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Handwerk und Gewerbe · 1915-08-01 · 1. u. 2. August-Heft · p. [Seite]

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Journal
Handwerk und Gewerbe
Volume
8 (1915)
Issue
1. u. 2. August-Heft
Date
1915-08-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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I. u. 2. August-Heft 1915 Verlag: Di\ Bäsch & Co., G. m. b. HL* Berlin, Nassauische Straße 24. Jahresabonnement für Nichtmitglieder 4,80 Mark, m Erscheint am Mittwoch nach dem 1. und 15. jeden Moinat; Inhaltsverzeichnis: [Weltkrieg und Judentum. — teil. — Büchefschau.' " . Rückblicle. - Aus den Vereinen. Umschau. Unterhall ungs Weltkrieg und Judentum. Von tt. O. Ehrlich. I ■ "Ll ' ' In unserem letzten Aufsätze haben wir auf die Seltsamkeit hingewiesen, daß die Zentralmächte, während, sie schon nahezu auf der ganzen Linie siegreich sind, noch immer isoliert dastehen, obwohl es sonst in der Geschichte stets der Fall gewesen ist, daß bei einem Streite zweier Mächtegruppen kleinere Staaten nur so lange abseits bleiben, als es noch ungewiß ist,; welche von beiden die stärkere ist und sich dann sofort' der stärkeren anschließen, um bei dem siegreichen Ausgang des Kampfes auch ihre Belohnung zu erhalten. Wir haben betont, daß wir durch eine Untersuchung dieses Tatbestandes zugleich auch die Quellen des ganzen gegenwärtigen Weltkonfliktes entdecken würden. Und fürwahr, wenn wir uns einmal ernsthaft fragen, wie kommt es denn, daß noch immer auch die ganze neutrale Welt den Atem anhält und nicht nur mit Erstaunen, sondern auch mit Beklemmung es wahrnimmt, wie die Zentralmächte auf dem besten Wege sind, eine ganze Welt von Feinden zu besiegen, dann muß sich doch einem jeden die notwendige, wenn auch noch so bittere Erkenntnis aufdrängen, niemand, auch die sogenannten „wohlwollenden" Neutralen nicht, gönnen uns einen absoluten Sieg. Die uns „freundschaftlichst" Gesinnten hätten im äußersten Falle gewünscht, daß das Ganzetine Partie remis geblieben wäre, ein unentschiedener Kampf! Und wenn wir sie fragen, wieso, weshalb denn dieses Bangen vor unserem Siege, dann hören wir immer und immer wieder die Antwort, es ginge nicht an, wenn wir'zu mächtig würden, htch einem endgültigen Siege wären wir so wie so die .herren von Europa .'und das müßte auf jeden Fall VV h ndert werden. Und wenn wir demgegenüber noch so oft auf Unsere n ehr als 40jährige friedliche Vergangenheit hinwiesen, ui d m enn wir rtodh so überzeugend bewiesen, daß wir et [nie it waren, die den Krieg begonnen sondern nur aus Nolweir zum Schwerte griffen, und wenn wir noch so aufrichtig versichern, daß wir auch in Zukunft in diesem Punkte dieselben bleiben wollen, die wir waren, daß wir wieder in F-ieden unserer Arbeit nachgehen wollen ohne Ander in Zwang anzutun und allen Völkern gern ihre Freiheit gönn;n rröchten, es nützt uns alles nichts, sie könnten wohl, sie wollen es uns nicht glauben!" Wenn wir für diese sehr befremdende aber dafür um so wahrere Tatsache die Lrsache finden, dann wissen wir zugleich auch, aus welchen Gründen dieser Weltkrieg überhaupt entstanden ist; qas soll in dem folgenden Aufsatze geschehen. at er zwar gin Rückblicke. Am 1. August 1915 waren zwölf Monate seil Ben des.großen Weltkrieges verflossen, und aus diesem Grunde Sollte es sich verlohnen, in kurzen Abrissen das zu bringen, was die einzelnen Vereine unseres Verbandes während dieser schweren Zeit in segensreicher Arbeit geleistet haben und wie alle nur von einen Wunsch beseelt waren, „Dur c Hzu j alten " bis zum Letzten. Eine Rundfrage bei den Verständen der einzelnen Vereine ergab die folgende Uebersicht: dem

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