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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1934-06-20 · 6 (20.6.1934) · p. Seite 4

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
6 (1934)
Issue
6 (20.6.1934)
Date
1934-06-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Qemelndcblatt Bremen Nummer 6 zur aktiven Wohlfahrtsarbeit und zum Gesamtwerk für Hilfe und Aufbau heranzuziehen. Die jüdischen Gemeinden haben sich bereitwillig in den Dienst der Aktion gestellt, ihnen wird in erster Reihe die praktische Durchführung, Ausgabe der Beitragskarten und Organisierung der Einhebung de"r Monätsbeiträge obliegen. Nur dort, wo jüdische Gemeinden nicht bestehen, sollen andere jüdische Körperschaften mit der Durchführung der Sammlung betraut werden. In jeder Gemeinde wird die Werbeaktion durch eine Versammlung aller Werber eingeleitet. Die Beitragskarte selrjst, die auf der Vorderseite die Ausgabestelle, den Namen des Beitragenden und die Höhe des Monatsbeitrags der zwischen 25 Pfennig und 3 Mark festgesetzt wird, aufweist, bietet auf den zum Einkleben der Beitragsmarken bestimmten Blatt einen Ueberblick über die Verwendungszwecke der Hilfsgelder in Form der für jeden Monat ausgegebenen Losungen: Für die Mütter, für die Säuglinge für das Kleinkind, für die Schuljugend, Ausbildung im Handwerk. Berufsumschichtung, Arbeitsvermittlung. Wirtschaftshilfe, Wanderungshilfe, Speisung und Kleidung, Krankenhilfe, für das Alter. Dabei soll nicht etwa der Sammelertrag jedes Monats ausschließlich für den in der Monatslosung angegebenen Zweck, sondern je nach den gerade'vorliegenden Bedürfnissen Verwendung finden. Die innerhalb eines bestimmten "Gebiets gesammelten Gelder sollen in erster Reihe den Bedürftigen dieses Gebiets zugute kommen. Zwei Drittel des Ertrages sollen innerhalb der sammelnden Gemeinde verbleiben, ein Drittel wird an den Zentralausschuß abgeführt, damit ein gerechter Ausgleich zwischen den großen und leistungsfähigen und den kleinen und leistungsschwachen Gemeinden herbeigeführt werden kann. Es ist klar, daß der Gedanke, die deutsche Judenheit als solche nicht nur Objekt, sondern gleichzeitig auch Subjekt der Hilfe und Aubauarbeit werden zu lassen, in Anbetracht seines hohen ethischen Wertes von den breitesten Schichten des deutschen Judentums mit Begeisterung aufgenommen werden und der gesamten Hilfsarbeit, die zur öffentlichen Wohlfahrtspflege zusätzlich hinzutritt und"sfarT<er alsiemals benötigt wird einen wesentlichen Auftrieb geben wird. Neben dem Jüdischen Frauenbund haben sich auch die jüdischen Jtigendbünde restlos in den Dienst dieser großen Aktion gestellt. Aus SC raelitischen Gemeinde Bremen Beiträge für den lokalen Teil sind an die Schriftleitung des Jüdischen Gemeindeblattes. Bremen, Gartenstraße 7. zu senden. Amtliche Bekanntmachungen: Betr. Synagogen-Ordnung Die verehrl. Mitglieder und ihre Damen werden darauf aufmerksam gemacht, daß die neue Zuteilung der Synagogenplätze Anfang Juli durchgeführt werden wird. Die Zuteilung erfolgt In der üblichen Reihenfolge, entsprechend dem Älter der Mitgliedschaft. Zwecks Vermeidung von Weiterungen ist es erforderlich, sich die jetzige Platznummer vorzumerken. Die neue l'lat/.nummer wird allen Mitgliedern, denen ein fester Platz zugeteilt werden kann, schriftlich mitgeteilt werden._____ / ■ 1 _ Bremen, den 11. Juni 1934. Der Vorstand. Erwerbt die Beltragskarte für Hille und Aulbau! Der Zentralauss.chuü der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau und in seinem Auftrage die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden führen iit diesen Tagen die Bei trag skarte für Hilfe und ^ufbau in die judischen Gemeinden ein. Ziel der Beitragskarte ist, daß jedes Mitglied der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland mithelfend und mittragend an der Arbeit der jüdischen Wohlfahrtspflege und an den an- - deren Werken von Hilfe und Aufbau teilnimmt. Die monatlichen Beiträge sind so bemessen, daß keiner von der gemeinsamen Arbeit ausgeschlossen ist Alle in den Gemeinden, Männer, Frauen und Jugend, Vereine und Bünde, werden aufgefordert, mit allen ihren Kräften mitzuwirken. Die ßeitragskarte ist ein Ausdruck des jüdischen Lebens¬ und Gemeinschaftswillens der Verantwortung und des Opfers: Berlin, Schowuaus 5694. B a e c k .Vorsitzender des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau, Vorsitzender der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. Appell an die jüdischen Frauen Die vom Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau zusammen mit der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden eingeleitete Beltragskartenaktion für Hilfe und > Aufbau kann nur von Erfolg begleitet sein, wenn sich weiteste Kreise des deutschen Judentums als freiwillige Helfer in ihren Dienst stellen. Den jüdischen Frauen fällt hierbei eine besonders wichtige Aufgabe zu. Nur durch ihre Mithilfe wird es erreicht werden können, daß die Beitragskarten für Hilfe und Aufbau in jedem jüdischen Hause zu finden sind. Wir haben daher das Angebot des Jüdischen Frauenbundes, seine gesamte Organisation in den Dienst dieser Werbearbeit zu stellen, dankbar begrüßt. Der Jüdische Frauenbund hat in diesen Tagen an alle seine Untergliederungen Anweisungen und Richtlinien ergehen' lassen. Wir fordern alle jüdischen Frauen auf, dem.-Rufe ihrer Spitzenorganisation Folge zu leisten. Ereiwilliger Dienst am gießen HUfs-und Aufbauwerk muß eine Ehrenpflicht für jede deutsche Jüdin-sein! Unter ßezugnähme air} den vorstehenden Aufruf bitten wir unsere Mitarbeiterinnen, Abrechnung über die Monatsl>e träge bis zum 25. jeden Monats vormittags im Gemeindebüro abzuliefern und gegen die abgelieferten Beiträge die entsprechenden Wertmarken lür den Monat'Mai und gleicozeitig für Monat Juni in Empfang zu nehmen. Bremen, den 10. Juni 19.34. * Jüdisches Wohlfahrtsamt. Sprechzelten In den Verwaltungsbüro» Fernruf: Domsheide 285 88 Gemeindevoretand (Büros: Gartenstraße 7, I. Etage) Werktags 9—12. Uhr Wohlfahrtspflege (Gartenstraße 7. I) Montags und Donnerstags 9—12Uhr. Gottesdienst in Bremen Synagoge: Gartenstraße 6 Freitagabend Sabbat: Morgengebet Sabbat-Ausgang: 2.): Juni 30. Juni 7. Juli ■+*-. Juli Mlncha-Gebet und Lernvortrag eine halbe Stund« Beginn des Sabbat-Abendgebets. Fasttag' (Eroberung Jerusalems): I. Juli, Nacht 21.56 Neumondsweihe und/Predigt: 7. Juli. Neumondstag Aw: Freitag, 13. Juli. Wöchcntags-Üottesdienst: 7.00 und 19.30 Uhr. \9JD {8.00 »1.58 h.57 21.52 HM vor

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