Handwerk und Gewerbe
- Journal
- Handwerk und Gewerbe
- Volume
- 8 (1915)
- Issue
- 1. u. 2. September-Heft
- Date
- 1915-09-01
- Page
- Seite 192 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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HANDWERK UND OEWERBK 1. u. 2. September-Heft tvürd« ej gesehen haben, hätte sein Blick' das Künftige durchdifngeri können! Kampf und SchwerterkfirrtLiO unter dem seih Name vergössen wurde, sein Werk .uli . i! gehen dr töte; Stegcsz«iten, in denen (seine Saat kräftig aufwuchs üm*wieder zertreten zu werden; und Finsternis, > um! . Niederläge in unu^nterbtö«.licntTii Wechsel, doch vor'-allem Niederlage; Stillstand und Rückgang, nn wieder langsamen Fortschritt; Wachstum, zumeist in den schwerer! Zeiten, aber auch das n Pflanzung; ungerade WegeJ die i /;. , . :'-. ■; fuhren schienen; unbegreifliche Nerrrn \ ki geschenkt wurde, das unbegreiflich mÜge ar - e aufzunehmen. Eine Geschichte, die nach Jahrtausenden gerechnet, und der ganzen Menschheit Eigentum frfcrden sollte, deren letztes Blatt manches Mal umgewerdet zu -ein sch en. deren allerletztes aber doch erst US; mrl : de.rh letzten der ganzen Welt gelesen weijden BH. Dehn Israel war'das Eigentumsvolk dessen, für den Iah d tausend Jahre wie ein Tag. Meiner Mutter.*) \iclit, im/, die'iecbten, stürmen, siegen, fallen, Schlägt dieser Krieg am blutigsten die Wunden. Er gab uns manche frohen, frischen Stunden, e Mütter trifft-die schwere Zeit vor allen. Denn ist's iiier uraulien aticli ein hartes Leben, w"if lernten schnell, darein uns zu gewöhnen; 3 g. aber sind beständig bei den Söhnen. .Mit ihren Sorgen unter stetem Beben. w'ir lernten ans an trocknem Brot zu weiden, i ms scheint"« ein Leben, wie es Fürsten führen, Sie. mag den vollen Teller nicht berühren: Wird auch mein Sohn nicht heute Hunger leiden ers nnfit auf freiem Felde tiefer Schlummer, 1 nd faules Stroh ist uns ein Sülles Bette, Sie aber flieht auf weicher Lagerstätte ledweder Schlaf, und rastlos wacht der Kummet. ,wo mag mein Sohn^tch heut wohl niederstrecken' Wird er nicht frieren'"* So gehn ihre Sorgen. I nd schlaflos findet sie dfer frühe Morgen, ■ T.d frierend liegt sie unter warmen Decken. .matt» der Kampfes':irm nicht.mehr beklom Die Kugtin schiecken uns nicht mehr, die sehne I Die nächtens,schrecklich in den Traum ihr gellen Es hat ihr jede ihren Sohn genommen. Es wird derein^ der Friede schnell vertreiben Bei uns des Krieges Ungemach und Wunden. Ihr aber blieb ein Zeichen dieser Stunden, Denn graues Haar wird immer graues bleiben. ich i<1aub', wenn wir der ^Mutter einst begegnen Wir werden auf die Kniee sinken müssen, In Demut ihre grauen Strähnen küssen: „O Mutter,-sieh! Mir half dein treues Segnen! men, en. ") AuS d<.r .Uder Kriegszeit ung' Laß deine Hände küssen, deine weissen, () süße Mutter, läli mich-dies dir sagen: Auch du hast diesen schweren Krieg geschlagen. So lali.mich dich die grölite Heldin heißen!" Ludwig Franz Meyer.' ahMi'S'CiCOiC'OC'Ci'C'C'C'OO? Ulli Bücherschau. Iii 5 i= WtS>Crt&&>t2?&^ Länder und Völker der Türkei. Scluiftensammlung des Deutschen Vorderasien-Komitees. Herausgegeben von Dr. Hugo Grothe-Leipzig. Ve'rlag von Veit & Co. in Leipzig.' Jedes Heft — ,50 Mk. Es sind erschienen: 1. 2. % Die Zukunftsarbeit der deutschen Schule in der Türkei. Von Landtag&bgeordneten Oberlehrer Dr. W. Blankenburg-Zeitz. Die islamische. Geisteskulttir. Von Prof. Dr. M. Horten-Bonn. Cypern und die Engländer.' Ein Beispiel britischer kolonialer Willkür. Von Prof. Dr. Freiherr vön Lichtenberg-Gotha. 4. Das Georgische Volk. Von Prof. Ferd. Bork- Königsberg. Wer sich über die Türkei, ihre Völker und Sitten orientieren will, der lese diese übersichtlich geschriebenen Broschüren. Es wäre zu wünschen, wenn diese Bücher, von denen zwölf erscheinen sollen, sich regen Eingang beim Publikum verschaffen würden, damit die Gesamtheit des Volkes inniges Verständnis für die wichtigen Handelsbeziehungen findet, die uns durch die Erschließung der Türkei nach glücklich beendetem Kriege zufließen werden. "„Jenseits". Aus der jüdischen Lebenstragödie im Zaren- ' reiche von S. Schachnowitz, Verfasser von „Merelaika" und „Luftmenschen". Das Buch ist zu beziehen durch alle'besseren Buchhandlungen oder gegen Voreinsendung des Betrages direkt beim „Verlag des Israelit". Preis geb. 2.50 Mk., brosch. 2, Mk. Dieser neue Roman des beliebten Erzählers und guten Rußlandkenners gewährt uns einen tiefen Blick in die tragischen Verhältnisse, unter denen die Juden im Kosakenlande leben und leiden. In spannender Handlung und anschaulichen lebenden Bildern lernen wir den Koloß auf tönernen Füßen in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit kennen. Rußland mit seinem Judengesetz, mit seiner Tscherta, mit seiner Prpzentnorm, mit seinen verzweifelten, in die Arme der Revolution getriebenen Jünglingen, mit seinen finnischen Täuflingsfabriken, Rußland mit seinen Pogromen, Ritualmordhetzen, seinen unterirdischen Gelassen, in denen Verschwörungen und Attentate vorbereitet werden, mit seinen korrupten Beamten »und zweischneidigen Polizeispitzeln, dieses Rußland zieht an unserem Auge so lebendig vorüber, daß unser Interesse an dem Kampf gegen dieses Barbarentum höchlichst gestärkt und die Hoffnung auf die baldige Niederwerfung dieses letzten Stückes finsteren Mittelalters gesteigert wird. » Das' Buch ist unentbehrlich zur vollen Erschließung des Verständnisses für das, was jenseits der weiß-blauroten Grenzpfähle jetzt des göttlichen Strafgerichtes harrt. -X- Annoncen-Ali nähme und Verlag: Dr. Hasch & Co., O. m. b. II., Berlin-Wilmersdorf,. Nassauische Str. 24. - Verantwortlich R-cb.Hinn: Dr. Oirl Rr>«ch, Wilmersdorf - Druck: D. FeilfhenfUd, Berlin SW H), Beuihstr. IQ. für die