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Der jüdische Handwerker · 1936-03-01 · 3 (3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
28 (1936)
Issue
3 (3.1936)
Date
1936-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Dies ist der Wun-eh. den der Verband und mit ' hin' die angeschlossenen Ortsgr uppen heilte dem Jubilar lossprechen. Möge diese Arbeit aber auch /um •se^en liir ille. in Deutschland lebenden Juden werden! \\ I I I. e i „, M a r c u 4. Mi und der Ve ihr für die Irene band /11 leisten Mitarbeit au halle, her/- Ort* hört, (laß in nippe, die mit zu den Gründern tat wiihrend ihres 25jährigen Iii': iie die Interessen der, ihr uri'Verinateritdh Wünsche aus/nsprech allen Aufgaben. <litliehst zu danken. Die Hreslauer de* Verbandes gc Stehens bew iesen. trauten Mitglieder iii ideeller und materieller Beziehlll||2 zu wahren wußte, und dal' sie sich ganz im Geist der Gesuilltorgunisat jon betätigte. Die Aufgaben haben sich hier, wie im ganzen deutschen Judentum, in den (etzten J"> Jahren entsprechend den veränderten Verhältnissen gewaltig geändert. Während wir bis in die jüngste /ejt hinein immer wieder unseren Huf /um l inbau der Reru fsst m k tu r eise hallen lassen mußten, während wir jahrzehntelang für das Ansehen unseres Standes kämpfen mußten, hat sich innerhalb der letzten . Jahre eine vollständige W andlung vollzogen, und wir können heute glücklich sein, einen Verbund /u besitzen, der mit seinen Ortsgruppen da/u berufen ist. maßgebend an den Gegen wurtsuufgaben. soweit es sich um wirtschaftliche, berufliche 1 ragen und fragen der Umschichtung handelt, teilzunehmen. Hierzu gehört auch, die Sorge um die Zukunft unserer Jugend. Wenn die Bedeutung unserer Organisation heute Uli dl innerhalb der Breslauer Gemeinde voll anerkannt wird, so hat unser jubilierender Verein durch Seine intensive Tiitjgkeit entscheidend dazu beigetragen. Auf dem \ crbaudstage in Breslau wurde auch zum ersten Mal nach dem Kriege der. Beschluß der Gründung von Darlehnskassen gefallt, der die Ausdehnung des Darlehn.sk,ussenwesens über ganz Deutschland zur Folge hatte. L ud unser Breslauer Verein war auch dazu berufen, neben den Repräsentanten als erster aus seinem kreise ein Mitglied in den Gcineindevorsnand zu senden und damit direkten Finfluß zu gewinnen. Die bisherige U).jährige Arbeit verpflichtet aber unsere Freunde, ihre Tätigkeit auf allen Gebieten der ihnen zugewiesenen Fragen intensiv fortzusetzen, wobei die bisher in vorbildlicher Weise geleistete Zusammenarbeit zwischen Verband und Ortsgruppe nach jeder Richtung hin ausgebaut werden soll. Zu der handwerklichen Betreuung unserer Mitglieder ist auch die Betreuung dis gewerblichen Mittelstandes getreten.. i Möge es den leitenden Männern der Breslauer Ortsgruppe vergönnt sein, wie bisher in voller Kraft und Gesundheit bis zum goldenen Jubiläum ihre Arbeit fort/u- An dem Zeitpunkte seines 'fiiiifuudzwanzigjälirigeii Be tehens kann der Breslauer l(undwcrkerver«*in. auf einen Zeitraum stündiger, harter Arbeit /urückblü keil, und es tcrlohut sich, einen Rückblick .ml diesen /ein,nun /u werfen. . . | Die Zeitung ..DFB Ji DIX III. IIA'ND WKBKKB" brach üf u. der vorletzten Nummer einen I ehr\ertrag aus dem Jahre is()i. damals zwischen dein-Breslauer I hirmuchermcister (osef Rpstft.ithaI und dem Breslutier kaufmann * Sainuejl ohn für dessen Sohn Leopold Cohn abgeschlossen. Damals waren jüdische Meister und- Handwerker 'aber Ben, und die wenigen vorhandenen Handwerker "halten (eineOrganisation'. is<r> wurde-der Berliner II a n da e r k e r - \ rrc in gegründet, und bald darauf erfolgten »■eitere Gründungen in verschiedenen Madien, bis Friiliihr l'MI die Breslutier jüdischen Handwerker [ebenfalls K u su in nitfn traten* Mit _'7 Mitgliedern begann der \erein .im I. April l'>||. Vu8 dem dründtiugsprotekoll -in<I die Namen ersichtlich. )urunter befinden sich, alte Namen Breslauer (.eineindeuitglieder. so die Fleischermeister Nebel und Grünpeter. Jäckerinoister Siedner. die Schlossermeister \rmer und loffmanu. der Fotogruf Rehr, der Klcmpnermcrster Blau! »teinmetzmeister Wölfl. KürsihiierinPister Roden. SchneidcrneistPr Dreier. I.euv. Schein, die Uhrmacher Kuyser UTTil ebrani. der Flektroineister l'iin/. die Schuhmüchcrmcisicr losenfeld und Ringer n. a. Einige vön ihnen leben noih ind haben die gan/.en -.' Jahre der harten, aber langsam insteigenden Vereinstätigkeil miterlebt. Am Knde <b.-s rsten Nereinsjahres' hatte der Verein schon 3? Mitglieder ind beging März 1 *» 1 _I ein wohlvorbeitetes Stiftungsfest. Sei Kriegsausbruch hatte der \erein Mitglieder, darmter einige Nichtharidwerker als fördernde Mitglieder, [)er Krieg brachte Verluste und viel f ürsorgetätigkeit: bei Kriegsende zählte der Verein bei der großen Opferfreudig, eil seiner Mitglieder aber doch fast 1400.- RM Vereinsrermögea. — Nach der Inflationszeit, am I.II. IUJ4. war es allerdings ml' -t.il RM zusamntengeschmolzqii. - Aber mit dem Knde vr Inflationszeit erholte der \erein sich auch finanziell wieder und konnte eine immer größere'Tätigkeit entfalten'; — Schon i|n Jahre I«>J1 w urde eine F r a u e u g t u p p e gegründet: auch die Gesellen und Lehrlinge billetcn eigene Gruppen, und in allen Teih-n der llandw erkerorganisatiou wurde fleißig gearbeitet. Der Verein hatte nicht nur-den Zweck, /um Nutzen seiner Mitglieder tätig /ü sein: vielmehr ging es immer mehr darum, 1

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