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Handwerk und Gewerbe · 1916-06-01 · 1. u. 2. Juni-Heft · p. [Seite]

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Journal
Handwerk und Gewerbe
Volume
9 (1916)
Issue
1. u. 2. Juni-Heft
Date
1916-06-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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260 HANDWERK UND GEWERBE 1. u. 2. Juni-Heft In Koschmin (Posen) wird ein tüchtiger Buchbinder gesucht. Oute Existenz "für fleilügen Menschen gesichert. Auskunft erteilt Herr A. Gluck in Koschmin. J. Löwenstein, Verbands-Vorsitzer.der. j8Ö&«*S&l3N>^ii>5NSH!S^^ t m Aus den Vereinen, m 5 1= El ft9pC*SiC'OOCiiOCiiO^^ Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens zu Berlin. Ot^TOft<<t.d|e: Max Silberberg, II. Vorsitzender, IJcrlin (., Art ilerSpandauer Brücke 6. Ariit Norden «»*i*11. I'i^t^elieek- Konto: (»cüti. Nr. 17J'»I. Mitgliederversammlung Montag, den 19. Juni a. c, abends 1 «) Uhr bei Simon, ..Hotel goldene Gau-" Heiligegeiststr. 5! Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls. — 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Besprechung über das Lehrlingswesen und über das Handwerk" in. und nach dem Kriege. 4. Allgemeines. Um zahlreichen Besuch im Interesse der überaus wichtigen Besprechung bittet Der Vorstand. t Unser Mitglied Theodor Kali scher feierte am 26. Mai a. c.[ seine Silberhochzeit. Der Verein lieli durch eine Deputation dem Jubilar seine Glückwünsche übermitteln. Bericht der Versammlung vom 8. Mai 1916. » Die zum Montag, den S. Mai 1916 abends 9 Uhr einberufene Mitgliederversammlung war leider nur schwach besucht. Obgleich wichtige, für die Handwerker einschneidende Fragen auf der Tagesordnung standen, waren vei- 4 bältnismäßig wenige Mitglieder der Einladung gefolgt. Es ist diesjm Interesse der Gesamtheit wirklich sehr zu bedauern und es' wäre wünschenswert, wenn unsere Mitglieder sich endlich ausihrer Lethargie herausreißen würden, i|m tätigen Anteil an unseren Beratungen zu nehmen. Nur so können wir wirklich etwas schärfen und dem Gemeinsinn Izum Fortschritt verliehen. , Herr Silberberg eröffnete um 9 Uhr die" Versammlung und gedachte in.ehrendem Nachrufe des verstorbenen Mitgliedes Herrn. Cohn. Die Anwesenden erhoben! sich von den Sitzen. •1. Verlesung des Protokolls. Der Protokollführer verlas das^Protokoll der letzten Sitzung.! Einwendungen gegen die Fassung fanden nicht statt, das Protokoll wurde genehmigt. 2. TätigkeitsberichtdesVorstandes. Herr Silberberg weist darauf hin, daß im ersten und zweiten Kriegsjahr die Sorge für die Kriegerfrauen die Hauptaufgabe des Vorstandes gewesen sei und daß annähernd 3000 Mark an diese zur Unterstützung haben gezahlt werden können. Nunmehr habe sich der Vorstand auch der Sorge um unsere draußen kämpfenden Mitglieder zugewandt und ein von Hernt Louis Wolff verfaßtes Rundschreiben an eine große An/ahl von Freunden und Gönnern des jüdischen Handwerks verschickt, um durch freiwillige Spenden einen Grundstock zur Unterstützung der aus dem Felde zurückkehrenden Mitglieder aufzuspeichern, damit diese nicht von vornherein gewissermaßen der Not und dem Elend preisgegeben werden. Das zur Verlesung gebrachte Rundschreiben fand den Beifall der Versammlung. Herr Silberberg berichtet noch über die Tätigkeit der Iterufsberatungsstelle unter den Juden und stellt fest, daß die im Protokoll vom 21. Februar 1916 ihm in den Mund gelegten Aeußerungen über die Wirksamkeit der Berufsberajliingsstelle für das Handwerk, nicht mit dem übereinstimmen, was er in Wirklichkeit über die Nützlichkeit dieser Gründung ausgeführt habe. Auch über eine Unterhaltung mit einem Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung des Handwerks und Ackerbaues unter den Juden zwecks Wahl zweier Inspektoren gab Herr Silberberg Auskunft und hofft, daß hieraus unserem Vereine Nutzen ersprießen werde und bei der demnächst stattfindenden Wahl, die Inspektoren aus Mitgliedern unseres Vereins sich rekrutieren würden. Die Anschaffung von 2000 Exemplaren der vom Verlag Dr. Bäsch & Co. herausgebrachten Broschüre „Vom Jüdischen Mittelstand" fand allseitige Zustimmung. 3. Unsere Sommerveranstaltungen. Ueber den am Himmelfahrtstage (1. Juni a. c.) geplanten Ausflug einspinnt sich eine recht erregte Debatte,, da die Meinungen hierüber gar zu verschieden sind. Es bleibt jedoch bei der vom Vorstand geplanten Ausführung. Herr J. Löwenstein berichtet noch über Verhandlungen, die er wegen einiger in den Sommermonaten geplanter Veranstaltungen mit dem Besitzer des Gartenlokals, in dem diese im Vorsommer1 stattgefunden haben, geführt habe. Doch lassen die hohen Forderungen des Gartenbesitzers die Ausführung dieser Veranstaltungen in diesem Jahre wohl kaum zu. 4. Stell ü-n gnahme zur Lehrlingsfrage. 5. Besprechung über die Aufgaben des Handwerks in und nach dem Kriege. Referent für Punkt 4 Herr Ansbach. Herr Baruch beantragt zu beiden Punkten: Absetzung von der Tagesordnung wegen nicht genügender Beteiligung. Dem Antrag wird nach lebhafter Debatte, für und wider, stattgegeben. Beide Punkte werden erneut auf der Tagesordnung der am Montag, den 19. Juni stattfindenden Mitgliederversammlung erscheinen. 6. Verschiedenes. Aus der Versammlung heraus wird gerügt, daß das Banner des Vereins bei der Beerdigung des Mitgliedes Herrn. Cohn nicht zugegen gewesen sei. Nach erregter Debatte spricht sich die Versammlung einstimmig dahin aus, daß für die Folge und in jedem Fall "bei allen Beerdigungen von Vereins-Mitgliedern das Vereinsbanner zugegen sein soll und überträgt die Sorge bierfür dem Vorstand. Holz- und Kohlen-Offerte. Bei einer Mindestabnahme von 3000 Stück oder 30 Ztr. werden abgegeben: ' llse-Salonbriketts per 1000 Stück . . . .,. . Mk. 12,50 Kaiser „ „ 1000 „...... „ 12 — Krone „ „ 1000 „ ........11,50 Vulkan „ „ 1000 ,......... 11,—

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