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Der jüdische Handwerker · 1935-12-01 · 12 (12.1935) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Handwerker
Volume
27 (1935)
Issue
12 (12.1935)
Date
1935-12-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Aus den Ortsgruppen Hamburg Berlin Von der Veranstaltung einer Chanukkahfeier haben wir wegen der Fülle derartiger Feiern Abstand genommen. Wir beabsichtigen jedoch, für unsere Mitglieder aus Handwerk und Mittelstand im Laufe des Januar 1936 einen Kabarett-Abend stattfinden zu lassen. Direkte schriftliche Einladungen ergehen rechtzeitig. Denkt oh die fakassogelähc! Wir machen an dieser Stelle nochmals darauf aufmerksam, dafl unser Hauskassierer berechtigt -ist, «inen lOHngen Aufschlag für Inkasso zu erheben. Wir bitten, diese nicht immer leichte und angenehme Tätigkeit, die in vielen Fällen wiederholt werden muß, durch Zahlung auch der Inkassogebühr von 10*/» zu unterstützen, auch wenn die Beiträge nach erfolglosem Besuch des Hauskassierers per Post Uberwiesen werden. Heue TnUgtiedec Biete Forgasch, O., N54, Lottumstr. 13a. Dl Norden 3726. Buchdruckerei Kuhmerker, A.. Charlottenburg, Maikowskistr. 69. C4 Wilhelm 1800. Chemische Reinigung (Annahme) Frankenthal, Roth, Wilmersdorf. Uhlandstr. 123. H 7 Wilmersdorf 3017. Dekorateur (Tapezierer) Pinn, Oskar, Halensce, Johann-Georg-Str. 26. J7 Hochmeister 5167. Frisiersalon Levy, Ernst, W30, Viktoria-Luise-Platz 5. Damen- und Herren-Salon. B5 Barbarossa 5114. Korsettlere Schnitzer, Rosa, N 54, Brunnenstr. 14. D 1 Norden 03J>. Kürschner Koeppel, Martin, N 54, Weinmeisterstr. 10/11. D2 Weidendamm 8896. Photographln Wunderlich, Edith, N31. Brunnenstr. 126/27. (J3 Westend 5098.) Putzmacherin Behrendt, Jetti, N 65, Brüsseler Str. 47. Sattler Sylbertrest, V. N 24, Gr. Hamburger Str. 34. Schneider Bachner, L», N 54, Zehdenicker Str. 2. Zwischenmstr. f. Damenkonfektion. Drabinowski, (>.. N54, Rosenthalcr Str. 16/17. Herrenmaß. Kaffeman, Moritz, N54, Rosenthaler Str. 14. Herrenmaß. D 1 Norden 1463. Ring, Elias, N 54, Lothringer Str. 49. Herrenmaß. Dl Norden 5656. Rogozinski, D„ Charlottenburg, Kantstr. 41. Damcn- und Herrenmaß. C 1 Steinplatz 2139. Taucher, Julius, Charlottcnburg, Pestalozzistr. 10. Herrenu. Damenmaß / Reparaturen. C 1 Steinplatz 6170. Schneiderin I.ubranczyk, Else, Charlottenburg 4, Sybelstr. 14. J6 Bleibtreu 2085. Mamroth, Erna. ()34. Frankfurter Allee 13. Zwischenmstr. f. Damenu. Mädchenkonf. Uhrmacher Rosenstrauch, M.. C 25, Alexanderstr. 30. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken der verstorbenen Frau des Förderers, Herrn Dr. L. Golodetz. Das Protokoll der Oktober-Versammlung wurde verlesen und angenommen. Eine Anzahl neuer Mitglieder wurde aufgenommen. Im Anschluß daran nahm der Vorsitzende, Kollege Bernhard Heinemann, Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dafl vor genau 29 Jahren (am 13. November 1906) der Handwerker-Verein in Hamburg gegründet worden ist, und gab zugleich einen kurzen geschichtlichen Ueberblick Uber die Entstehung und Entwicklung des Vereins. Er rief ine Gedächtnis zurück, wie jüdische Handwerker sich gelegentlich des Synagogenbaus am Bornplatz zusammengefunden haben, wie anfänglich erst die Anerkennung erkämpft und Schritt für Schritt errungen wurde. Heute steht der Hamburger Verein allseitig geachtet und anerkannt als ein Faktor sowohl in judisch-wirtschaftlicher Beziehung als auch im Parlament der Gemeinde und im Repräsentanten-Kollegium da. Von anfänglich nur einem Vertreter hat es der Verein bis heute auf vier Handwerker- Repräsentanten gebracht. Auch auf die vom Verein im Laufe seiner Entwicklung ins Leben gerufene oder auf seine Initiative geschaffenen Einrichtungen wies der Vorsitzende hin. Die Jugendgruppe (der ehemalige Lehrlings- und Geliilfenverein), die so segensreich wirkende Frauengruppc die Berufsberatungsstelle, die auf Anregung des Vereins ins Leben gerufene Darlehnskasse sowie die mit der Mitarbeit errichteten Vorlehrkurse legen Zeugnis ab für die umfangreichen Aufgabengebiete des Vereins. Von einer Feier soll in diesem Jahre Abstand genommen werden. Ihre Verbundenheit zum Verein können die Mitglieder vielmehr durch eine Spende für das Jüdische Winteiliilfswerk zum Ausdruck bringen.- Einer Anregung des Vorsitzenden zufolge wird nunmehr bei jeder Versammlung, bei jeder Zusammenkunft von Ausschüssen und Gruppen des Vereins sowie bei allen Familienfesten von Mitgliedern fUr die Jüdische Winterhilfe gesammelt und der Ertrag monatlich abgeführt werden. Zahlreiche Mitglieder unseres Vereins haben sich hierbei als Helfer zur Verfügung gestellt. Allen sprach der Vorsitzende seinen Dank aus und forderte die Anwesenden auf, das Werk durch Spenden und praktische Mithilfe zu unterstützen und zu fördern. In Fortsetzung der Tagesordnung wurde Uber die starke Inanspruchnahme der Geschäftsstelle im letzten Monat berichtet. Es handelte eich um Beratungen bei Uebersiedlun- Sen, bei Geschäftskäufen, Liquidierungen, Auswanderungen, Kreditgesuchen, Anträge auf Beihilfen für Lehrlinge bzw. auf Lenrlings-, Berufs- und Straßenbekleidung. Vielen Ratsuchenden wurde praktische Hilfe zuteil. Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Mitgliedern untereinander oder Differenzen mit der Kundschaft, aber auch bei wirtschaftlichen Sorgen steht die Vereinsleitung schnellstens mit Rat und möglichst mit praktischer Hilfe zur Verfügung. Es gelangte der umfangreiche Schriftwechsel zur Verlesung. In diesem Zusammenhange betonte der Vorsitzende die Wichtigkeit der Fachgruppen im Verein und die notwendige Mitarbeit jedes einzelnen Mitgliedes in ihnen. « Alsdann folgte ein Bericht Uber die Tätigkeit der Repräsentanten in den verschiedenen Komimissionen sowie Uber die eigene Tätigkeit des Vorsitzenden in der Darlehnskasse und GrundetUckskommission. Der Vorsitzende gab weiter bekannt, dafl eine Besichtigung sämtlicher Gemeinde- GrundartUcke stattgefunden hat bzw. noch stattfindet, und daß noch mit einer ganzen Anzahl von Instandsetzungsarbeiten zu rechnen ist, die aber, weil der Etat für das laufende Jahr bereits erschöpft ist, erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden können. Des weiteren teilte Kollege Heinemann mit, dafl der Kulturbund auch in diesem Jahr, und zwar zu Channukah eine Ausstellung für das kunsthandwerk veranstalten wird. Nach den Berichten der Vertreter vom Jüdischen Winterhilfswerk sowie der Obleute der Tischler-, Tapezierer- und Maler-Fachgruppen sowie des Werbeausschusses und der Jugendgruppe schloß der Vorsitzende die Sitzung mit einem Dank an die Berichterstatter. lO

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