Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Volume
- 8 (1936)
- Issue
- 1 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seito 4 Oemeindeblatt Bremen Nummer 1 Schweiz 1 Y3arF*(£afe*Äonbttoret Äreugltngen ' bat gtbltgtm fyamiUttfitafe iU '" _v _ , , -•- * Ueberlegenheit der Bremer konnte Hannover durch zwei Ueberraschungstore und einem Eigentor des Bremer Torwartes, sich den Sieg sichern. Am Nachmittag spielte die Bremer Mannschaft wie umgewandelt und konnte zum ersten Male die starken Hamburger besiegen. \,; Das Punktverhältnis für alle drei Vereine war gleich. Auf .Grund des besseren_Iorverhältnisse wurde Hamburg erster , Sieger des Wanderpreises. < f\ . jüdischer Turn- und Sportverein Bar Kochba Bremen: - Am 28. DezeTnber 1935 veranstaltete der Jüdische Turn- und Sportverein Bar Kochba Bremen seine diesjährige Makkabäer- Feier im großen Saal der „Union". Im Einverständnis mit allen Organisationen Bremens war diese Feier als Veranstaltung für die Jüdische Winterhilfe aufgezogen und wies' demgemäß auch einen außerordentlich guten Besuch auf. - Der große Saäl der „Union" war bis auf den letzten Platz gefüllt, ajs das Programm mit den gymnastischen Darbietungen der kleinsten Angehörigen des Bar Kochba seinen Anfang nahm. Die kleinen Mädchen und Knaben führten ihre zum Teil recht humorvollen Uebungen mit großer Unbefangenheit durch und ernteten reichen Beifall. Die eigenen Ritern der Kleinen konnten sich hier einmal ein Bild von dem sportlichen Können ihrer Kinder machen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Rede von Dr. Prinz, der in eindrucksvollen Worten auf den Sinn der Makkabäer- Feiern und des Sinnbildes dieser Feiern, der Menorah, hinwies. Bei der heutigen schwierigen Lage der Juden sei es besonders erforderlich', sich gegenseitig durch Milde und Qüte das Leben zu erleichtern. Die Ausführungen von Dr. Prinz, der sich in Bremen großer Beliebtheit erfreut, fanden allseitige Zustimmung. Sie werden sicherlich auch in mancher Handlung ihre Wirkung zeigen. Der Aufmarsch des Jung-Makkabi mit seinen Fähnlein und der Aktiven des Abends brachte ein hübsches helles Bild in den dunklen Ton der bürgerlichen Kleidung der (läste und wurde beifällig aufgenommen. Die Damen zeigten in einigen anmutigen JUebungen einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Gymnastik-Betrieb, der unter der bewährten Leitung von Ilse Kayser steht. ^>_^ Anfirhnetdcn und in den Verlag «InMtiden. > Bestellschein Hn den Porto 9 PI«. Fl Iii kr In*; Marfct iiirHind,; unfrankiert In | den PtMtttittcn : wOffctil Porto; triff dina Em p fingt r. Verlag des Israel. Gemeindeblattes Ludwigshafen a. Rh. Ichul.traB« 14. Vom Verlag des Isr. Oemelndebtattet, Ludwlgthafen am Rhein, SchnlstraBe 14, bettelte Ich Exempl. S. Maller, Dar Wag In dlt JUdJ.ch» Naui.lt, 320 S„ broach. RW. 2.60, Leinen geb.3 40 LilKUsband 4.00. (Oewflp»chtt AtutQhning uQttntrtlchtn) Q-t und D tum: Grnaiie Allresse: Sehr gut war auch das Reck-Turnen der Herren. Die Uebungen wurden derart flüssig ausgeführt, daß ihre eigentliche Schwierigkeit wohl kaum von allen gewürdigt worden Ist . Die Tombola wies eine große Zahl durchweg sehr guter Qewlnne auf, die hauptsächlich von den jüdischen Geschäften Bremens gespendet worden sind. Die vorbildliche Gebefreudigkeit aller Spender muß lobend hervorgehoben weeden. Das Fest ist als voll gelungen zu bezeichnen. Es hat vor allem auch, den Bedürftigen die heute mehr als je notige seelische Entspannung und geistige Aufmunterung gebracht. Damit ist sein Hauptzweck erreicht. Dem Bar Kochba, der die Mühe auf sich genommen hat. dieses Fest vorzubereiten und durchzuführen, gebührt Dank. Im Auto nach Palästina nennt sich ein Wegweiser für Autofahrer. Paßbestimmungen, Zolle, Autosteuer, Triptyk usw. werden ausführlich behandelt, auch sind Adressenverzeichnisse der zu passierenden Länder und eine Uebersichtskarte darin enthalten. Die zwei Wege für den Automobilisten über Italien-NoTdafrika und def Landweg über den Balkan werden durch Kilometcr-Entfernungstabellen belegt. •Die Januar-Veranstaltung der Kultur-Kommission findet in Form eines Gesangs-Abends am Montag, den 20. Januar, 20..» Uhr in der „Union" statt. An Stelle der erkrankten Frau Ruth K i s c h - Arndt bringt der bekannte Upemsänger Max Untermayer Lieder und Arien. Da die Abende der Kultur-Kommission geschlossene Veranstaltungen sind, findet ein Kartenverkauf, am Veranstallungsabend nicht statt und es ist unbedingt erforderlich, daß jede graue Ausweiskartc mit den entsprechenden Beitragsmarken Oktober bis einschließlich Januar versehen und abgestempelt sind. Es vergesse also niemand, seinen ordnunggemäßen Llchthild-Ausweis mitzubringen, andernfalls eine Zulassung zum Gesangsabend ausgeschlossen ist. Handwerker und Hausfrau Was wünscht sich die Hausfrau vom Handwerker i. . 1. Aufstellung eines zuverlässigen Kostenanschlages! Sie muß rechnen und würde manchen Auftrag geben, wenn sie die möglichen Kosten, voraussehen könnte. Die Antworten: „Das wird nicht so schlimm sein" oder „wir werden schon einig werden", sind kein Kostenanschlag. 2. Innehaltung des Kostenanschlages! Ein Mann - ein Wort! Wenn Arbeitsänderungen im Laufe der AuftrajpraTIsTulirungen notwendig werden, so soll der Handwerker die .sich erhöhenden Kosten näher bezeichnen. Die Rechnung soll keine unangenehme Ueberraschung sein. I>as verhindert weitere Aufträge. 3. Rechnungslegung sofort nach Fertigstellung der Arbelt! Kleid und Stiefel mag man nicht gern bezahlen, wenn sie schon abgetragen sind. Der höfliche Handwerker tut mit den Worten: „Das eih ja nicht" sich selbst und seiner Kundin keinen Gefallen. 4. Innehaltung der vereinbarte« Arbeltszelt! Wenn die Hausfrau den Maler, den Tapezierer, den Tischler, den Töpfer erwartet, der sich angesagt hat, so muß sie zu Haus bleiben, den Arbeitsplatz in der Wohnung vor- , bereiten. Sie wird ärgerlich, wenn sie umsonst wartet. s. Vermeidung unnötiger Ginge, die den Auftraggeber belasten und ihm teuer zu stehen kommen. Wenn ein Auftrag vorher.genau durchgesprochen wird, so hat der Handwerker eben „alles da" und verliert nicht Stunden zur Materialbeschaffung. o. Vermeidung von unnötiger Verschmutzung der Räume und Gegenstände. Sorgfalt gegenüber dem Eigentum des Auftraggebers. Daß die handwerkliche Arbeit oft Schmutz verursacht, ist selbstverständlich. Es ist aber nicht absolut nötig, daß der Maler alle Scheiben und Wasserhähne