Mannheim
Compact Memory

Handwerk und Gewerbe · 1916-07-01 · 1. u. 2. Juli-Heft · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Handwerk und Gewerbe
Volume
9 (1916)
Issue
1. u. 2. Juli-Heft
Date
1916-07-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4883069-5771070-5771137--190-4883653
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

!70 IANDWERK UND GEWERBE 1. u. 2. Juli-Heft anläßlich seine\ 25\ährigen Geschäftsjubiläum seitens des Vereins und Vor: überreichte kostbare Geschenk, sowie Der Vorsitzende bemerkte, dar bisherigen Sitzungen der Vorsitzende des Berliner für das von unserem iMittjIiede Herrn Malermeister Ivan Lew künstlerisch ausgeführte Ehrendiplom, welche ilnn von den Herren Eduard Berlin und Ph. Wolff mit einer Ansprache und Glückwunsch überreicht wurden. Er bemerkte, daß auch vom Verbände sowie von den Brüdervereinen Berlin und I lannover herzticheGlückwunschschrcibcn eingegangen seien Nacn Verlesung eingegangener Schriftstücke und f eidpostkarten, in welchen sich unsere im Felde stehenden Mitglieder für gesandte Liebesgaben und die Verbändszeitung bedanken, entspann sich eine lebhafte Debatte über ein eingegangenes Schreiben der „Hauptstelle für jüdische Berufs nahl und Berufsberatung" in deren rinrdervweiiis Herr Louis Wulff die Interessen des Handwerkerstandes vertreten habe, und auch dort fernerhin unseren Verband vertreten werde und unsere Sache somit in guten Handerl läge. > Der Vorsitzende rügte sodann, daß bei den? vom Verein festgesetzten Sommerairsllug so wenig Beteiligung der Mitglieder zu verzeichnen war. Er teilte mit, dal! unserem Mitglieds Herrn W. Zinner das Hamburgtsche Hanseatenkreuz verliehen wurde. Ferner, daß die hiesige Israelitische Gemeinde ein eigenes Gemeindehaus in der Rotetibairnchaussee erworben habe, und es selbstverständlich sei, d I! die zu vergebenden Arbeiten und Lieferungen soweit angängig nur an Juden übertragen würden. Ein Mitglied beschwerte sich, daß im Altcnhaus der jüdisch n Gemeinde, abermals Arbeiten von Nichtjudeq aufgeführt worden 's: icn Der Verein müßte bestrebt seht, solche Uebelstämle auszumerzen Der Vorsitzende bemerkte hierzu, daß die dort vorkommenden Tapezierarbeiten von ihm gemacht würden, und -.volle er sich näher informieren. Der Vorsitzende berichtete noch über eine in Berlin abgehaltene Vorstandssitzung des Verbände-, in welcher er um die endliche Abänderung eines Angebotes de? Berliner Vereins in der Verbandszeituug ersucht habe." Der Verleger der Zeitung habe ihm die Abänderung versprochen.; Er habe ferner den Vorwurf erhoben, da15 der Verband wahrend der Kriegszeit fast garnichts unternommen habe. Der Berlin« r Verbandsvorstand war der Meinung, dal! während des Krieges schwer etwas zu machen sei, und hätte es nur einer Anregung seitens unserfs Vereins bedurft, um etwaigen Wünschen;lachzukommen. Da unser Vorsitzender Anfang Juli wieder in Berlin ist, soll abermals eine Verbandsvorstandssitzung stattfinden und die Tagesordnung den angeschlossenen Vereine i bekanntgegeben werden; Herr Moses beantragt im November d. J. anläßlich des 10 jährigen Bestehens unseres Vereins einen außerordentlichen Verbandstag in Hamburg abzuhalten, auf welchem das während . der Kriegszeit angesammelte Material zur gründlichen Aussprache kommen müüte. Nach längerer Aussprache wurde beschlossen beim Verbandsvorstarule die ^Berufung eines Verbandstages nach dem Vorschlage des Herrn Moses zu beantragen. Als besondere Beratungsgegeustände wurden vorgeschlagen: 1. Wie erziehen wir dem jüdischen Handwerk den richtigen Nachwuchs (die Lehrlingsfrage). . > '2. Die Gründung von Lehrlingshcimen. .'). Das Handwerk unter den Juden in und nach dem Kriege. Der Verein beschloß, daß die Versammlungen in den Monaten juli und August ausfallen. ' «• Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit herzlichen Worten und dem Schlußsatze: Auf Wiedersehen' im September, w enn der langersehnte Frieden schon bei uns eingezogen ist. Hoffen wir, daß in--öer kommenden Herbstsaison der Besuch unserer Versammlungen ein stärkerer sein möge. Jetzt liegt die Wahrung der Interessen unserer Mitglieder nur aiff den Schultern ganz weniger Mitglieder, und es ist wünschenswert, daß alle unsere Mitglieder tätigen Anteil an unseren Beratungen nehmen würden. Am 6. Juni feierte der 2. Vorsitzende des Zentralverbandes und der l. Vofsitzende des Hamburger Brudervereins sein 25 jähriges Geschäftsjubiläum. Eine grolle Schar Gratulanten zeugten von der Wertschätzung und Achtung, die sich der Jubilar erworben hat. Der Hamburger Bruderverein überbrachte durch den 2. Vorsitzenden Ed. Berlin seine Glückwünsche. In schwungvoller Rede feierte der Redner die Verdienste des Jubilars um die jüdische Handwerkerbewegung in Hamburg; als äußeres Zeichen der Anerkennung und Dankbarkeit wurde dem Feiernden eine kostbare silberne Schale überreicht. Herr Ph. Wolff-1 lamburg wies besonders auf die humanitäre Gesinnung des Jubilars hin und übergab demselben ein von dem Mitglied J. Lewy künstlerisch ausgeführtes Diplom. Der Zentral verband und der Berliner Verein brachte «eine Glückwünsche durch den Vorsitzenden lies Berliner Vereins Louis Wolff zum Ausdruck. Der Berliner Vereinsvorstand gedachte dabei des Jubilars durch Speudung einer eleganten ledernen Schreibmappc. Es erschienen ferner Abordnungen der Hamburger Loge, der Tapjzierer-Innnng und des Verbandes Hamburger.Möbelhändler. Der Hamburger Bürgerverein gratulierte durch seinen Vorsitzenden Herrn Reichstagsabgeordneten Rechtsanwalt Dr. Blunk. Unzählige duftende Grüße verwandelten das Heim des Jubilars in einen Blumenhaiu, unter den zahlreich eingelaufenen Glückwunschschreiben befand sich auch ein solches des Hannoveraner Brudervereins. Für die mir anläßlieh meines 25jährigen Geschäftsjubiläums erwieseneu Aufmerksamkeiten meinen innigsten Dank. . Bernhard Hcinemann. H a m b u r g, den 1. Juli 1916. giSCOCM,7.'C'C"C,'Si'Oi>!> | Ulli Umschau. Jim | ÄOffiiC'CiCOC'CO^ Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielten: Alfred Rosendorff-Berlin, Ltn. Ambach i. Feld-Art.-Rgt. 34, Dr. Marcel Meyer-Saarburg. S Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Altena: Hugo Zweig. A u b: Emil Heimann. Aurich: Willy D. Wolff. — Barmen: Paul Ollendorf. — Berlin: Georg Cassel, Jacob Cohn, Erich Hirschburg, M. Gottheb, Alfred Pommer, Alex Berger, Werner Bernstein, E. Hartwig, A. Geller, O;to Jaffe, Max Kaliski, Willy Teichmann, Georg Salkow, Hans Bernhard, Georg Camnitzer, Rudolf Hirsch, Hugo Levi, Herrn. Moser, Max Ritter, Jul. Israel, Karl Aremberg, Richard Lowinsky, Eugen Bluth, Leopold Karb, Erich Friedländer. — Be»rolzheim: Max Herz. — Bielefeld: Richard Junkermaiiii. Bigge: Fritz Frankenberg. - Bingen: Carl Koppel, Ferd. Schott. - Braun schweig: Bernhard Isaac. Bürgel: Albert Grünebaum. — Cassel: Willy Hornstein, Fritz Lieberg, Alfred Sauer, Max Weißner, W. Abraham, Norbert Ledermann. - C ö I n: Hermann, Jos. Welsch, Wilh. Herz, Friedr. Michel. — C ö t h e n: Eugen Heinemann. — Dortmund: Franz Heimann, Harry Steinberg. — Duisburg: Josef Goldschmidt. Dürkheim: Herrn. Altschüler, Franz Lilienfeld. Düsseldorf: Alfred Bach. Euskirchen: Albert Heumann. Elberfeld: Dr. Loeb, Salmy Rosenberg. Essen: Willy Löser. — Frankfurt a. M.: Alfred Breslau, Kaatz, Rieß, Fritz Rosenbaum, Erich Loew, A. Feist-Belmond, L. Israel, R. Joseph. .4- Fulda: Wilh. Salomon. - Gelsenkirchen: Otto Wolf. Gensingen: Siegfried Mannsbach. — Gera: Dr. Hirsch, Hugo Heimerdinger. — Gießen: Issy Rotschild. Günzenhausen: Albert Schapiro. — Hagen: Dr. David, S. Hesse. — Hagenau: Marzell Kauffmann. -j- Hantburg: Dr. Magnus, Ltn. Münzer, Walter Baer, Hptm. Joel, Rudolf Levy, Carl Rosenberg, H. Rosenbaum, Sally "vosenstein, Paul Freundlich. Halberstadt: Arno i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.