Handwerk und Gewerbe
- Journal
- Handwerk und Gewerbe
- Volume
- 8 (1915)
- Issue
- 1. u. 2. August-Heft
- Date
- 1915-08-01
- Page
- Seite 182 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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HANDWERK UND UEWERBfe 1. u. 2 August-Heft '.tili: I conl;. Friedeberg; Sttassbjtrg.--Julius L'JInunn lis Weilt: -Stuttgart.: Dr. Zürndorfer, Beruh. S er >it: \V.-.:iei Schulz"; .VrjEt<ibcini.:l Ludwig - Altstä her; ster&urg: Dr. L'll.mann; Woilin: Ai m Mpses; Würz ■g: Lidwig Frau'kenthal. "Zu preußischen Reserveoffiziere:: befördert: Georg Bing e. His.-Rut.: Alex Bacrwald b. d.Matros.-Arthl I.,; iicr, Oren.-Rgt. KW; Mannheim, Iiis.-1nf.-Rgb 236; linger Res -liif.-Rgt. 238; Blaschke, jAbrahanvftfrha- .ski, Res.-Int-Rgt 272; Ahrens, Res.-Inf.-Rgt. [2G<J u, B^rig.Vtrjj.-Bat 5<i; Lautenschlläger, Res. 27;; lAisetihhnh, Rcs.-Inf.-Rgt. 209: Maretzki, ■Rgt*20I;j Münzcsheimer, Fcldart -Rgt 50; dart-Rgt SJ* Soridheimer, Res.-Feldart.-Rj f >n, 1 u Uart. - Rgt 10: . Scharlach, Fuliart-Ri paport, Piun.-Bat. 15.' Chrambach TelegT.-B| :hmann. ltif.-Rgt 113; Goldschmidf, Tnf.-Rg iCS /. lt. il L; Carlebach z. Lt. d. F.; Czapski, . 4; Dr.. Engelbert, Res.-Inf.:RgtJ 77; Karl Dortmund: SÄa.x Sern, Landw.-I^nt-Rg . öl; Willy koschfid, Frankfqfta. M.; Beruh. Stern, Stuttgart; Bcnr'» Harme, Elberfeld; Heymaun, Res.-fuliart. - Rgt. 3; Wolfsohn, FuBart;-Rgt. 6: Ferd. Fröhlich, Rck. - Art. - Rg . 52:;Dr-. Kahn, Gießen; Georg Lachs, Berlin; Liepmann, Res.- .lut-Rgt 259; Marcus Ferdflieger-At t. 60; Cohn, Ers.- Itat.-Fußa«rt-Rgt 20:' Levy, Füs.-Rgt 39; Cohn* l7eid- , Luftschiff,-Abt vlS; Sterobcrg, Drai.-Rgt S. Zum Int.- u. ßaurat: Elsässer. Vor$t. d. Mit• Bajamts thörti L ' Zum Württemberg. Reserveoffizier befördert: Dr. [firajtige:idiicher Held. Im Reservclazarett „Tusealum" Beriinlegel hegt der Grenadier Heinz Keibcl vorn Leibregjment '■Nr. 2 Stettin schwer» erkundet darnieder Der junge Alaun ist 16 Jahre 3 Monate alt und hat den schweren Wjnterfeldzug gegen Rußland mitgemacht. Et ist im Gefecht an der Dubissa am 22. Mai. a. c. sclrvver verwundet worden. . Tioi/ seines jugendlichen Alters hat der tapfere Jüngling mir den einen Wunsch: „Wieder ran ar den Feind!?' j Max Weinberg, der besonders durch sein poetisches Werk: „Ewige Weisheit, Spruch poejsie des Talmud" bekannt giwordene Schriftsteller, bcyelit am 25. Juli den. , i. Geburtstag. Das Buch fand seinerzeit den ungeteilten Beifall, der Presse und die besondere! Zustimmung namhafter'Autoren,' wie Friedrich Spielhagem Paul Hey^e, Julius Rodenberg und anderer mehr. Die deutsche Schilier-Stif :ung hat dem Verfasser eine Auszeichnung zuteil werden Ia$sen. V on den Spruchpoesien des Talmud wird demnächst mit dem zweiten Band die vierte Auflage enscheinen. Auf der „Emden". Bei dem heldenmütigen Untergang der „Emden" hat der Matrose Cfevi aus Lauenau a. D. se nen Tod gefunden. Das Beileidsschreiben, welches der Leutnant zur See Prinz v.on Holjenzollern im) Auftrage Jdes Kommandanten des Schiffes, des Fregattenkapitäns von Muller, an die Hinterbliebenen gerichtet, lautefc . ] Malt« , den 1 3. 1915. An die Angehörigen des verstorbenen Matrosen Lcvi in Lauenau a. D. In dem Gefeclit bei der Kocos-Jnseil, wo die Tätigkeit den „Emden" ihr Ende-fand, starb auch den Heldentod türs Vaterland der Matrose Levi. Ich I bfh vom Kommandanten dfs Schiffes, Herrn Fregattenkapitän v. Müller, beauftragt, Ihnen zu dem schweren, Verluste der Sie an .diesem Tage betroffen hat, sein herzlichstes und wärmstes Bejüeid auszusprechen. Auel) im Namen der übrigen Offiziere, Deckoffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der „Emden" und ebenfalls für Irnich persönlich) versichere ich Sie unserer aufrichtigsten Teilnahme. „Wir alle bedauern mit Ihnen densö frühzeitigen Tod des .tapferen Heimgegangenen, dessen junges Leben zu den Schönsten Hoffnungen berechtigte und | der durch keinen großen Diensteifer und sein kameradschaftliches Wesen bei Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt war. Im Endgefecht der „Emden' hat er auf seiner Gefechtsstation als Geschfitzmairase sein Bestes getan und tapfer, ausgehalteu, bis ihm eine englische Granate einen kurzen und schmerzlosen Tod bereitete. Im Herzen der Ueberlebenden von SMS. „Emden" wird das Andenken an den tapferen und beliebten Kameraden alle Zeit unvergessen bleiben." gez. Prinz von Hohenzollern, Leutnant zur See. Der Verein „Lehrlingsheim Pankow" hielt am 14. Juli die diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Rudolf Mosse, eröffnete und leitete die- . selbe. Der Verwaltungsberich't wurde von dem Anstaltsdirektor Israel erstattet. Wir entnehmen daraus, daß trotz der schweren Zeit, die wir durchleben, die humanitären Aufgaben des Vereins nicht herabgemindert wurden, sondern tinverändert hat der Verein die Fürsorge für unsere heranwachsende Jugend weiter gepflegt. Eine besondere Schwierigkeit erwuchs dem Verein daraus; daß durch die Einberufung verschiedener Meister diese ihre Werkstätten schließen und ihre Lehrlinge entlassen mußten. Als sich aber Industrie und Handwerk den veränderten Zeitverhältnissen schnell anpaßten, gelang es uns, die arbeitslos gewordenen Zöglinge wieder in geeigneten Betrieben unterzubringen. So hat rder Vorstand sich bemüht, auch in den schweren Zeiten die Aufgaben des Vereins zu erfüllen. In großer Zahl kämpfen unsere entlassenen Zöglinge für Deutschlands Recht und Freiheit. Schmerzliche Verluste sind nicht ausgeblieben und freudig haben l alle ihr Blut für unser Vaterland eingesetzt. In einem späteren Berichte .verden wir genaue Angaben, Zahlen und Namen veröffentichen. Wir hoffen mit dem Sieg unserer gerechten Sache, - msre Fürsorge in immer weiterem Umfange der heranwachsenden Jugend angedeihen lassen zu können. _ Zu Punkt 2 der Tagesordnung verlas Herr Eduard Growald den Revisionsbericht und beantragte die Entlastung, die einstimmig erfolgte. Herr Jacob Pasch hat wegen Uqberbürdung sein Amt als Revisor zum allgemeinen Bedauern niedergelegt Für seine langjährige treue Arbeit wurden ihm herzliche Dankesworte gezollt. Bei der darauf folgenden Wahl der Revisoren wurde Herr Emanuel Appel wieder und Herr Eduard Growald neugewählt. Die Versammlung genehmigte sodann den Voranschlag des Etats für das Jahr 1 <>15 16. Hiermit war die Tagesordnung erledigt, und der Vorsitzende schloß mit herzlichen Dankesworten die Versammlung. In der sich anschließenden Vorstandssitzüng konstituierte sich der Vorstand wie folgt: Rudolf Mosse, Vorsitzender; Oscar Tietz, stellvertretender Vorsitzender; Justizrat Kraft, Schriftführer; Prof. Dr. Strel itz, stellvertretender Schriftführer; Georg Lach man n, Schatzmeister; Dr. J. Ginsberg,, stellvertretender Schatzmeister; Dr. S. Feist, M. D. Feilchenfeld, Max Fraenkel, Direktor Oscar Oliven, Prof. Dr. Paul Friedrich Richter, Kuratoren. Bericht des Feldgeistlichen Rabbiner Dr. Baeck an den Vorstand der jüdischen Gemeinde. Berlin. Chauny, den 6. Juni 1915. In der Zeit vom 18. bis 31. Mai habe ich aeht Gottesdienste abgehalten: in Charlepont, Roiglise, Lagny, Chauny, Pargnv, Chavignon, Margival und Sancy. Daneben war ich in ernsten und^,frohen Stundeh mit uriseren Mannschaften zusammen; von ihnen sei je eine geschildert: In der Nähe des Dorfes Chiry, das an der Straße von Noyon nach Coinpiegne liegt, wurde am Sonhtag Nachmittag ein neu angelegter Militärfriedhof ein-j geweiht. Auf den Feldern und Wiesen rings umher befinden sich verstreut, von der Zeit der großen Kämpfe her, viele G» aber unserer wie auch französischer. Soldaten. Jedem wurde zwar seine Fürsorge zuteil, aber es mußte doch bei den Truppenteilen, die seit längerem in der dortigen Gegend liegen, der Wunsch rege werden, allen diesen, die