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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1936-01-17 · 1 (17.1.1936) · p. Seite 7

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
8 (1936)
Issue
1 (17.1.1936)
Date
1936-01-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nummer 1 OemeindebIa 1t B r e m e n Seite 7 Freude und einer Befreiung vom Drucke des Alltags zu mach««.'' Eine Neuauflage der „AUfeH", des bekannten Informationsblattes ttr Auswanderer, soll Anfang Februar In erheblich größerem Umfange als bisher neu erscheinen. Der gesamte Palästina-Teil Ist diesmal durch palästinensische Autoren bearbeitet worden. - Das Helm des Jüdischen Frauenbundes In Wyka/Föor gehört xu den wenigen ganzjährig geöffneten Erholungsstätten für Kinder und weibliche Jugendliche. Es ist besonders zur Aufnahme von Kindern mit Erkrankung der Atmungsorgane (Asthma, häufige Katarrhe) oder solchen Kindern bestimmt, deren Allgemeinzustand dringend einer Kräftigung bedarf. Von'der Aufnahme ausgeschlossen sind: an Lungentuberkulose und deren ansteckenden Krankheiten leidende Kinder. Erfahrungsgemäß ist für die verschiedenen (kuppen von Kindern, wie angestellte Untersuchungen Immer wieder beweisen, der Kuraufenthalt im Winter von besonderer Wirksamkeit. Das Heim - eine gemeinnützige Einrichtung - kann sich Jedem Prlvatheim an die Se'.te stellen. Pflegerische und pädagogische Betreuung der Kinder erfolgt nur durch ausgebildete Fachkräfte, es untersteht fachärztlicher Leitung. Seine Lage ist ebenfalls besonders günstig (Nähe des Qolfstromes und des Wattenmeeres), am sonnigen Südstrand, mit Windschutzanlagen für rauhere Witterung, Unterrichtsmöglichkeit (einschl. Iwrith) im Helm. Nähere Auskunft durch die Anmeldestelle beim Jüdischen Frauenbund, Beultn-Cha/Iottenburg 2, Kantftrafie 158. Warnungen: Ein Josef Fleisch m a n n, Frankfurt a. M., •sammelt Anzeigen für einen jüdischen Kalender, der als Branchen- VerzeichmVin verschiedenen Städten herauskommen soll. Fleischmann kass'ert'dle Gebühren und verschwindet dann unbekannt wohin. Da es auch möglich ist, daB er seinen Namen wechselt, wird hierdurch seine Personalbeschreibung gegeben: Kleine Figur, schwarzes welliges Haar, gescheitelt, süddeutsche Mundart, gewandtes Auftreten. Es wird hierdurch vordiesem Betrüger gewarnt und gebeten, ihn der Polizei zu übergeben unter Benac.hr chtigung an die Reichsvertretung der - Juden In Deutschland. Berlin-Charlottenburg 2. 4 Es ist uns zu Ohren gekommen, daB in einer großen Anzahl von Fällen ein gewisser Redlich, der sich neuerdings auch Wasser nennt und angibt, Buchdrucker bzw. Setzer aus Zwickau in Sachsen zu sein, sich unter Berufung auf unsere Geschäftsstelle oder unseren Herrn Wolff an unsere Mitglieder um Unterstützung wendet. Wir machen darauf aufmerksam, daB der genannte Redlich e n Schwindler ist, der nicht das Recht hat. sich auf uns zu beziehen. Nach besonderen Vorkommnissen warnen wir an dieser Stelle nochmals. Redlich anzuhören oder In die Wohnung zu lassen. Jüdische Handwerker in Bremen An'naiinwg M r pro Moni! SO Pfrnnlg. Anmeldung™ bei Oertl Qrflnbaua, Bremen, H henloheitr. 22 Bäcker: B O-Oger, Ostertor-Steinwep; 77. S. Rothsrh'ld, Osterstraße 50-57. Fahrrad-Handlung, Reparaturand SchlwserarOtiten:...... Josef SwinUki, Hohetor*! aße 49/53. Schneider: S. Klein, Oeeren 26. Wischerei: Ernrlge jüdische Oroßwäscherei Nordwestdi u'schljnrt». „Reingold" Dampfwascherei Oldenburg. Vertreter für Bremen Emst de Beer, Mainstrafle 65. © Jüdische Winterhilfe 1. Das Ergebnis der Pfundspende-Abiösung am 22. Dezember Ist' leider unbefriedigend geblieben. Trotz Aufforderung im vorigen Qemeindebiatt und trotz aller Hinwelse In den jüdischen Zeitungen, herrschte bei vielen Hausfrauen Unkenntnis Ober den Zweck der Ablösung: zuweilen war man gar der Anseht, schon zu reichlich für die JWH gegeben zu haben. Es bleibt vorbehalten, diesbezügliche Meldungen der'Helfer demnächst bekanntzugeben: immerhin erfreHt aus den Berichten, daß es Immer noch Haushaltungen gibt, die keine jüdische Zeitung halten oder aber ihrem Inhalt keine Beachtung schenken. 2. Nach dem vorgesehenen Arbeitsplan der JWH finden Pfundsammlungen zweimal monatlich statt: einmal werden die in den letzten Jahren üblich gewordenen Lebensmittel- Spenden in Form von Pfundpaketen an unsere Annahmestellen erbeten« während die andere Pfundsainmlung jn Form siner Ablösimgsspende durch Barmittel erforderlich Ist. um den Bestand an Lebensmitteln auffüllen zu können. Jede jüdische Hausfrau wird gebeten, das geringe Opfer der Pfundspende nicht zu scheuen und den Lebensmittel-Lieferanten zu beauftragen, „1 Pfund Lebensmittel" an den Hauswart, Gartenstraße 6, unter Beifügung eines Lieferscheins zu senden: Angabe des Spenders darf nicht vergessen werden. 3. Die Ablösungs-Sammlung zur Pfundspende wird am Sonntag, den 26. Januar, wiederholt werden. — Bei der vorigen Sammlung war nicht jede Hausfrau informiert, andete wiederum hatten die Bedeutung der Ablösungsspende nicht erkannt oder waren nicht anwesend. Die dadurch entstandene M'ndereinnahme muß unbedingt wieder ausgeglichen werden. Unsere Bitte ergeht daher an jede jüdische Frau: Spendet reichlich! Nu* dann kann die Not der Minderbemittelten, deren Zahl weiter anwächst, gelindert werden. Ausdrücklich wird noch darauf hingewiesen, daß am 26. Januar keine Naturalien gesammelt werden. Es bedeutet eine Belästigung für unsere Sammler, wenn sie bei Durchführung der Sammelaktion mit Paketen beladen vorsprechen -müssen. Zugedachte Lebensmittel schicke man direkt an den Hauswart des Jüdischen Gemeindehauses, Gartenstraße 6. Zur Ablösungssammlung leiste man jedoch nur eine Geldspende. 4. Zuwelsungsscheine, deren Einlösung bislang nicht erfolgte, können bis zum 20. Januar bei der Verwaltung der Jüd. Winterhilfe zwecks erneuter Behandlung eingereicht werden: bei Rücksendung ist ein Gesuch beizufügen, aus dem ersichtlich Ist, aus welchem Grunde sich die nochmalige Vorlegung als nötig erweist. 5. Die nächste Ausgabe der Plundspende erfolgt am Dienstag, den 4. Februar, im Qemeindehause, Qartenstraße 7, in nachstehender Reihenfolge: Buchstabe A—Q um 9 Uhr, H—M um 9.15 Uhr, N—Z um 9.30 Uhr. Ueber den .Empfang ist Quittung zu leisten. 6. Die Zuweisung von Heizmaterial an die Hilfsbedürftigen geschieht nicht mehr durch Zufuhren, sondern durch Kohlen- Gutscheine. Sofern Anforderungen eingereicht sind, werden die Antragsteller durch direkte Zuschrift benachrichtigt werden. <*~-««m»««-««---«« ». - 7. Nächster Eintopf-Sonntag ist der 9. Februar. 8. Die Jüdische Winterhilfe ist Angelegenheit der Jüdischen QesamtheiL Wie jeder Hilfsbedürftige Anspruch auf Betreuung hat, soll jeder, der nicht zu den Empfangenden gehört, Immer wieder fragen, ob er seiner Pflicht voll und ganz genügt hat: Isch kmatnas jodau.

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