Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 28 (1936)
- Issue
- 4 (4.1936)
- Article
- Beilage: Der Jüdische Mittelstand Nr. 25
- Date
- 1936-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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#>#»#• Ha ab der Birnthon m Q cd^urobfiebenaig läge bes Giüä iiHitcii »etganfleu. XV< ber fiagc bet SluSroanbeter mar ltinerlei BeräiiDerung eingetreten. SEßte an jebem borgen gingen bie Knaben in ber >?xüt)c bes" fiebeuunbfiebcnsigften Xagcs" jum Stranbe. Sic hatten fid) in fleine Xrupp« jtveien unb breien »erteilt, ba bet ^ifab, ber burd) bie Cieanberbüfdje flu ben Xünen führte, nur jdjnml mar... Oofcpf) fpähtc nufmerffain anfs iWeet. „Xa ift ein Sdnff" fagte er nnb 3eigte mit ber ixutb. 3ubn fptang auf: „Xas ift bie Brigautinc, fie fonunt ,}urürf!" J[ofepI) fniff bie?lugcn 3111'ainmen. „Wein, bm iit feine Brigantine. Siehst bit nidjt, bfllft e8 brei «eget f)at. Xas ift eine Garaoelle!"... XaS 2d)iff mud)3 fdjnell.?llö 3ofep[) von ben Xüncn fjerab 311m Stranb fant, erfannte er beutlid) bie 2Jlaften. G3 maren brei unb jebet trug ein Segel. Seine ©cfal)r, ten waren alle nadr »ornc ans äßaffer geeilt. Bielc Ratten, troü« bem e§ ihnen ftreng »erboten mar, Aus Fritz Rothgiessers 'Roman „Das Knabenschiff'1 il)v, uub iuo finb eure '-Hüter?" Xiesmal fam 3uba nidjt 311 einer Slntmort. Gsra lubcln, ein ruhiger nnb befonnener Atu.ibe. jagte artig, inbein er lanbeiuioiirt> geigte: „Xort im Säger.- „3m iager?", munbertc fid) ber Wann. „3jn lucldjcm SagetV „äßir finö Grufantcu. JRefiett erflärte Sita, „ijabeu aus spanienl BHr moh« nen itn 3f'tlflflcr!" -_ 'f* bas!" fagte ber [yrembc. „Xann ruft jemanben au8 bem Cager herbei. UHr finb auf ber $ägb und) einem Bitoten!" .!. . lUiit fd)nc(Iem rtviit 30g er aus einer umhängenbeu Cebcrtafdjc ein grofjes Stüd Brot Dbcr Sdnjf«« ,«»iebad unb bnvdt e» auseinan« ber; e§ mat aus mcißcm Wehl ge« baden. „Xaoou foll jeber brei Brote haben, innfl lujc ejn *j.i)nn. nerarm. Unb aufterbem f)iinbcrt Xublonen für eure Batet!" JJfl« jmifdjcu hattenbie Shibcrtnedjtc bie Garaoelle gaben um gaben .in bie Brüde gebogen. SüÖeitcte laue fielen 00m Sd)iff, meldje bie Htm ben ergriffen unb fcftl)ieltcn. 3u« lejjt fdjob man com lerf eine lange Blanfe auf ben Steg. Xet Motrorf bräugte fid) burd) bie «naben: „Xa8 Brot mirb auf bem Srfjtff »erteilt. Gmer nad) bem auberen fonunt auffl Xccf. Borfidjtig, bamit fein HngluVf gefdjieht!" Gr gingaläerfter über bie Brüde an Borb. Ungcorbiift btängten bie ftnaban und). xVbt'r mollte ber erfte frin. Sd)oit begann bei Steg be« benttid) Au fdnunnfen. XieWuberfneditc mettten rechtzeitig bie föcfafji unb tiefen— mcn.i andi in frctnbcr Sptadje — ihre SUatmmg. Irofj« bem I)örtc (ber 8st> ftiirm nidjt auf., Xa toarf fid) ^uba mit erhobener gauft in bai Wetümmel. jim unb einige anbete Befonncne ^tt(- ben Voubuiigsftcg er« ffettert, ber unter ihrer i'aft bebeuflid) fdjmanfte. Gs mar ohnehin »ebuunber« lid), baf) bie Wellen ihn nidjt fdjon tauge hintoeggcriffen hatten. |WÜn mären bc< reitö bie Ijohen «a« fteüe am öerf uub Bug bed £d)iffcS 311 unterfd)eibv*n. Xie Grroartung burd),)it« tette bie £uft: Xie Garaoelle machte foldje $af)tt, baft fie im Saufe Oer nad) ften fünf Minuten an bet Hüfte auflaufen inufjte. Xa — ein einiget 2d)rci ber lleberrafdjung — ba« grofje Botbetfegel fiel, bie anbeten 2^« gel folgten. Rur hunbett 3-iben »om «ttanbc entfetnt btctjte baä «djiff bei. 9lm »otbetftcn 9J{aft mürbe ctt'jnä hodj^ gejogeu, es entfaltete fid), e« mar eine grofje üftagge: ein golbeuer t'öioe jeigte fid) im toten ^elbe. sMe fannten biefei Bkippcn. Gs mat ba8 Bannet bet iKepublif Benebig, be-3 £taate§, bet — ob mit obet ohne Beteiligung — bei allen fpanifcfjen 3uben alc- 3n« begtiff jebet Xulbung uub Sid)Ct« Ijeit galt . . . Bom 2d)iff begann man ein Boot aufs BJaffet 311 fefeen. Gs banerte längere 3eit, biä eö glürfte, uub bie Jluabcu fonnteu ben Bor« gang and) fdjfedjt beobadjten, ba bas llianöocr am §ed bet Gata» »eile »orgenommen rontbc. > Gnb» lid) fticfj ba>3 Boot ab. Gin langes Xau »erbanb es mit bem Xecf bes" Sdjiffe«. Xae Boot mar bemannt mit oier 9(ubcrfucri)teu, am Steuer ftnnb ein SRann in bunfelrotem Wocf unb mit einer Rappe »011 gleidjer garbc. «18 ber «icl auf ben Stranb fnirfdjte, ftagte 3nb.t mutig: „B3a8 ift bas" füt ein Sdjiff?" „Seit mann mufj nmn itnaben {Rebe ftehen?" tief bet iltetnbe in fd)led)tcm Spanifdj mit ftembet JIuBfpradrje. „BSet feib fen ihm, aud) v)°irP'). judjte 311 be fd)mid)tigen. Wenn aud) nod) 1111 gcbulbig, fo mattete jefet bod) jebet, bi8 et fomeit mat, baft ei auf ben Steg flcttetn fonnt.' ^uba, 0ni'n.' lint) Jofepf) als lejjti. juba ging ale alletlr^tcr. Gr fah bie hoqe Borbmanb »or fid), ba* reidjc Sd)ni^merf, bai roie ein breites Banb .um ben Sd)iffs rümpf lief, §ä"nbe ftredten fiel) ihm entgegen, nod) ein Sdjtoung. unb er ftanb auf bem Xecf! Sein eritcr Blicf mar nad) beu- Xüncn. Ominct nod) hoben fid) bort (Seftalten ab. $>\iba freute fid): mm fo gtöfjct rotttbe ifjv Xriumph fein, menn fie, betabeu mit Brot unb ®clb, in8 Cagev fänien. Xann fal) er fid) auf bem Sdjiff um. Gr ftanb neben ^ajim unb 3ofepf). Xie Brotöerteilung hatte nod) nidjt begonnen, bie Snrfe ftanben nod) ungeöffnet. Älle Rnaben zeigten erroartung$»otlr ©efidjter. Cb baö Bcnctianer finb? badjti' Oiuba. Gr blidte nod) einmal Ober bie Brüftung unb mar Wrrouii' Bitte senden Sie mir bis auf Widerruf die C- V. - Zeitung Allgemeine Zeitung des Judentums 66 Pfennige für Mai und Juni zahle ich an Bezugs- und Portogebühren bei Vorlag! der Postquittung an den Briefträger Name : Strasse: Ort: Datum: Bitte deutlich schreiben, ausschneiden and im Umschlag mit 3 Pfennig frankiert (oder unfrankiert) tenden an: C.-V Zeitung Vertrieb, Berlin W 15, Emser Str. 42 / J 2 Oliva 8141