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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-12-13 · 50 (13.12.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
50 (13.12.1935)
Date
1935-12-13
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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13. Dezember 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Gretel Goldenthal Israp! Ohr» l£OU. j, v ci nunc Zt Leipzig j Zu der s. ü.w. am Schabbath, den 21. Dez. 193 i in der Gememdesynagoge, Gottschedstraße stattfindenden Barmizwah unseres Sohnes Hermann laden wir hierdurch alle Freunde u Bekannte herzl. ein. Leipzig, EhrensteinstraBe 41. Samuel Finkelsteln und Frau. Empfang von 12 bis 2 Uhr. Statt Karten. Für die mir anläßlich meines 80. Geburtstages in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten spreche ich hiermit allen Freunden und Verwandten meinen herzlichsten Dank aus. Hirsch Eichner. Für die nächste Nummer ist bereits am ■ ■ Dienstag, den 17. Dezember \ * Anzeigenschluß. Letzte Nr. vor Neujahrl * ■ ■ 6. Januar 1936 nicht statt, da während dieser Zeit Schulferien sind Und deshalb das Gebäude nicht geheizt ist. Anmeldeschluß. Anmeldungen zu den Lehrgängen, die bereits begonnen haben, sind jetzt nicht mehr zulässig. Für die Lehrgänge, die erst im Januar 193b beginnen, und zwar für die Kurse der Herren Syndikus Sahatzky, Ur. Markowicz, Dr. Schereschewsky, Dr. Oppenhehner, Professor Dr. Nothmann und Dr. Loebeitsteiu, außerdem für den Kurzschriftkurs für Fortgeschrittene, können noch bis 31. 12. 1935 Anmeldungen an das Gemeindeamt, Walter-Bliimel- Str. 10, gerichtet werden. Zugleich ist das Hörergeid ZU überweisen, damit die Hörerkarte rechtzeitig zugestellt werden kann. Hörerkarten. Ls wird nochmals darauf hingewiesen, dali zu den Lehrgängen des Lehrhauses nur gegen Vorzeigung der Hörerkarte, auf der der betreffende Lehrgang vermerkt ist, der Zutritt gestattet wird. Die aufsichtführenden Personen des Lehrhauses sind angewiesen, strengste Kontrolle durchzuführen und jedem, der sich nicht durch eine gültige Hörerkarte ausweisen kann, den Besuch der Kursabende zu verwehren. Bevorstehende Veranstaltungen 15. Dezember: Synagogen-Konzert/ 21. Dezember: Chanukkafeier für Jugendliche und Erwachsene veranstaltet vom Reichsbund jüd. Frontsoldaten, Sportverein „Schild" und „Bund deutsch-jüd. Jugend". 25.-29. Dezember: 1. Jüdischer Schachkongrel! und Meisterturnier. Amiliche Bekanntmachungen Sabbat- und Sonntags-Rühc. An Sabbaten und Sonntagen sowie an jüdischen und gesetzlichen leiertagen ist da* Gemeindeamt geschlossen. An diesen Tagen sind Sterbefälle unter den Nrn. 17034 oder 53889 zu melden (an Werktagen außerdem unter Nr. 23602). Leipzig, den 9. Dezember l')J5. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gemeindeabend zur Eröffnung des jüdischen Lehrhauses in Leipzig. Die C-V.-Zeitung hat in ihrer Nr. 17 eine Besprechung unseres (lemeindeabends vom 17. November 1933 gebracht, die uns veranlaßt hat, der SchriftleitUttg der C-V.-Zeitimg ein Schreiben mit der Bitte um Abdruck zu übersenden. Da die S^hriftleitung der (;.-V.- ZeitUBg unserer Bitte nicht stattgegeben hat. geben wir unser Schreiben an dieser Stelle bekannt. Es lautet wie folgt: „Von der Loyalität Ihres geschätzten Organs erwarten wir den unveränderten Abdruck nachstehender Zuschrift in der nächsten Nummer der C.-V.-Zeitung. Zur Eröffnung des jüdischen Lehrhauses in Leipzig. Vom Vorstand der Israelitischen Religionsgeineinde zu Leipzig erhalten wir nachstehende Zuschrift, der wir um so lieber Kaum geben, als wir tatsächlich das Opfer einer unzulänglichen Bericht- Emma Zellner INach langem, geduldig ertragenen Leiden entschlief heute meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau j im 69 Lebensjahr. Leipzig Cl, Nordstr. 13, den 7. Dezember 1935. geb. Katz Im Namen aller Hinterblienen zeigt dies in tiefer Trauer an Wilhelm Zellner Nach längerem Leiden, entschlief heute früh meine geliebte Frau, unsere gute Mutter, meine letzte Schwester Martha Meiseis geb. Zutraun. Leipzig, Robert Volkmanr. Str. 1, Bernhard Melsels u. Kinder den 9. Dezember 1935. Käthe Zutraun. Die Einäscherung hat bereits stattgetunden. Nach schwerem Leiden, verschied für uns unerwartet und viel zu früh unsere heißgeliebte Mutter, Frau Toni verw. Recht geb. Katz Leipzig, den 12. Dezember 1935, In tiefstem Schmerze König-Johann-Straße 20. Ihre Kinder. Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. ei Mattung geworden sind. (Diese Einleitung zu bringen, wird anheitngesteln.) Die Notiz „Eröffnung des Jüdischen Lehrhauses in Leipzig" in der letzten Nummer Ihres Blattes hat hier peinliches Aufsehen hervorgerufen. Es wird darin den beiden Retinern unseres Gcmcindeabends in der Synagoge Gottschcdstr., Landgerichtsdirektor a. D. Alterthum und Rabbiner Dr. Lemle, der Vorwurf gemacht, dali ihre Ausführungen „als eine grobe, den echten Lclirhausgeiste zuwiderlaufende parteipolitische Entgleisung von dem größten Teile der Zuhörerschaft aufgefaßt wurde". Nach unseren eingehenden und objektiven Feststellungen entspricht diese Darstellung, die nur auf einer unsachlichen Berichterstattung beruhen kann, in keiner Weise den Tatsachen. Im Qegenteil haben beide Herren sich offensichtlich bemüht, in ihren Ausführungen den Empfindungen aller Zuhörer und der Würde des Raumes Rechnung zu tragen und den offiziellen überparteilichen Charakter der Veranstaltung zu betonen, wenn auch ihre Ausführungen ersichtlich auf ihrer grundsätzlichen Auffassung von Sinn und Wesen des Judentums fußten. Unser Vorstandsmitglied Atterthum hat Übrigens kein Kclerat gehalten, solide;!! lediglich auf Unseren ausdrücklichen Wunsch einige programmatische W orte zur Begrüßung gesprochen, Herr Dr. Lende sprach, ebenfalls auf Einladung des Vorstandes, über die seelische Situation in der Zeit der jüdischen Umkehr. Beide Herren haben sich ihrer Aufgabe mit Takt und Zurückhaltung, aber auch mit großer menschlicher Warme und Hingabe unterzogen, so daß der Abend einen besonders würdigen und feierlichen Charakter getragen hat. Wenn Schließlich am Schlüsse Ihrer Notiz das Bedauert] zum Ausdruck gebracht w ird, „daß der Vorstand nicht genügend Sicherheiten für eine angemessene Gestaltung des LeftrhausBeginns getroffen hatte", so bemerken wir dazu, daß Name und Stellung der beiden Redner uns genügend Oewlhr für einen angemessenen und u Ürdigen Verlaul der Feier boten." Leipzig, den Ii). Dezember 1935. I )er Vorstand der israelitischen Reiig uiisgeineinde zu Leipzig. des Colleeium musicum Psalterlor. Chor Leitung: Barnet Licht I Sonntag, den 15. Dez. 1935, abends 8.15 Uhr in der Synagoge Gottsdiedstr. 3 Eintrittskarten zu RM. 1.50, I.— und —.50 bei Buchhandlung Kaufmann. Handelsbank Iwria und Zigarrengeschäft Rosen. - Mitglieder des Leipz. Kulturbundes haben freien Eintritt. — Abgabe der Eintrittskarten nur gegen „R-Ausweis", welcher im Büro des Kulturbundes gegen Zahlung v. RM. 1.— (Gültigkeitsd. 1. 10.35-30.9.36) tägl. zw. 10 u. 12 Uhr (auß. Sbd ) unter Vorlage eines kl. Lichtb. ausgehändigt wird. «^^^^^_^^^^^^^^____^^^___^_ K-Ausweise und EtnlrlttsHart««ri auch »n der Abe-iidkuttse ™mmm-

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