmofien frrqnentirte», ara« reu 666 Israeliten. ES kam je ein Gymnafialschüler aus 808 R. Latholiken, 667 Evangelische h. C., 43L Evaug. A. C., 2501 n. nn. . Griechen und 583 Israeliten. Im Jahr« 1858/9 waren an 84 Gymnnsten im eigentlichen Ungarn, über welche der Berichterstatter Daten gesammelt» 14,959 Schüler, darunter 1228 Israeliten. O- TtMWW. Die Vorsteher der israelitischen Gemeind« der Stadt ---Tarno« ersuchen den Krakauer ״CzaS" um Veröffentlichung folgenden TelegrammeS an die polnische Deputation: _ Sr. Durchlaucht, dem Fürsten Ladislaus SanguSzko iu Wien. Die israelitische Gemeinde von Tarnew hat zu spät von der Absendikng der galizischen Deputation um Erlangung der nationalen Autonomir erfahren. Der hiesige Magistrat hatte e« unterlaffen, sie zur Dahl der Deputirteu aufzufordern. Wir beeilen uns deswegen, die hohe Deputation zu benachrichtigen. Laß wir ihr durch eine schriftliche Adresse, welch« wir ver- , mittelst der Post überschicken, beipflichten. Die Vorsteher der israelitischen Gemeinde. o Ei« ne« Morlara-Geschichte. Die ״Nord. Biene״ bringt folgende Mittheilung: ״In jüngster Zeit hat sich in Litthaue» ein Vorfall ereigntt, welcher lebhaft an die Mortara-Geschirbte erinnert, aber unter Um, ständen, welche die Schuld der Theilnchmer noch vergrößern. Im Gouve» nement Kowno, im Nowoalexandrow'schen Kreise, lebt in einem Dorfe nahe öemGute Dussiati seit einiger Zeü rin Jude, Namen« Biuel Mendak, mit seiner Familie, einer Frau mit drei Töchtern. Am Samstag Abend vom 19. auf den 20. Oktober v. I., als die Familie Mendak« sich schon schlafen gelegt hatte, wird plötzlich die Thür, welche verriegelt war, durch einen heftigen Schlag von außen geöffntt und in die Wohnung dringen vier Kerle, Bauern au« einer benachbarten Gemeinde, welche sich auf die älteste 15jährige Tochter deS Juden stürzen und sie zur Thüre zu schleppen suchen. Da« Geschrei der Eltern aber und der heftige Widerstand der Tochter veranlaffea die Räuber, sie loSzulaffen; darauf ergriffen.sie die zweite zehnjährige Tochter MendakS, Zipka, und verschwinden im Augenblick mit dem armen Opfer auf einem Fuhrwerk, daS sie erwatttte. Der unglückliche Vater, zur Rtttung seiner Tochter herbeieilend, wurde durch einige Schläge zu Boden geworfen, sammelte aber doch seine letzten Kräfte, um die Räuber zu verfolgen. Vergeben« aber suchte er die ganze Nacht; ohne seine Tochter zu finden, mußte er allein zurückkehren. Am 22. Oktober Morgens erfähtt der Vater de« geraubten Kinde«, daß dasselbe in dem Flecken Komajach bei dem katholischen Priester MaziewSky festgehalten werde. Die Eltern eile« dotthin, aber weder Bitten noch Thränen bewegen denselben, die Tochter wieder herau-zugeben; e« wurde den Eltern nicht einmal erlaubt, sie zu sehen. Herr MaziewSky behauptete, wie e« zu erwatten war, daß das Kind selbst nicht zu den Ettern zurücSehren wolle und den Wunsch habe, den kotholischeu Glauben anzunehmen. Der Jude Mendak hat über alle« Borgefallene der Obrigkeit berichtet und e« ist kein Zweifel, daß er eine formelle und den Gesetzen entsprechende Resolution erhalten wird. v. Köln. Der neue Tempel ist vollendet. Da« vergoldtte Dach mit dem DavidS-Stern ragt 158 Fuß über dem ersten Stockwerke empor. Die Ringe um die Mittelkuppel find reich vergoldet. Die Malerei im Innern ist köstlich, wie deuu die ״Kölnische Zeitung" den Tempel überhaupt eine« der schönsten Gebäude der Stadt nannte. * Kopenhagen. Der hiesige Rabbiner, der rühmlichst bekannte Dr. Wolf hat einen Ruf nach Amsterdam erhalten, denselben jedoch obgelehnt. * Tunis. Der Chef-Arzt de« Dey, ein JSraeltte, Dr. Lambruso hat jüngst in ftanzöfischer Sprache ein Werk unter de» Titel: ״Lettrea medico-atatistiquea 8ur la regence de Tunis" über Klima, Bevölkernng, endemische Krankheiten, überhaupt über die SantiätS- Verhältnisse des Landes, veröffentlicht. — (Je«. Chran.) Woche»-K»1t»der. /reitag 18. Jänner — 7. Schebat. Sonn*6enö 19. שבת פ‘בא ״ .8 ״; $«ft: 3*«*.t.4«, *.!»-«8. Donnerstag 24. ״ .13 ״ Geschichtliche Gedenktage. 19. Jänner 1803: Starb Dr. Markus Herz in Berlin. 23. ״ :1167 ״ Abraham Abea-Ezra. Cigart»ftaKT, ximIWBMh Mcfeactrwr aafe ^etnlfrtn•. J—rf ■bwn. INSERATE. Joses Holländer in Pest, rksnigsgaffe Nr. 0, empfiehlt nachstehende« Berzeichniß »Sn Oläluckrir-, Möbelnnit Drechsler-Waarell, al«: Mahagoh-Tische nnt Rosenholz-Einlage; Palisander-Tische, echte, Rosen- Holz; ruube Tabouret-Tische, Nuß-Palisander; Bilber-Tische, neuester Art; eingelegte Tische, Perlmutter-Gemälde: Dameuftirbe, Palisander mit Seide; nmbe Tische; Dame«- und Herreu-Schreib-Ttsche; Bissetmit Marmorplatteu; Buffet--Erebeuz; Toilette« - Lommodeu mit Marmor; Silberspiude mit GlaSthüre; Betstühle; Etagere; Bücherstelle«; Thee- Tische, zum AuSrinanderziehen, dreitheilig; Tische, gemaüe, mit Entrichtung; Nih-Tische, Dmueu-Schreid-Tische, gekehtt mit Drechslerarbeit, neueste Art; Noteu-Stellage»; Feldseffel mttTeppich; Lehuseffel mit Teppich; Lomptoir- Stockerl»; Wasch-Tische, ganz neue Att, zum AuSeinonderschrouben nnt Kanne und Lavoir; Blumeu - Sttllageu; Arbeitskörbe; Lesepulte; Spuckuäpfe; Liolill-Stellagen; Rauch-Tische neuester Att, zu 12 Pfeifen Tabak- und Cigarrenlade. 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