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Handwerk und Gewerbe · 1915-10-01 · 1. u. 2. Oktober-Heft · p. Seite 197

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Journal
Handwerk und Gewerbe
Volume
8 (1915)
Issue
1. u. 2. Oktober-Heft
Date
1915-10-01
Page
Seite 197 (sequence 7)
Language
German
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1. u. 2. Oktober-Heft HANDWERK UND GEWERBE 197 Inf.-Rgt: 259; E. Adam thorri, Dr. Arlh. Kauffmann, Frankfurt a. M.; Walter Sieburth i. Inf.-Rgt. 14, Dr. Rud. Cohn, Berlin; Berth. Proskaujer, Berlin; Otto Beer, St. Ingbert; Leo Gerber i. Landw.-Inf.-Rgt. 48, Norbert, Frank i. Art- Rgt. 54, Dr. Ascher, Hamburg; Sender, Trier; Walter Callmann, Berlin; Dr. Fr. Behrendt i. 1. Garde-Rgt. z. F., Artur Littwitz, Breslau; Orgler, Landw.-Train, Albert Lustig, Berlin; Max Wronker, Frankfurt a. M.; Aug. Herz, München; Kirchstein i. Feldart.-Rgt. 16, Leo Heinsius, Berlin; Otto Weil i. Inf.-Rgt. 112, Otto Salomon i. Inf.-Rgt. 87, Seligmann i. Pion. Rgt. 25, Czarlinski, Hamburg; Grünwald, Hamm; Auerbach, Hamburg; Artur Gabbe, Magdeburg; Dr. May i. Inf.-Rgt. 118, Fritz Wallach, Berlin; Fliess i. Res.-Inf.-Rgt. 35, Blumenthal i. Landst.-Bat. v. Borcke, Rosenstock i. Res.- Inf.-Rgt. 32, William Gans, Göttingen. Zu bayrischen Majoren befördert: Siegfr. Strauss, David Thormann, beide aus München. * Zu sächsischen Offizieren befördert: Fritz Marx, Berlin, Die Rote Kreuz-Medaille wurde verliehen: Jasculiewicz, Schwarz, beide Krankenträger aus Ostrowo, Dr. Seligmann, Dr. Rothschild, Alfred Mayer, Herrn. Marx, Moritz Simon, sämtlich Krankenpfleger des Lazar.-Zuges M, Frankfurt a. M. Eisernes Kreuz für einen österr. Oberst. Der deutsche Kaiser.hat dem Oberst Dr. phil. Leopold Austerlitz, Techn. Militärkomitee, das Eiserne Kreuz 2. KlasSe verliehen. die ge- Wie Gottfried Sender fiel. Einem Briefe, den die in Berlin wohnenden Eltern des Leutnant Schultze vom Res.- Inf.-Reg. Nr. 24, erhalten haben, entnehmen wir über dieses Ende folgendes: „Wir bekamen wieder Befehl zum Vorgehen; gehen bis auf die Höhe yor uns, bekommen dort Feuer, besonders von der Flanke, und graben uns, ein. Leutnant Sender, der wieder die Kompagnie führt, will den rechten Flügel vorgehen lassen. Der will nicht recht, da er im heftigen Feuer liegt. Leutnant Sender geht selbst hin, legt sich ohne jede Deckung dort hin, bekommt Kopfschuß und ist sofort tot. Sehr tüchtiger Soldat, beliebt bei allen Mannschaften und Offizieren". Berlin. Der Vereinslazarettzug M 3, der Lazarettzug der deutschen Bne-Briß-Logen, der von den jüdischen Lögen Deutschlands zur Verfügung gestellt wurde, wurde von der Prinzessin Friedrich Leopold besichtigt. Die hohe Frau, welche von dem leitenden Arzt Dr. Staub (Breslau) geführt wurde, äußerte ihre volle Befriedigung über die Einrichtung des Zuges. Am gleichen Tage empfing der Zug auch den Besuch einiger schwedischer Herrschaften, u. a. des Bürger* meisters aus Stockholm. Auch hier fand die Art, wie Deutschland für seine verwundeten Söhne sorgt, durchaus Beifall. - , *. Berlin. Das; Ehrenfeld auf dem Friedhofe in W e i ß e n s e e. Auf dem Friedhofe der Gemeinde Weißensee ist in der Nähe der neuen Bethalle eirt besonderes Ehrenfeld zur Bestattung gefallener Krieger angelegt worden. Der Entwurf für die gärtnerische und bauliche Gestaltung des Feldes sieht einen stimmungsvollen Hain als Abschluß einer großen Rasenfläche vor, in welchern als architektonischer Hauptschmuck ein das ganze Feld überschauendes Denkmal in Aussicht genommen ist. An das geplante Denkmal, zu dem Freitreppenanlagen führen, reihen sich nach dem Entwurf zu den beiden Seiten gruppenweise die Grabstätten der gefallenen Krieger, j Die einzelnen' Gruppen Werden von je zwei Pylonen (Eckpfeilern) abgeschlossen, die mit bildnerischem, auf die Bedeutung des Ehrenfeldes hinweisenden Schmuck versehen sind. Zwischen den Pylonen ziehen sich die in gleichmäßiger würdiger Weise auf einheitlichem Sockel und mit gleichem Deckgesims -zu errichtenden Grabsteine hin. Jede Gruppe wird von einem blühenden Blumenfries gekrönt, wodurch ein belebendes Moment in, der dunkelgrünen Taxuswand geschaffen wird, die sich hinter den Grabreihen erheben soll. . , i Die Gräber selbst erhalten Efeuschmuck, die Gänge weißen Kiesbelag. . 1 Es ist geplant, die Nämen aller Kriegsteilnehmer, auf dem Friedhof in Weißenset -ihre letzte Ruhestätte funden haben, am Sockel des Denkmals zu verzeichnen. In dem erst noch in der Anlage begriffenen Ehrenfelde sind bisher 45 Krieger bestattet, von denen einer ein österreichischer, alle anderen deutscher Staatsangehörigkeit waren. Eine Anzahl Krieger ist bei den Gräbern der Ihrigen au terhalb des Ehrenfeldes beigesetzt. Die Gemeindebehörden haben das vorliegende Projekt mit Ausnahme des Denkmals, über das die Beschlußfassung vorbehalten blieb, genehmigt und die veranschlagten Kosten mii der Maßgabe bewilligt, daß während dtr Kriegszeit von der baulichen Ausgestaltung des Ehrenfelpes Abstand genommen wird. » Pankow. (Jüdisches Mädchenhaus.) Das Mädchenhaus zu Pankow bildet unentgeltlich jüdische Mädchen von ■ 14—.16 Jahren für den hauswirtschaftlichen Beruf aus. Die Ausbildungszeit dauert zwei Jahre. Bewerbungen sind an Frau Geheimrat Loewe, Berlin W, Uhlandsttjaße 30, zu richten. ' i Hamburg. Auf dem Begräbnisplatz der deutsch-israelitischen Gemeinde in Ohlsdorf wird für gefallene jüdische Krieger ein Ehrenfriedhof eingerichtet und von der Gemeinde in Pflege genommen werden. Die Namen der in Feindesland bestatteten israelitischen Soldaten sollen auf einem Gedenkstein verewigt werden. Herr Rabbiner Dr. Tänzer, Göppingen wurde /tun Feldgeistlichen bei der Bug-Armee ernannt. Reichstagabgeordneter Dr. Ludwig Haas (Karlsruhe) wurde in die Zivil Verwaltung von Warschau berufen., Abg. Haas ist Ritter des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse und zum Leutnant und Kompagnieführer befördert worden. Er steht zur Zeit im Westen. Feldrabbiner-Konferenz. Die jüdischen Feldgeistlichen, die im Westen amtieren, haben in St. Quentin eine Konferenz abgehalten. Es wurden eine Reihe auf die Seelsorge sich beziehender Fragen erörtert, namentlich die Heranziehung von Hilfspredigern. ■Empfang bei der Kaiserin in Alienstein. Die Kaiserin empfing bei ihrem letzten Besuch unserer Sta(dt unter den Vertreterinnen verschiedener Wohlfahrtsvereine auch die Vorstandsdamen des Israelitischen Frauen vjereins, Frau Rabbiner Dr. Olitzki/ und Frau Lewald. * Mr. Henry Morgenthau, der amerikanische Botschafter in Konstantinopel, wurde von der Universität Konstantinopel, zum Ehrendoktor der Rechte ernannt. Aus dem Feldpostbriefe eines jüdischen Bataillons- und Assi Stenz-Arztes im Osten. L. am Bug, 16. Aug. . . . Die Verfolgung des sich dauernd zurückziehendien, aber sich heftig wehrenden Gegners ist so aufreibend,] anstrengend und nervenabspannend für alle Beteiligte, wie man es sich kaum vorstellen kann, wenn mans nicht selbst erlebt. — 25 — 30 Kim., unausgesetzten Marsch, aufgebalten durch brennende Brücken, unterminierte Chausseen, droße Sümpfe, dichte Wälder, täglich im Anschluß daran pefecht; Zeit zum Ausgehen oder Essen ist nicht vorhanden; -in der Zeitung liest sich alles so einfach, aber unsere Truppen leisten Unglaubliches. Und so sind wir in den: letzten Tagen wieder recht schön vorwärts gekommen: ich befinde mich augenblicklich in einem kleinen Bug-Dorf dicht am Fluß, etwa 20 Kilometer südlich Brest - L towsk. Hier sind wir heute Mittag eingetroffen, um nach diesen Anstrengungen als Bug - Sicherung für weiter vormarschierende Truppen etwas auszuruhen; voraussichtlich für ein/paar Tage, — aber, wie so, oft, fürchte ici, daß. unsere Leute aus ihren eben eingerichteten Quartierer durch Befehl

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