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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-12-19 · 51/52 (19.12.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
51/52 (19.12.1935)
Date
1935-12-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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19. Dezember 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEME'NDE ZU LEIPZIG Seite 7 fpaiast-Gaststätte am Dittr.chr.r.g f~>~ 1 Sonnabend nachmittags ab | 4 Uhr | und abends j 8 Uhr j Sonntag von | 4 bi« 7 Uhr | KÜrSStlerkOnZert unter Leitung des Kapellmeisters S. Gutter Sonntag ab 181 Uhr abends Chanukhah-Feier des Bar Kochba Kalte und warme Küche zu j-der Tageszeit — Besonders zu empfehlen: Frühstück ab 10 Uhr — Kaffee-Kränzchen und AbendMammtische — — — — Die Schach- und Billardräume sind ab 10 Uhr geöffnet Künstlerkonzert Voranzeige: Mittwoch, den 25. und Donnerstag, den 26. Dezember 1935 nachmittags | 4 Uhr j und abends | 8 Uhr | M.Tezrmber Sonderabend mit großen Überraschungen iJ!!!!^ SChanukkaleuihter und Bücher bei H. W. Kaufmann» Leipzig C1, Brühl 8, Telefon 23009} Die erste Nr. des neuen Jahres ersdieint am 3. Januar 1936 Anzeigenschluß für diese Nummer ist am Dienstag, den 31. Dezember 1935. Unser Büro Hainstraße 16, I. Etage, ist an allen Werktagen von 9 bis 1 und 3 bis 6 Uhr geöffnet Anzeigen Verwaltg. des Gemeindeblattes ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ Rumänische Staatsangehörige wollen ihre genaue Adresse wegen wichtiger Angelegenheit bei FRAKMKI1L, Krühl 40. aufgeben. Telef. >7:iS'4 Mittwoch, 25. Dezember, l/A Uhr nachm., Fräulein Dora Vogel, Kur/estr. 5, mit Herrn Friedrich Kupfer, Sternwartenstraße 45, in der Synagoge ühel Jakob, Pfaffendorfer Str. Mittwoch, 25. Dezember, 4 Uhr nachm., Fräulein Edith Morawski, Gottschedstraße Ii, mit Herrn Herbert Schleedorn, Lissabon, in der Wohnung (iottschedutr. H. Sonntag, 29. Dezember, I Uhr nachm., Fräulein Dina Mcdwinsky, QerberstraBe 5S, mit Herrn Moritz Blumenkranz, Waldstraße 60b, Lessingstraße 1 bei Dodeles. Todesfälle: '). Dezember H> i5 Toni Recht, König-Johann-Straße 201. I i. Dezember 1935 Leib Markus Molkner, Humboldtstraße 13 II. Neue Bücher „Der Morgen". Monatsschrift der deutschen Juden. Philo-Verlag, Berlin W 15, [ahrg. II, Heft 8. Jahresabonnement RM. 12. , Einzelheft HM. 1.—. Nach dem großen Lrfolg des letzten Doppelheftes „Judentum In der Welt" bringt das Novemberheft des „Morgen" wieder ein buntes Programm. Die einleitende Umschau befallt sich mit den neuesten Gesetzen und Entwicklungen, im Sinne dieser Zeitschrift, auch das Gegenwärtige im Rahmen grolier Entwicklungen zu sehen. Eine Arbeit von besonderem Interesse bietet Israel Bergmann („Das Gesicht der jüdischen Jugend") mit der Obersetzung und Deutung von Selbstzeugnissen polnischer und palästinensischer Jugendlirher, die das Ergebnis eines Preisausschreibens darstellen. Selma S t e r u - T ä Uhlers wissenschaftlich-ruhige Art gewinnt dem vielbehandelten Thema der Judenfrage in der Ideologie der Aufklärung und Romantik neue, überraschende Seiten ab. Bertha Badt- S t r a Ii H verbindet unveröffentlichte Jugendbriefc von Jakob Bcrnays zu einem ebenso zeitgeschichtlich reizvollen wie jüdisch bedeutsamen Lebensbild; ein anderer Fund von Michael Fraenkel ein Brief von Heinrich Grätz an Jacob Bernays mit einem scharfen Protest gegen Mommsen in dessen Streit mit Treitzschke — zeigt VERSICHERUNGEN ALLER ART (auch Rentenversicherungen mit Einmaleinzahlung) Beratung ohne Kosten, ganz unverbindlich Dr. TaUSig O. m.b.H. - Waldstraße 50 - Ruf 10626 Verwaltungsstelle der Magdeburger Krankenkasse „Kavauma" schon damals die schärfste Warnung vor den (iefahren bedingungsloser Assimilation. Das Feuilleton bringt aus dem Nachlaß von J. E. P o r i t z k y ein „Erlebnis mit dem toten Anton Tschechow" und aus der Feder von Olga Bloch einen materiah eichen Aufsatz über jüdische Kunstsammlung, (ilossen und Buchbesprechungen in der üblichen bunten Fülle schließen das dokumentarisch wichtige und geistig bedeutsame Heft ab. Rudolf Frank. Ahnen und Enkel. Roman in Erzählungen. Berlin 1936. (Jüdische Blichvereinigung.) Die letzte Veröffentlichung der Jüdischen Buchvereinigung, Rudolf Franks „Ahnen und hnkel" nennt sich „Roman in Erzählungen". Eine Rahmenerzählung also. Die Enkel, eine Gruppe jüdischer Auswanderer aus Deutschland von Wib suchen in fernem Land hier ist es Indien — ein neues Leben aufzubauen, ohne sich von dem zu lösen, was ihnen und ihren Ahnen nah und vertraut war. Von diesen Ahnen, ihrem Wesen und Schicksal, berichten die eingestreuten Freitagabend-Erzählungen der Auswanderer. Wehmutsvoller, aber innerlich befreiender Rückblick eines Sterbenden auf Vergangenes vereinigt sich am Schluß mit der tiefen lebenzwingenden Zuversicht junger Mütter nochmals zu eniem Akkord, in dem die Grundgedanken, nein, Grundgefühle dieses Buches schwingen. Konzerte. Synaßogenkon/.ert des Collegium musicum und Psalterion-Chors. Die beiden Vereinigungen jüdischer Musikliebhaber, die leider noch immer nicht die der hiesigen Gemeinde entsprechende Beachtung und Beteiligung gefunden haben, brachten unter Leitung ihres bewährten Dirigenten Barne! Licht erlesene klassische Kammermusik* werke sowie einige Chor- und Solopartien aus dem Oratorium Judas Maccabäus zur Aufführung. Das Oiehester zeigte sich den teilweise recht hohen Anforderungen durchaus gewachsen und spielte rhythmisch diszipliniert und klanglich gut ausgeglichen. Besonders die Ausführung des Concerto grosso von Händel und die Begleitung zum Konzert für zwei Violinen von Bach waren in der musikalischen und klanglichen Durcharbeitung und dem tadellosen Zusammenspiel erfreuliche künstlerische Leistungen. Die beiden Solistinnen, Fräulein Mirjam Zunser und Frau Dora Lepski-Stisson, hinterließen mit der technisch und musikalisch hervorragenden Wiedergabe des Bachkonzertes künstlerische Eindrücke. In der Suite von Bach wurde die Soloflöte von Fräulein Lola Croner (Berlin) mit überlegener Technik und schönem Ton gespielt. Die Aufführung von Clior- und Solopartien aus Judas Maccabäus nur mit Klavierbegleitung und kleiner Chorbesetzimg kann freilich auch bei bestem Einsatz aller Kräfte nicht den musikalischen Ausdruck Händelscher Oratorik wiedergeben. Unter Berücksichtigung der gegebenen Verhältnisse zeigte der Psalterion-Chor immerhin gutes Stimmaterial und rhythmische Ausdruckskraft. Von den (iesangssolisten überraschte Walther Levinsohn als sicherer Oratoriensänger, auch Else Markise (Alt), Helly Stark (Sopran) und Sam. Sonnabend (Bariton) setzten ihre

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