Handwerk und Gewerbe
- Journal
- Handwerk und Gewerbe
- Volume
- 8 (1915)
- Issue
- 1. u. 2. Oktober-Heft
- Date
- 1915-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I. u. 2. Oktober-Heft 1915 Verlag: jDr. Bäsch & Co., G. m. b. H., Berlin, Nassauische 5»trafie 24. Jahresabonnement für Nichtmitg ieder 4,80 Mark. }g Erscheint am Mittwoch nach den 1. und 15. jeden Monats Inhaltsverzeichnis* Wf'tkricg und Judentum. - Handwerk und Hansa-Bund - Aus den Verdjm ■ ha|tungsteil. — Bücherschau. Umschau. umer- Weltkrieg lind Judentum. Von Dr. O. Ehrlich. \ - iv. L ' ■ 1 Im vorletzten Hefte ist auf die Abneigung hingewiesen worden, die uns Deutschen' schon vor dem Kriege und jetzt während des Krieges selbst von vielen "neutralen Staaten entgegengebracht worden pst. In der Ursache dieser nahezu allgemeinen Mißgunst, so wurde von uns ausgeführt, sei auch eine der wichtigsten Ursachen des Weltkrieges überhaupt zu finden. , | Nun sei hier1 die merkwürdige Tatsache angeführt, daß gerade in den letzten zwei Monaten und Zeitschriften die Frage in fast der ganzen -Welt so erörtert worden ist. Zwar geschaf wüßtem Zusammenhange mit dem Ursache, wie dies hier untersucht Lebhaftigkeit der Meinungsäußerungen und die, allgemeine nteilnahme, unter der die ganze Diskussion vor sich ging, aß bei diesem Punkte die Oeffentlichkeit zum mindesten u ahnen begann, daß hier das Thema aller Themata liegt. Und es war sehr interessant zu die Gründe aussahen, die man für Unbeliebtheit anführen zu müssen j Erklärungen erschöpften sich darin, den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands als die Hauptursache zu bezeichnen. Wir seien der Welt' zu. reich geworden, und unsere wirtschaftlichen Fähigkeiten, die 'immer noch im Wachsen begriffen seien, hätten die Welt allmählich so «ängstigt, daß sie türchte, unter Deutschlands Joch zu in deutschen Zeitungen „Warum ist der Deutsche unbeliebt?" allgemein dies nicht in so bedrohtem der Weltkriegwird, doch zeigte, die lesen, wie verschieden die Erklärung unserer glaubte. Die meisten kommen, wenn es nicht geläng?, Industrie einfach ganz zu verni: Deutschlands Waren, Erfindung« n Beachtenswert ist das zweite/ Argument der Deutsche wisse sich nich ins Ausland komme. Ueberall Allerbesserwisser, schulmeistere gant, aufdringlich, anspruchsvc Eigenschaften alle heißen, vielen ins Treffengeführtedritte Ar geradezu ins Gesicht schlägt, nicht arrogoht, sondern eher eigenen Charakter sondern nachzuahmen. Wo er hinko Umgebung geradezu sein Frankreich sei er noch franzö; England noch englischer als kaufmännischen Leben mäche Deutschtum höchst schädlichen der Engländer hinkomme, v< sich bemühe, ihn zu verstehen ihm garnicht ein die Sprachen lernen oder in der kaufmänr anderen Völkern sich der Spracl englisch, das steht ihm allen Deutsche natürlich sich viel zu womit er sich die Achtung der Deutschlands Handel und :hten. Ueberall dominier;n Maschinen und Menschen. das angeführt wird: zu benehmen, sobald er dränge er sich vor, sei ein seine Umgebung, sei arrv II und wie die schönen Amüsant ist es, wie das Ivon jumentdem Vorhergehende n Danach wäre der Deutsche servil! Er hätte keinen vielmehr alles Fremde suche er in der neuen zu verstecken, in ischer als der Franzose, in Engländer usw. Auch i m sich das in einer für das Weise bemerkbar. Wo i. B. erlange er, daß seine Umgebjungnd englisch lerne. Es falle seiner neuen Umgebung ::u ischen Korrespondenz^ ni:t e dieser Völker zu bedienen, zu su :he imüie, Dei tschtum zö ii: d :r a i er deren voran, während sehr'seiner selbst entäufkije, anderen verscherze. Sehen wir uns alle, diese Argumente einmal näher ah, so wird sich wohl sicherlich c em geschätzten Leserkreise, an den sich diese Zeilen in erster Linie richten, sofort der lebhafte Gedanke aufdrängen, aber das sind ja alles diese ben