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Allgemeine illustrirte Judenzeitung · 1860-12-21 · 21 (21.12.1860) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine illustrirte Judenzeitung
Volume
1 (1860)
Issue
21 (21.12.1860)
Date
1860-12-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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, Allgemeine Eigentümer, verantwortlicher Redactenr und Herausgeber: I0Sk/ HllNNNNN. Atkustrirte Zudenzeitung. Trscheiut jede» Freitig. ^״> Prällimer-tionsprei,: Man pränumcrirt im BerlagS-Vomptoir Arinvi« . Bicrtclj.if'rig . . ' . . 2 fl. Lest. Währung Gaffe im Hctcl Europa, io allen Buitbandlungkn j P Cft, UM 21. CCClltflCr 1860. 1 ^jltWbriä ...... 4 ״ •יי de» Ob« und AuSlantc« und d«i allen Poftämlern. T } r Ga״z,adrig .8 fl. ״ Mit 1. Immer 1861 beginnt der zweite Jahrgang unserer bis jetzt in den weitesten Kreisen beifällig anfgenonnnenen Zeitung. Unverändert in Tendenz, Forniat und AnSstatkniig soll der neue Jahrgang, doch in Berug ans Reichhaltigkeit des Stoffes, rasckcS und umsicktiges Eingehen auf die wichtigsten daS Judenthum aller Staaten und Länder, nämcntlich aber unseres enger» üngarisckcn Vaterlandes betreffenden TagcSfragcn und Angelegenheiten einen sichtlichen Fortschritt bekunden. Tiefe» Zweck zu erreichen,. haben >pir es abermals an Mühe und Dpfern nicht fehlen laffcn, neue und anerkannte literarische unk artist>sche Kräfte für unser Journal zu gewinnen, während eS uns gelungen ist, die!bisherigen Herren Mitarbeiter zu fleißiger», gesteigerten Leistungen, für die Zukunft zu veranlassen. Solcherweise kann es keinem Zweifel unterliegen, daß die folgenden Blätter an Werth und Mannigfaltigkeit des Inhaltes de» bisher erschienenen nicht nur nicht nachstehen, sondern sie noch um Vieles überbieten werden. AuS diesem Grunde rechnen wir auf eine fortgesetzte Geneigtheit und warme Thcilnahme des i\ T. Publikums, das wir zur baldigen Anmeldung des NtUtU AboilliemcnlS hicmit ho fl ich st anffordcrn. Tie ״Allgemeine Jllustrirtc Judeiizcituug" erscheint nach wie vor jeden Freitag einen Bogen Großformat. Ganzjähriges Abonnement 8 fl. östcrr. Währ. — Halbjähriges 4 fl. österr. Währ. Für diejenigen T. Abonnenten, deren Abonnement mit letztem Jänner 1861 ZN linde geht, ist der PrännincrationS-Betrag:;")Monatlich (Februar — Ende Juni) .i fl. .44 kr. östcrr. Währ.; — 11 monatlich (Febrnar — Ende Teeember) 7 fl. .‘>4 kr. östcrr. Währ. Pest, im Teccinb-r 18M. Der L)ercN1Stscl1er der ״Allgemeine» Allollrirten Alldriizeitnng." Löw Kchwab. Liographischc -Skizze non D. (Forlsetzmig.) Damit war eigentlich die Versaniinlniig zu Ende; ein Theil der An wesenden, darunter Schwab, kehrte in die .Heimath zurück. — Horowitz, von allen Seiten mit Vorwürfen .überhäuft, daß er ünnützerweise den weiten Weg habe machen laffcn, redigirte, nur um den Schein zu retten, im Vereine mit einigen noch Zurückgebliebenen ein hebräisches Rnntschreibe», worin, nebst dem Bedauern, daß zur diesmaligen Versanimlung keine genügende Zahl von Thcilnehnicrn erschienen, die Hoffnung auf ein demnächst zu veranstaltendcs großes allgemeines Eoncil ausgesprochen lind außerdem ein Projckt empfohlen wird, wonach in den 4 Landeskreisen wieder Separatversammlungen abznhaltcn und Commissionen aus je drei Rabbinern zu wählen wären, deren Beruf es sei, Prüfungen vorzunchmen, Tipleme zu ertheilen, Schächter zu überwachen, Streitigkeiten zwischen Gemeinden und Rabbinen zu entscheiden u. s. w. — Von Laien-Betheiligung hiebei so wie bei anderen Angelegenheiten ist 'keine Rede. Hingegen wurden einige halbe Worte über Schulen und Gottesdienst aus Schwab's Antrag eingeschaltet und eine Ermahnung gegen Wucher und Betrug in so taktlosen Ausdrücken beigefügt, daß es uns verdienstlicher erscheint, daS Aktenstück der Vergeffenheit, welcher es seitdem heimgefallen ist, nicht durch fernere Besprechung zu entziehen. — Wie sehr Schwab'S Anträge aus richtiger Erkenntniß der Verhältniffe und der 'damaligen, zum Theil noch gegenwärtigen Erforderniffe gestoffen, bedarf keines langen Nachweises. — ״Competente Collektiver- ״klärungen über die religiöse Verpflichtung der Juden daS Gebot der ״Nächstenliebe auf Nichtjudeu auSzudehncn, und daS Land daS sie aufge- ״nommen al» ihr Vaterland zu betrachten," findet Joseph Wertheimer noch im Jahre 1660 nickt überflüssig, ja er spricht daS Verlangen darnach als ״frommen Wunsch" in seinem neuesten Jahrbnche ans. — Ein von sämmtlichen Rabbinern approbirtcs ReligionSbuch war für Ungarns Judeuschaft im Jahre 1810 von besonderer Betenlnng. Sckwab'S Absicht war hiebei gewiß nickt ein anderes ״Bne- Zion cinzuführcn, einen amtlichen Katechismus den Sckulen und Lehrern aufzudringcn; eben so wenig, als cs ilnn 10 oder 12 Jahre später in den Sinn kam, aus seinem Manuscript, wonach er,den iSr. Gymnasialzöglingcn Religionsvorträge hielt, ein behördlich sanctionirtes Schulbuch zu machen; wozu ihm um so mehr Gelegenheit geboten war, als von Seite der Regierung selbst, nachdem sic über verschiedene Untcreichtspläne und Neligionslehrbücher Schwab's Gutachten abgcfordert und gelesen hatte, der Wunsch ausgesprochen worden, ״daß der als Theologe sich auszeichnende Obcrrabb. Löw Schwab ein ior. RcligionSbuch abfassen möge." — Die von uns angedcutete Wicktigkeit cines von sämmlichcn Rabbinern approbirten Religionsbuches geht schon aus de» Worten hervor, womit Schwab cs näher bczeichnete, ״als authentische Quelle woraus der Nicht- ״israelite sich wahre Kenntniß von dem Geiste und Gehalte unserer heiligen ״Religion verschaffen könne", und leuchtet ans den ersten Blick Jederniann ein, der das Gewicht jener verhangnißvollen, so vielen ungarischen Gesetzen, und'leider auch noch denen des Landtages v. I. 1847 8 angefügten Klausel betreffs der ״gesetzlich recipirten Bekenntnisse (türvön^crsvn bervctt v.alläsokj zu würdigen weiß, mit welcher Klausel allein schon die RecktSverkürzung der Juden ausgcsprocken war. — Gleichstellung der Israeliten mußte in Ungarn vor Allem Einreihung der iSr. Religion unter die recipirten Bekenntniffe heißen; dazu aber hielt ein großer Theil der Legislatoren eines Landes, welches Vorzugsweise daS historisch-conservative genannt werden durfte, nach dem analogen Vorgänge von Seiten der anderezi »katholischen GlaubenSpartheien ') Siehe Nr. 1 — 8, 10 - 12, 14 — 17, 19, 20.,

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