Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 51/52 (19.12.1935)
- Date
- 1935-12-19
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 19. Dezember 1935 Jüdische Winterhilfe Postscheckkonto Nr. 20516 Usr. Reltaionscemeinde, Abt. Winterhilfe). •I cdc, auch die kleinste Spende W ird des Winters Strenge lindern. H abt warme Herzen, offne Hände! •I llden sind mit ihren Kindern \%T ieder dieses Jahr in Not. II elft! Schafft Obdach, Kleidung, Brot! » i'Mfc*1' 4M m m \\ ir haben uns in den letzten Nummern mit der Bitte an unsere (iemeindemitglieder gewandt, uns durch Sonderspenden für unsere (diannkka-Aktion Mittel /ur Bestreitung besonderer Bedürfnisse für die Betreuten der Jüdischen Winterhilfe /ur Verfügung zu stellen, und wir entledigen uns freudigen Herzens heute der Pflicht, allen denen, die uns /um Teil in unerwartetem Malle hochher/ige (iahen in Oeld und W aren zur Verfügung gesteift haben, dafür /u danken. Viel konnte mit dem Vorhandenen bereits geleistet werden, aber noch sehr viel Notwendiges und Wünschenswertes harrt der Erfüllung. Die Zahl unserer Pfleglinge steigt dauernd; alle Altersstufen vom wenige Wochen alten Säugling uis zum 94jährigen Qrcis heischen Hilfe von uns. Da/u hat richtiger Winter seinen Einzug gehalten, und die schlimmste Zeit liegt noch vor uns. Da gilt es nicht nur für Nahrung und Feuerung Sorge zu tragen, ebenso wichtig ist jetzt die Beschaffung der notwendigen Bekleidung und Wäsche. Ja, es sind Bitten ans Haushaltungen an uns herangetreten, wo es an notwendigen Haushaltungsgegenstünden fehlt. Wir haben die verfügbaren Mittel zunächst da eingesetzt, wo die Not am höchsten war, aber bei der Oröße der Hilfsbedürftigkeil müssen wir uns nochmals au lie Gebefreudigkeil unserer Qemeindemitglieder wenden mit dem Rufe: „Jeder gebe nach seinem Können, der Begüterte mehr, der NichtbegUterte weniger; aber helft die große Nol abwenden." Keiner dari jetzt am etwaigen kleinlichen Gründen zurückstehen. Die Chanukkakerzen leuchten an diesen Abenden durch das Dunkel, täglich eine mehr /tu Erinnerung an das Wunder, das sieh unseren Vätern einst bei der Wiederaufrichtung und Weihe des Heiligtums offenbarte, als das eine kleine Krüglein geweihtes <>l zur Speisung der ewigen Lampe acht Tage reichte. Lassen auch Sie uns die Mittel zur endgültigen Erledigung der notwendigsten Wünsche unserer Betreuten nicht ausgehen. Noch eine Woche Ist Chanukka, noch eine Woche bittet di -. Chanukka-Aktion der Jüdischen Winterhilfe um Ihre Spenden. Einzahlungen bitten wir /u richten an die Israelitische Religionsgemeinde ZU Leipzig, Abteilung Winterhilfe (Chanukka-Aktion), Postscheckkonto Nr. 2(151». /u Sonntag, den 22. Dezember, vormittags, findet die Dezember- PfundsarnmTung der Jüdischen Winterhilfe statt. Wir wenden mi> an unsere Gemeindemitglieder mit der herzlichen Bitte, in der bisherigen bew ährten w eise nach Können spenden. Am kommenden Sonntag sind die Qeschüftc geöffnet, und hu»t alle unsere ehrenamtlichen Sammler müssen beruflich tätig sein. Deshalb bitten wir Sie, durch recht/eilige und schnelle Abfertigung dafür Sorge /u tragen, daß die Sammler frühzeitig genug mit ihrer Tätigkeit in den Revieren fertig werden. Bei den Vorbereitungen zur Spende bitten wir nach Möglichkeit folgendes /u beichten: 1. Jeder gebe nach bestem Können. Auch kleine Gaben der weniger Begüterten ergeben ein Viel. 2. Jeder halte seine Spende so bereit, dall der Sammler nicht unnütze Wartezeit vergeuden oder noch ein /weites Mal wiederkommen muß; seine Reviere sind so eingerichtet, daß die zur Verfügung stehende Zeit voll ausgenutzt ist, und die Zahl der /ur Verwendung geeigneten Mitarbeiter ist gering. 3. Jeder empfange die Helfer selbst und seh.' darauf, daß der I mpfangsschein richtig ausgefüllt ist. 4. Man verwende nur feste Tüten und Packungen, da die Waren bis zur Ausgabe mehrfach umgelegt werden müssen. Schlechtes Packmaterial bringt Verluste an W aren. Die Waren bitten wir möglichst auch bei größeren Quantiin Ein-Pfund-Packungen /u geben, dä sie sonst erst auf 5. jubelager umgepackt werden müssen. Die Zeit bis taten dem Au zur Ausgabe ist kurz bemessen. Jede Tüte bitten wir mit einem Inhaltsvermerk ZU versehen, damit die Tüten nicht erst am Lager zur Feststellung des Inhalts geöffnet werden müssen. W ir bitten, bei W ahl der zu spendenden W aren nach Möglichkeit ilarauf Rücksicht zu nehmen, daß wir bei unseren Betreuten eine grolle Zahl kleine Kinder, alte Leute über 70 Jahre und Einzelpersonen ohne eigene Kochgelegenheit haben. Jüdische Winterhilfe Postscheckkonto Nr. 20516 (Isr. Religionsgemeindc, Abt. Winterhilfe). Wir benötigen für unsere Pfundsammlung Körbe (Wäschekörbe usw.) zur Beförderung der Spenden und bitten, uns solche zur Verfügung zu stellen. Auf telef. Anruf (21182) werden diese gern abgeholt. Nächste Gutschein-Ausgabe straße 10: Montau, den 23. 12. 1935 im Wohlfahrtsamt; Walter-Blümel- Gruppe 1 15 16,30 Uhr, 2 lh,30 IS „ 5 10 15 Ki.30 Uhr. Dienstag, den 24. 12. 1935: Nächste Lebensmittelausgabe im (iruudstück Brühl 17: Dienstag, den 31. 12. I»)35: Gruppe 1 13 II Uhr, .. 2 14-15 „ 3 -10 15—17 Uhr. Zur schnellen Abfertigung ist die Mitnahme von .Netzen laschen erforderlich. Die Helfer sind angewiesen, diejenigen, durch Nichtbefolgung der Anordnungen die rasche Abfertigung und die hindern, erst zulet/t abzufertigen. Nichtabgeholte Sachen werden nicht aufgehoben, sondern verfallen. Anträge auf Schuhbesohlung sind schriftlich an die Jüdische Winterhilfe, Walter-Blümel-Str. 10, zu richten. Personenstandsnachrichten Geburt e n : Donnerstag, 28. November 1035 Ludwig <>:',> Lewinsohn Ilse geb. Rosenthal, Weißenfeli, Merseburger Straße Sohn „Joachim". Freitag, 29. November 1935, Max Wiesel und I ran Johanne Nessel. Reclamstr. 2011, eine Tochter „Susanna". un.l io, Iran einen geb. Sonnabend, Moritz B a r in i I w a : 28. Dezember 1935. Abraham Klein und seiner Ehefrau Elsa straße 9, In der Bernstein-Schul, Eberhardstraße II. r Klein, Sohn des I lernt geb. Plotek, Eberharda u ii n g c u : Donnerstag 19. Dezember, 1 3 Uhr nachm., Fräulein Sophie Irene Schapfro, Philipp-Rosenthal-Straße 22, mit Herrn Oünter Schußheim, W aldstr. so, in der Wohnung Phihpp-Resenthal-Striße 22. Mittwoch, 25. Dezember, 1 .11 Uhr vorm., Fxäulein Margarete Katz, fauchaer Straße 11, mit Herrn Erich Katzenstein, Pfaffendorfer Straße Ib. in der Wohnung von Herrn Rabbiner Cohn.