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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1934-11-14 · 11 (14.11.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
6 (1934)
Issue
11 (14.11.1934)
Date
1934-11-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Diese Lichter shvd heilig'und Ist uns nicht erlaubt, sie zu benutzen, wir dürfen sie nuf betrachten. Diese heiligen Lichter haben unsere unsterblichen Helden, die Makkabäer, vor Ober zweitausend Jahren zum ersten Aale in unserem Heiligtum angezündet und leuchten bis auf den heutigen Tag. Diese kleinen Lichter erzählen uns große, bedeutsame Geschichten. Erzfihlen uns, wie unsere Vorfahren ihr Leben aufs Spiel setzten, als das gesamte Israel bedroht war,, geistig völlig unterzugehen und erwecken in uns den nationalen Stolz der uralten Zeit, wo unsere Nation das große Licht der Welt war. Dem jüdischen Volke sollte der väterliche Qlaube. die Bahn des Einig-Einzigen Q'ttes, die Wahrheit und Freiheit entrissen werden, Q'ttes Wort sollte nicht mehr gelehrt und gehört werden, Antlochus wollte den jüdischen Oeist vollständig verknechten. Das war der Gegenstand des makkabäischen Kampfes. Für unser kostbares Qut haben jene Männer samt allen, die Ihren Fahnen folgten, ihr Leben eingesetzt, und so gelang es Ihnen, trotz aller gegnerischen Uebermacht und allen Verrats, in der eigenen Mitte, den Gegner zu Boden zu werfen und das G'tteshaus wieder herzustellen inmitten zahlloser Götzentempel. Das Chanukkalicht kommt alljährlich um uns jene Muster vor die Seele zu führen, um unsere Kinder mahnend zu ermuntern, sich die von unseren Vorfahren geerbte Krone nicht nehmen zu lassen und gegen äußere und innere Feinde den heiligen Kampf mutig zu kämpfen. Die Chanukkallchter zeigen uns klar und deutlich, wie die religiöse Erziehung unserer Kinder bedeutungsvoll ist. Der alt« Makkabäer hat den Feind nur unter Mitwirkung seiner Söhne (Chaschmanal uwonow) bekämpfen können, hätte der alte Matlsjohu seine Söhne nicht als jüdische Kämpfer im jüdischen Geiste erzogen, dann hätte er absolut nichts unternehmen können. Zur Zeit der Makkabäer haben Kinder das Zeitalter gerettet! Kinder haben in ihrer Unschuld. G'tt mehr gehorcht als den Tyrannen, G'tt mehr gefürchtet als das Schwert des Despoten, Kinder müssen auch unser Zeltalter retten helfen! Darum jüdische Frauen und Mütter! Erzieht uns Kämpfer für Licht und Wahrheit! Der Midrasch erzählt; bei Matan Thora sprach G'tt zum jüdischen Volke: „Wer bürgt mir, daß ihr die Thora halten werdet? Stellt mir einwandfreie Bürgen für Eure Treue!" Da sprach Israel: „Wozu brauchen wir Bürgen, haben wir nicht unsere Patriarchen? Gibt es denn bessere Fürsprecher als Abraham, Isaak und Jakob?" Und der Ewige erwidert: „Ich verwerfe diese Bürgen, denn auch die Stammväter hatten ihre schwache Stunde." So gibt uns die hellige Lehre um der Propheten willen, antwortete Israel. Doch der Ewige sprach: „Auch die Propheten genügen mir nicht, denn viele unter ihnen werden dem Götzendienst huldigen. Stellt mir völlig einwandfreie Bürgen." — Da kamen die Mütter mit ihren Kindern und sprachen: „Unsere Kinder mögen unsere Bürgen sein, d. h. wir verpflichten uns, unsere Kinder im Geiste der Thora zu erziehen. Sofort erscholl auf dem Berge Sinai die Stimme des Ewigen und die Offenbarung nahm ihren Anfang. Diese Bürgschaft, diese Glaubenstreue muß jeder gesetzestreue Jude bewahren und danach streben, seine Kinder schon in frühester Kindheit, Thora und Mitzraus zuzuführen, damit sie der Lebensaufgabe der überlieferten Lehre treu bleiben. Die Existenz des jüdischen Volkes hängt nur von einer guten jüdischen Erziehung ab. darum müssen unsere Kinder in unsern Häusern ein lebendiges unverfälschtes Judentum seheftrdgjp^n unsern Wohnungen Schule samt G'tteshaus sich begegnen und einigen. Es darf uns keine Mühe und kein Opfer zu groB und zu schwer sein, wenn es gilt, das geistige Wohl unserer Kinder zu fördern. Nur das kostbare Qut,tjlnsere hellige Thora und Tradition können unsere Jugend vor gänzlichem Verfall retten, denn so lange in Israel Thora und Tradition lebt, wird es Immer wieder den alten ausgetretenen Weg, den derech hokaudesch. zurückfinden köftfKp. Hn ergreifendes Wort sagen unsere Weisen im Talmud: Rabbi Jehuda sagt: Komme und sehe, wie wertvoll dem Allmächtigen die Schulkinder sind, es war zur Zeit, da das grolle Unglück Uber Land, Volk und Heiligtum hereinbrach, als die OQter des Rechtes, die Mitglieder des Synhedrions, in die Verbannung getrieben wurden, da verbannte sich die _i

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