Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 26 (1934)
- Issue
- 8 (10.1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Oktober Abfuhrung der Abzüge fül Lohnsteuer, Ehestandshilfe und Arbeitslosenhilfe für die Zeit vom 1.—15. Oktober 1934. Ohne Schonfrisf; an Finanzamt. 24. Oktober Fälligkeitstag für Burgersteuerteilbetrage bei wochenlohnempfangern. Der Abzug isf bei nächstfolgenden Lohnzahlung vorzunehmen. 10. November Abführung Her Burgersteuer. . Ohne Schonfrist; an Steuerklasse. 1 S. November Abfuhrung de,r Gewerbesteuer. Ohne Schonfrist; an Steuerkasse. Gegen säumige Steuerzahler in - nun I rkl.iriin-.'rn ul>rr dti's neue Sicucrprrtgramhi tili ilrl Ml.ll-s.-krrl.il IUI Krnljr.flll.lll/Illlill-IJTIIIII1 II. il. diu Ii .myrk.....Ifci. dalf .In Wr/up>/iu«eu ii ml Sin ml n njs> iii-i ii in ifrr II« u li-lin.)n/ \cru 1111111_ tun Wirkung v«un i. J n.....i i«m"> 'il>£<-xhafft. ilif Mahn- und Heitrei|>unßs|»el.iilmn --'Irnliiiiiil'i^ erhidil wrr<l<n srdlen. \tiHerdein werde llriir SiniiTl« l \\ lltUII^-fr« ><!/ il-'l um dtii I in.in/.muri ii n.n Ii S hluH nurjeden J.ilire- «• i Ii r I i ■ I r / ii n i- Ii iii r ii .Hit-rni.iiiiiii liesiiiiuiiuiiz i m Ii i Ii. ii. 51 e u <• r / a Ii I e r a u f - ■ II j«'ik*r SicuorrifUchtipr« r-irii sclirifilicbcn Maüc*Iim i<t. sondern ps zui urtli «h u lti'iirrd>uug>l>(Miiiicu. Inn koninn ii lassen. Kniiri wiiVilij: iilwI «erdlfui seluin jrt/i lie.ieli - St;iii«ss«,kr«,liirs dies«1 I Ii j;i Ii r 19% f u r das w i'rd. In die I i>-l<' ircl /um 51. I )r/rinl>r.r Vt'i «•- im Jahre l'»"?"> nirlji •iliii ii^-Iii umirn ki »in hu u Ii.ii. im drinaeh fnit, na« Ii zu . I IrlIrn. diil? dies«- ii r - J (i Ii r e s 1934 g e - jfiireli dm l5ei(rHbungsdir sich ullcnliti£v I!ii« k-i.imirvermeiden ll.illiue in .dir Liste der fr r - .1 Ii III I - r II Ii i-I. 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Das Wort „Berufsumschichtung" ist heute schon jedem jüdischen Menschen gelaufig. Wird aber auch der Sinn des jWortes, sein Inha'l, immer richtig erfaßt? > Zunächst umschließt dieser Begriff eine Fülle praktischer Aufgaben und ein großes Maß sachlicher und zielbewußter Aufbauarbeit: die jungen judischen Menschen, aus unproduktiven oder aussichtslosen Berufen kommend, sollen in einen der drei H tuptzwe,ige Landwirtschaft Handwerk Hauswirtschaft übergeleitet werden. Es ist den judischen Gemeinden und Organisationen nur unter größter finanzieller Opferbereifschaft möglich gewesen, das begonnene V/erk so auszubauen, daß heute für •den starken Bedarf an Lehrbetrieben in allen drei Berufskategorien annähernd gute und ausreichende Einrichtungen zu"r Verfügung stehen. Die künftigen Bauern, Landarbeiter und Gärtner finden ihre Ausbildung in gut geleiteten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieben. Für dife Handwerker gibt es die Einzellehre und A n I e r n w e r k s t ä t t e n aller Art und für die Ausbildung der Madchen wird gesorgt durch städtische .und ländliche Haushaltsschulen. Daneben finden in fa^t jeder Gemeinde Kurse für Schneidern, Weißnahen, Kochen, Bugein usw. statt. Diese Einrichtungen unserer Jugend zu erhalten und sie auszubauen, ist dringendes Erfordernis; zu diesem Werk beizutragen rufen wir jeden einzelnen auf. Die praktische Arbeit am und im Berufsumschichtungswerk wird getragen durch die Idee, der sie dient: die Lebensfähigkeit der judischen Gemeinschaft zu sichern durch eine gesunde Berufspolitik, durch Abkehr von dem früheren, durch Hinwendung zu dem neuen Berufsideal des werktätig schaffenden Menschen. Die judische Jugend, die heute entschlossen, mutig und voller Zuversicht die Umstellung auf körperliche Arbeit in ihrer ganzen Schwete auf sich nimmt, sie bildet das Fundament jf glicher jüdischer Aufbauarbeit. Sorgt alle nach besten Kräften dafür, diß der Grun,d, auf dem wir bauen, fest ist. und bleibt. Wer für die Berufumschichtung gibt, hilft allen und damit auch sich selbst! Gegen Hunger unö Kälte! Spenöet für Cuo Winterhüferoerk 1934/35! a