Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 28 (1936)
- Issue
- 5 (5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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heilen einzuteilen. umrissen Ii.ihr ich es. im Rahmen eines Delüils. wie sie sieh in <l< so heda liefe In liefet Krschülterun.g stehen u n im »ng*■ r>- blick inner ,<lem Kindrtick <ler I eitlen unserer Kriicler in Puläsfinu. WO Brüder ihres (ilaitbens spielen nml zu einem (•csnmlhild tonnen, nichl in utler Simöilies wegen leiden. <hi fühlen wir uns in C icseliül ishei ichies die r täglichen Arbeit nbk.i Hillen. Abi >r breiter T orrn iinsiiiiiren zu jeder gemeinsamen \rbeil müssen Menschen stehen, die die Arbeit leisien. und Mensc hen, die diese \rbeii fördern und unterstützen. Wir sind arm an Menschen, die /eil haben.* und wenn der unerbittliche lud in unsere Reihen Lücken reißt, dann empfinden wir. wie wertvoll' jeder ein/eine Mensch, der zu uns gehörte, mag er gestanden haben, wo es auch sei. für uns gewiesen ist. Alle, die im letzten Jahr von uns gegangen sind, sie waren Menschen, die nach den Wollen des l'salnii-len ..an die CS \bend w utile". Der Krnst desT„ebens. den I od abgelöst wird, hat aber lieber Kollegen /um Scheiden gen. die fern von uns in ralii: st igen Auslände eine neue I Heimat suchen. Mag Palästina für den einen die jüdische Sehnsucht, für den anderen eine Zw eckmälligkeitsfrage sein, wir sind njchl befugt /u riehleil. sondern wir haben nur die. dankbare \ rr|>lli<li- Iiiii^. ihnen alles (■nie zu wünschen. eins. Mögen sie reclii bald u ieder frieden an den schweren Vnfhaii I amies gehen und. so (iotl will htMlti d;e f riichl ihrer Arbeit genißHen. I! übe und rleS heiligen .oder morgen jede (ieneratipii. die -ü Ii gegen ihr iStMiicksnl behaupten will, betla-rf eines moralischen (icgengewiehtes] Alle rinergie. die nur darauf, gerichtet ist; den ILeerlauf der Inge auszufüllen, erlahmi mit der Zeit und w i rd zum Mechanischen ITanngriff. die Arbeil gingen. b|s Jlldend der nicht nur dun h uch eine \ II zahl \on uns ge/.vt 11iiitina und im soh» Handwerk aber isi niemals Mechanismus und utlcnflnseiu kein Mass« iikoiisiinl: Sönnern beides speisi seine Quellen andein liew iifltscill des inneren W ettes. Wenn wir Wünsche haben, die nichl erfülll werden können, nun. so lernen wir auder jüdischen ( ■«•-«Iii« hie. da Ii Judenschicksul waren: und wenn wir oder gar vfer/.weifeln wollen, wenn wir W anseht räume immer / w ei fei n glauben. gebundene Menschen zu sein, dann wollen wir daran denken, dal? das jüdische Sei 1 einen ffcichiiiiii in sich trägt, der verpflichtet: < bar fortentwickeln und sorg.sanl hew, en w i r rfviclMahren w offen. Von der Schule in die Berufslehre*) HANS DEUTSCHKRON „Was -oll um i ii:reifen\\ inl -inil I' rngi'-u. ilie Sorircil bcreilcli. ■er Knill w erden'' Weh heu Bcru'j -i«ll es es eine Ail-l>ll<lling--l<llc I iiiilen'i" |).isehr vielen jüdischen Litern jei/i große ..Natürlich Handwerker", lautet im allgemeinen ilie Antwort, die gleich wiede* die weitere Krugeuiifwcrfcn liifit. Welches von den \ ielen Mundwerken ein ..guter" Beruf ist. ( eher ilie win-« li.ilili« In n Au—icliicn für Juden in einer bestimmten Bcrilfsgrnppc beul«' rlu.i- /u sii^cii. i-i aber Kunz l>e-iuidcrschwierig, und die Kruge wird iiik Ii komplizierter dadurch, duß heule in -einvielen füllen gleichzeitig inil der Berufswahl auch die Wühl des Standortes der späteren ßerufsbetütiguiig verknüpft ist. /um Landwirt' ausbildet. nenn wenn sieh jemand /. B muH er -ich hauptsächlich' auf von ilandwer gebraucht, um Auswanderung einstellen, kern werden nur in lief I bei der Wald einek.iul bestimmte Arien -lininitcn Ländern luüiiiüselienJ Berufi-i die Au-w,ind< i ung-iiiögliclik«'il noch weiter begrenzt. Weil die-e Traden der VVirisehuftsuussichteH im Bcrul nur sehr schwer und nur ganz allgemein ZU heaulw orten sjiid. tritt die andere Komponente der Berufsberatung; die Kruge der l.ignung eines \len-«hen für einen bestimmten Beruf, viel stärker in den \ orilergi'und.' \\ i'iin.' um wieder ein Bei-piid /u nennen, ein Junge eine -ih w ä«h lühe Konstitution hat. hat ekeinen Sinn, ihn Schmied werden ZU ki—en, und ein Mensch, der jaark zu Krkültiiugskrunkr heiten neigt', wird ebenso Wenig Lundwirt werden können, v« ie ein Kurzsiehtiger Uhrmacher. Die Kruge der Kignung i-t desliail) und ucp'ii der starken Konkurrenz um die wenigen. Arbeitsplätze, die den jüdischen Menschen zur Verfügung stehen, hei der Berufswahl besonders /u berücksichtigen. Das gilt in verstärktem Muße auch für die A u-w audertingsw illigtwi: denn überall in der Welt wird ja ein Ausländer nur dann eingestellt, wenn man ihn 'unbedingt braucht, wenn er also besseres Beriifskönnen bat «reichender Zahl ziir \ erals die im allgemeinen in Fügung stehenden Inländer. Wenn über «Ii«' Berufswu gleich die größere Sorge: die l bildnngss'tclh?. denn für un-r' Kachschiilen kommt für unser« ringein Malle in Krage. Anden eine Ausbildung in Handelsschulen. Ifaiishaltungsschulen. in Kollektiv ausbildung--tättcii für Kindergärtnerinnen und Krankenpflegerinnen, für Kosmetik usw. doch noch in stärkerem Maße möglich i-t. Grundsätzlich ist d«'r Besuch gemeindeeigener Schulen gestattet und in d«'ii übrigen Fachschulen entsprechend dem numerus clausus möglich. .in ihl entschieden ist, kommt ntcrbringiing in einer Aus- Was für Ausbililiingsmöglicnkeiten gibt <•- Die schtltinäßige Ausbildung in Hoch- und Jungen nur in ganz gpftlr die Mädchen, für -die *) Aus dein ..Verw'ultlingsb dntt des Preüß. Landesverbandes jüdischer Gemeinden*", Ht[ ">. vom I. Mai il)'ih. /um weil.ingrößten feil erfolgt am BeirrfsaM-bihliiüfi in I ein-Irllin. I)ir I i-|i i-Ii ■ I li-n \ i ■iin 1111 ii Ii erfolgt <lui<b dir iillentli« lien ücrul-beinline.: —ttdlcn und durtil die \nh dei Iii K lisunstali für ArbeitSv«Tmittbing und Vrbeiislosen vVrsichernng zügeluss«*nen liistiiiitioneo, also mich durth die Beriijf.slierutiingsstellen der nifttschen Arbeitsnuthw'eise. Ueber «Ii«- l.in-iellunV von Lehrlingen' gellen n<>« h deultbekunnten Be-Iimiiiuu^eii. NImh- Gesetze und \ «■ i«n«l• Illingen Sind dnrtibCr nichl ergangen. d)ie Be-liiuniuugeii ifpS A rlii-il-|)lal/lau-chge-el/i'- (unter 2'jährige) und der Vtislüiidcrvcrorduting muh 21. I. 33 (Geiielunigiuigspflichi für ausländische Arbeitnehmerli .fintleii für Lic b rl i.'ng c nIisdrückl|ch k «■ i u «■ Ahw'€»iidHhg. Sur in i|en 'Arbeit-- Sperrgebieten (Berlin. Bremen. Mamburg) können An - - wärt ige nichl als Lehrlinge untergebracht wenlen, Zu beuchten siml -ietdie Intiüagsvürschriften uIk i die l.in- I .eh rliilffssta nun ml le. /u Irugung der LehrliHge in die wähneil i-l noc h, ihtß die /ul.i —uiig-mögli« hkeil /in < .i seltenprüfiltlg .im Ii für Juden nach wie vor bc-lchl. Bei der IJIW iiDlwendi j gev\ orilenen l Uistcliling Ulli Auswunderirngsberufc. iiisbesomU're .aiil llandwt'rk iiiul I aiulw irisc hall, stellte -i« h her.ms. ditß die Zahl der handwerklichen Lehrstellen in viel zu geringer /.ihl Corhunden -inil. Diese Schwierigkeit besteht an sich heute noch, vielleicht sogar in verstärktem Malle: denn Lehrstellen, die (953 besetzt wurden, werden er-t im l.auTe die-cixler des nächsten Jahres wie<ler frei. Wenn auch ein erheblicher feil dar Ostejrn i''^*» schulentlassenen Jugend-lieben inzw ischen iintergi*bnithl worden ist, so erhebt sich dm Ii die Kruge, v\<Jaudem Rest der noch Unterzubringenden vxird. die bisper noch keim- Lehrstelle rinden konnten. siivmiIiI die Gemeindet als auch die Reichsveftretung uiul «Ii«' übrigen jüdischen Organisuthriieii haben rechtzeitig Vorsorge getroffen, indem -ie Ersatzeinrichtlingen geschaffen haben. «Ii«- die-e Jugendlichen erfassen. Iiier i-t viii allem die Einrichtung de- '». Schuljahres zu nennen, ihts insbesondere die noch nicht beriifsrelfen Jungen und \läd« heu schulisch Weiterbilden -oll. Dabei wird auf eine Ucbcrlcituitg der jungen Men.schen von der Schule ztir Berufstätigkeit durch entsprechende Gestaltung de- I.einplanebesonderer W«'ii gelegt. Purallel dazu sind in verscfhieilenen Getnejinden -«»genannt'e Vorlehreh eingerichtet worden, die in stärkerem Malle auf eine hnndwfrklüjhe Ausbildung liinlehten sollen. Aehulkh der Unterbringung Jngendlicher in Ausbildungsstätten, i-t von der Reichsvertretung der Juden, in Deutschland und den ihr ijfachgcorldneten Stellen uueh die tngeild-Alijull, also die Ansbildülig Jugeudli«her in l'ariistimi, heute stark in den Vordergrund gerückt wurden. Da immer noch ein Best von jugendlichen ohne Unterbringilhgs- und Atlsbikuingsstellen verbleibtir~iuid iki /um 3