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Handwerk und Gewerbe · 1915-05-01 · 1. u. 2. Mai-Heft · p. Seite 156

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Journal
Handwerk und Gewerbe
Volume
8 (1915)
Issue
1. u. 2. Mai-Heft
Date
1915-05-01
Page
Seite 156 (sequence 8)
Language
German
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156 HANDWERK UND GEWERBE 1. u. 2. Mai-Heft Zu diesen Kosten rechnet man: I. Miete für Werkstatt und Lagerraum,- sowie für alle andern für Geschäftszwecke gemieteten Räume, beziehungsweise bei eigenen Grundstücken den entsprechenden Weit dafür. . 2^. Zinsen für das in dem Rohmaterial enthaltene Betriebskapital, sowie für das Kapital, welches zur Herstellung und Einrichtung der Werkstatt und zur peckung der laufend«h Ausgaben nötig ist. 3. Löhne bzw. Gehälter, welche an nicht produktiv tätige Arbeiter od^r Angestellte gezahlt werden. 4. Kosten für Abnutzung und Neuanschaffung von Handwerkszeug, Geräten, Maschinen und Gerüsten. 5. Kosten für solche Zeichnungen und Schablonen, die für mehrere Arbeiten gebraucht werden. 6. Unterhaltungs- und Reparaturkosten dpr Geschäftslökahtäten (massive Gebäude 1—2 „, FachJwerkgebäude bis 5 , Möbel,, Oefen usw. 10— 50 , Maschinen 10 15" Handwerkszeug f5 20 .) 7. Steuern. 8. Versicherungen aller Art:' a) Feuerversicherung. b) Versicherung Einbruchdiebstahl. c) Allg. Transportversicherung. d) Versicherung für rechtzeitige Lieferfrisiert. e) Glasversicherung. f) Haftpflicht. 9. Beiträge: a) Krankenkasse, die Unfall-, Invaliditäts- und Altersversicherung, die für das Geschäftspersontal gesetzlich bezahlt werden müssen. T)) für die Innung und'Handwerkskammer. 10. Verschiedene kleine Ausgaben für Verbrauchsstoffe, wie, Bimstein, Glaspapier usw. II. Schreibutensilien,Geschäftsbücher, Fernsprecher usw. 12. Drucksachen, Rechnungen, Reklame usw. Porto und Frachten, Zeitschriften und Neuheiten. Für Verluste, an Forderungen. Für Beschickungen für Ausstellungen. Geschäftsreisen, z. B. zur Gewinnung neuer 13. 14. 15. 16. Kunden usw. '; j 17. Etwaigen Selbstlohn des Meisters. Die vorstehenden Geschäftsilnkosten könn|en entweder a) auf die Arbeitszeit oder b) auf die produktiven Löhne oder ,c) auf jede Mark, für welche Arbeit'aus dem Geschäfte geht, verrechnet werden. A. Verrech.lung der Geschäftsunkosten auf die Arbeitszeit: I Das Jahr hat abzüglich der Sonn- und Festtage 300 Arbeitstage. Angenommen es arbeitenj 4 Gesellen'täglich je 10 Stunden, so würden diese täglich 4X10 Stunden 40 Arbeitsstunden und jährlich 300 X 40 Arbeitsstunden 12000 Arbeitsstunden arbeiten. Betragen die jährlichen Unkosten M. 2000, so würde auf eine Arbeitsstunde der 12000ste Teil 2000 von 2000 M. Geschäftsunkosten isommen 12000 16,6 Pf. rund 17 Pfennig, auf 10 Stunden oder 1 Tag =] 10 Stunden X17= 1,70 M. Erhält nun jeder-Geselle von dem Meister täglich 5 M. Arbeitslohn, für eine Stunde 5,00 : 10 0,50 M., so müßte der Meister die Arbeitsstunde bei der Kostenberechnung mit 0,50 •-17 0,67 M. als Selbstkostenpreis ansetzen, dann hätte er seine, Geschäftsunkosten gedeckt. Den Selbstkostenpreis einer Lehrlingsstunde berechnet man gewöhnlich mit der Hälfte von dem der Gesellenstunde. ■ B. Die Verteilung der Geschäftsunkosten auf die produktiven Löhne, das heißt auf jede an Lohn gezahlte Mark: Zahlt jemand an Löhnen jährlich M. 6000, und an allgemeinen Geschäftsunkosten M. 1500, , so kommt auf M. 1, Lohn der 6000ste Teil von M. 1500 gjjjjjj 0,25 M., auf M. 100, M. 25, oder 25%. Die Löhne müßten also 1500 X 100 6000 25« zur Deckung der Geschäftsunkosten um erhöht werden. G. Die Verteilung der Geschäftsunkosten auf jede Mark,'; für welche Arbeit aus dem Geschäft geht: Betragen die jährlichen Löhne M. 8400,— und verarbeitet ein Me^ter jährlich an Rohmaterial M. 4200,—, so hat er für 8400 . 4200 M. zusammen für M. 12600,- jährlich an Arbeit geleistet. Verursachen diese jährlich M. 1800, Geschäftsunkosten, so kommt auf M. 1, Arbeit der 1800 V 10O 12600ste Teil von M. 1800, Geschäftsunkosten -\26OO 14- 7",0. Nachdem der Selbstkostenpreis einer Ware oder efner Arbeitsleistung festgestellt Ist, kann die Berechnung des Verkaufspreises vorgenommen werden. Der Verkaufspreis, besteht aus dem Selbstkostenpreis- und dem Gewinn. Er setzt sich zusammen: 1; aus dem Preise des Rohmaterials, 2. aus dem Preise der Zutaten, 3. aus den produktiven Arbeitslöhnen, 4. aus einem Betrage von allgemeinen Geschäftsunkosten oder General kosten und 5 aus dem Gewinn. % Verbandsnachrichten. i m ^lOOOOOOOOOOOOOaiOOC'OCOOiffHOO'&'ii Die angeschlossenen Vereine werden höflichst gebeten, einen Bericht über den Verkauf der Kriegshilfe- Marken baldigst zu erstatten. Ferner werden die Vorstände wiederholt ersucht, die Anzahl der im Felde stehenden, bzw. eingezogenen Mitglieder, dem Zentralvorsfand umgehend mitzuteilen, da diese Angaben für statistische Zwecke benötigt werden. Auch bitten wir den rückständigen Zeitungszuschuß April'Oktober a. c. baldigst zu entrichten. Mit Verbandsgruß! Der Vorstand | i. V.:*J. Löwenstein, I.Vorsitzender, . SCOOOOOC.'OC OC.'C'OO'".CO % m Aus den Vereinen. II J wgQg>c>c<wNps^ Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens zu Berlin. Dienstag, den 11. Mai d. ji: Besichtigung der Sternwarte. Treffpunkt: 1 Uhr Bahnhof Alexanderplatz(Haupteingahg), bis 5 Uhr: Eterhäuschen,

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