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Der jüdische Handwerker · 1936-06-01 · 6/7 (6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
6/7 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Aus dem Jüdischen £e4ea Julius Brodnitz Der «-r-.tr \ in sitzende des Cent ra Iv «•roilis der Juden Iii Deutschland. Jiisti'zrut |)r. Julius B r n «I n i l /., ist un den Folgen «'im-. Aiilo-Liiifaljs um l~. Juni Verstorben. Die Nachrichi \<ni dem Ahlchen <lcs verdienten. | jüdischen l'i rsönlichkcit im Leben der Ii,ii in allen jüdischen Kreisen jüdischen stets cin- I ii Ii i crs. der eine zentrale Jiulenlieii Deutschlands wat niederschmetternd gewirkt, l)i<- zahlreichen Körperschaften, mii denen der Verstorbene in sntzbereiter Mitarbeit verbunden wur, hüben Troiier-Kiind'- gtuuingen erlassen; in denen /um Ausdruck kommt, u ie schwer die Juden Deutschlands den Verlust \i>n Julius Hrodnil/ t iii|>l Millen. AU Nachfolger vqii Eugen Tuelis Übernahm er 1920 den Vorsitz des Centralvereiirs,den er l»is /u seinem Ableben' l(> Jahre innegehabt hat. I nicr seiner Leitung wurde der Central verein zur grüßten und hedeutiingsvollsten jüdi- Jüdisches Jugendheim Bröltal-Haus Ann Sonntag, dein 24. Mui 19%, wurde dujüdisch«1 Jugendheim Brö l t u I-II a Urs l>ei Köln nnl net. das muh Rcichsausscbufl dei jüdischen Jiigbndvcrbünde übernommen und eingerichtet worden ist. Das Jugendheim ist \mi den zuständigen Behörden als I eliiTnai liluii^-lii iin Im die jüdischen JiigciHl verbünde genehmigt und wir«! I.en jüdischen JIlgen«!liehen Westdeutschlands als Matte di r Erh«tluiig und der Schulung dienen, Die 1 eliernalime des Jugendheims M ui di durch dem hVichsuu.ssfhuli der jüdischen Jt gcndvefbüii<li eh i-ii I -i heu Vereinigung, innerhalb der Judeuheit Den Nach 19*3 ist es vornehmlich seiner Initiative /u \ dull der /.iMilralaiisschuli hin die Heiehs\ei l i et u llf I i.lieii iritten. für Hille und Aufbau und späterd der Juden tu l)«Mttsi Ischl, inds. Iii,Ulken, laii.l An die Juden in Deutschland! Mit lief ein Schinerz beklagt <lie jüdisch« Welt die tnaflluse. oft \erliie< hei isehe Bedrohung, der unsere friedlich« Vufbaiiarbeit in I re/ Jisruel seit Wochen ausgesetzt ist. Menschenleben sind /.Uli) Opfer gefallen.. Weite, die in mühseliger Anstrengung geschaffen w'iirilen, sind vernichtet wurden. Angriffe und Gewalttaten können uns Juden nie davon alihalten. unser Recht auf die Krrichtuiig der jüilisch-nationalen Heimstätte in Palästina zti vertreteiL Sie köni eii unsere Verbundenheit mit den Brüdern in In/ jisrael und mit dem Werke des Aufbaunur stärken und festigen. Das soll auch jetzt unsere Antwort sein. Wir vollen alle Kräfte zusammenfassen. W ir fordern jeden, der schon bisher mit seinem Beitrag zum keren Hajessod der Verpflichtung gegen Ercz Jisrael Ausdruck gegeben hat. auf. durch einen Sonderheit rag von wenigstens einem Viertel seiner regeleiue gnißzügige Zuwendung des Prciißi« Verbundes jüdischer (teii|«'.in«leu ermöglicht. Dlniu-bin haben einige Gemeinden des llheittlaiides, vor allein Idie Gemeinde Köln /in Durchführung des Projektes geholfen. Die Eröffnung des Jugendheims fah«! durch eine schlichte Feierstunde statt, au der \ertreter der w«■sl«l«"ntschen (>enleiriden und der beteiligten Jugend verbände teilnahmen! Dir Vorsitzende des R«Mehsausschu$ses dankte all den Kürix-i schalten und Persöllli«-Jik«-iten, die durch ihr« tutige Hille und Mitwirkung da/u beigetragen haben, der jüdischen Jugend eine Heimstätte Kit s*>haffeii und übergab du- Heim dem LandesatisschiiH der jüdischen Jugendverbünde Rhein luud-W estlaleu zur Betreuung. Dei -te!l\ertretende Vorsitzende der Kölner «Gemeinde. I*'. Jonass, brachte die besondere Verbundenheit der kölner Gemeinde mjt>dcni neuen Jugendheim zum Aüstnrück. Im Auschlirfl an die Eröffnung fand eitle Bcsiebtigtnig des in landschaftlich reizvollster I in gfhllllg gelegenen Hauses siatt. * W v - Auswanderungs-LehrgutGroß-Breesen , Die Prcsscahte ilung der Reichsvet 111 I nng" der Juden in Deutschland teilt mit: Wie uns die Leitung des jüdischen Atiswaiul«*rerlehrgtites G-r oH-Br eesen ptittcilt. besteht die Möglichkeit, zunächst Hoch einige Schüler im Aller von l"> Ih Jahren, auch Mätbhen soii 14 Jahren ab •lul/uuehiiien. Fragebogen können unter Beifügung von f reiportu bei der Verwaltung GroH Breesen, Piist Obern igk i'i Seh I es i e n ■ itiigefordi'.ri wilden. . mäßigen Zeichnung mitzuhelfen, dal! der friedliche, gegen /")//» i-lilfa" iiieinuiiil gerichtet«! Aufbau Palästinas, das Raum lür Juden i/UIG nilJG und Araber hat. gesichert und fortgesetzt werde. Die. welche sich bis jetzt unserem W< liutten, rufen wir in dieser Stunde auf. sich mit uns anzuschließen. W ir zählen auf alle. ihre ke ferngehalten ui Opfer tinaw erk' Die Juden Deutschlands sind mit dem Palä unlöslich verbunden, ihre Cedankeii weilen in SjrgC und l.it-be bei Brüdern und Schwestern, Ivltern und Kindern in I rez Jisrael. Ihre Hoffnungen sindauf den Kpr(schritt unserer Arbeit gerichtet, ungchürl »erhallen w ird. Wir wissen, dafl unser Ruf nicht DAS PRÄSlülli.M DES KKRKN HAJESSOI) Handwerkliche Ausbildung in Palästina die Ja Ii re d iliV~fT5icli im Bau befindhandwerkliche AusJ>ildiingsstätte (Ter-Jugend-Alijah in Im Herbst liehe l.agur eröffnet, die den Namen ,.L u d w i g - 'I i <• t / l.e Ii r w e r k > i ii i i e" tragen i wird. Aii der Schaffung dieser Lehrwerkstätte sind'außer der Reichsvcrtretiing d<-r Juden in Deutschland die Großltjge, «1er Hilfsveilein der Juden in Dentschländ, sowie der Ccntrnlverein der Juden in DcuLschland beteiligt. Jugendliche von l"> bis lA Jahren werden in Jagur «-ine dreijährige handwerkliche Ausbildung genießen. Als Berufszweige sind vorgesehen: Tischlerei (Bau- und Möbeltischlerei), Schlosserei (Bau- und Maschinenschlosserei), Klempnerei,/ Schmiedel Schw«?iß«jrci. K» ist geplant, auch weitere Berufe hinzuznnehmen, sobald man genügend Erfahrungen gesammelt hat. Hervorragende pädagogische und fachliche Lehrkräfte werden tütig sein, um eine qualifizierte Berufsausbildung d«'r Jugend Ii inen zu schaffen. Die A ü s b i I «1 u n g s k b s t e n werden voraussichtlich HO bis S> BM betragen; im Falle «-rwiese ler Bedürftigkeit kann der Betrag auf 75 oder 70 RM herabgesetzt weiden. Soweit auch diese Summe nicht aufg_ebrächt werden kann, können Zuschüsse gegeben vverilcn. Nähere Auskünfte sowie Anmeldungen bei der Jüdischen Jugendhilfe, Bei liti-Charlolli-nhiirg 2. Käntstr. I>S. Aus dar Mitglieder-Versammlung Die ordentliche Mitgli«"<lcrversammlung des Verskheruhgs Vereins a. C ..Die Hilfe". Berlin ( J. Oranienburger Straße I, hat am 30, April l'Jif) stattgeflinden. Dem (,e schäftsberichl eniiiehineii wir folgende Ausführungen: Die Situation der in Deutschland lebenden Juden hut im Jahre 1935 ein«' sn durchgreifende Änderung erfahren, «laß eine Wirkung auf die Entwicklung unseres Vereins nicht ausbleiben konnte. Inn/ verstärkter Auswanderung und dei durch das Eintreten in das 4. Geschäftsjahr entstandenen Rückkäufe ist das Ergebnis, «les abgelaufenen Jahres sowohl in belüg auf den Eingang'von neuen Anträgen als auch auf den Eingang der Prüinieiizahhingen als zufriedenstellend zu bezeichnen. Am Ende des Berichtsjahres waren KlJeU Mitglieder mit HM d043ooo Versicherungssumme vorhanden. Für Sterbefälle allein wurde der Betrag von rund ILM 'i'i (MM) im Jahre I*>"->"> ausgezahlt. Auch im abgelaufenen Jahr konnten auf (Ii und der vorhandenen Empfehlungsverträge an verschiedene Landesverbände) Gemeinden und Organisationen entsprechendt? Beträge für deren Wohlfahrtseinrichtungen abgeführt werden. 1 )«t Rückgang der Einnahmen von Beerdigungsgebühren bei den Groß-Gemcinden zeigt immer mehr, dafl nur durch eine Sterbeversicherung unserer Art die Gemeinden vor weiteren großen Einnahme-Ausfä|Ien geschützt werden können. ..Die Hilfe*' ist der einzige selbständige jüdische Versiehe-' rungs-Verein. Er untersteht der Aufsieht des Retchsailfsjchtsamtes für Privatversicherung. In seinem Beirat und seiner Leitung sind Persönlichkeiten aller jüdischen Richtungen vertreten. Au seiner Spitze steht als Vorsitzend«T des Beirats Herr Adolf Schoyer und als stellvertretend«-!- Vorsitzender Herr Direktor Heinrich Stahl, ferner als geschäftsführendes Vorstandsmitglied Herr Wilhelm Marcus. Die Verwaltung, Berlin C 2. Oranienburger Straße f. sowie die Geschäftsstellen im Reich sind jederzeit bereit, alle gewünschten Auskünfte zu erteilen. L 3

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