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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-12-23 · 52 (23.12.1937) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
52 (23.12.1937)
Date
1937-12-23
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JODISCHES G EM EIN DE BL ATT LEIPZIG 23, Pwemb« 1937/ Nr. 5? Unsere Gemeinde Beratungsstelle des Hilfsvereins der Juden in Deutschland e. V., Leipzig, Gocthestr. 11II. In der Zeit vom 27. Dez. 1937 bis 3. Jan. 1938 einschließlich finden keine Sprechstunden statt. Zuschneidekursus des Jüd. Frauenbundes. Es wird beabsichtigt, im Januar einen etwa 20stündigen Zuschneidekursus unter Leitung eines Fachmannes einzurichten, der nach übereinstimmendem Urteil vieler Zweigstellen des Frauenbundes beste I ehrerfoljye erzielt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Preis pro Person 15 Mk. Da der Kurs nur bei genügender Beteiligung abgehalten werden kann, werden Meldungen bis spätestens 30, 12. erbeten an brau Recha Carlebach, Lortzingstraße 15. Besonders Auswandernde seien auf diese Gelegenheit, praktische Kenntnisse zu erwerben, hingewiesen. Großer Erfolg des Leipziger Collegium musicum in Chemnitz. Kürzlich veranstaltete der jüdische Kulturbund in Chemnitz in der dortigen Synagoge ein Konzert, das vornehmlich von unserem hiesigen Collegium musicum bestritten wurde. Wie wir erfahren, nahm die Veranstaltung einen ausgezeichneten Verlauf. Die Leistungen des Herrn Barnet Licht mit seinem Orchester fanden begeisterte Anerkennung. (Ein Bericht über das jüngst in Leipzig gewesene Konzert folgt in nächster Nummer.) Amtliche Bekanntmachungen Aufnahmeprüfung für den Eintritt in die Sexta. Qemäfi Min.-Verordnung vom 27. November 1()J7 Findet die A u t n a h m e p r ü f u n g am 11. und 12. Januar 1937 statt. Nachprüfungen sind nur in besonders begründeten Fällen zulässig. (Zuzug von auswärts, Krankheit während der Prüfung, ärztl. Artest). Höhere Israel. Schule zu Leipzig. Leipzig, d. 20. 12. 1937. Der Direktor: Dr. Weikersheimer. Gottesdienste Gcmcindcsynagogc. Freitag, 31. 12. 1937, Abendgebet 16.30 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 1. 1. 1938, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16.30 Uhr, anschließend Lehrvortrag. Abendgebet 17.03Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-SynagOge. Synagoge Ez Chaim, Otto-Schill-Straße. Freitag, 31. 12., Abendgebet 10.20 Uhr, anschließend Bibelerklärung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 1. 1. 38, Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh loUhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 17.03 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 1Ö.30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 31. 12., abend 16.20 Uhr. Sonnabend früh 8.30 Uhr, Mincha 10 Uhr, Ausgang 17.03 Uhr. Wochentags früh 7.15 Uhr, abends 10.20 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 31. 12., Abendg. 10.15 Uhr, anseht. Lehrvortrag von Herrn Rabbiner Rogosnitzki. Sabbat, 1. 1., Morgeng. 8.30 Uhr, Minchag. 10 Uhr, Abendg. 17.01 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 10.15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburt: 28. November 1937 Alfons Minikes und Frau Eva geb. Hojda, Huiiiboldtstraße 311, einen Sohn „Paul Alexander". Trauung: Mittwoch, 22. Dezember 1937, Fräulein (iertrud Flse Zwicker, Gottschedstraße 27, mit Herrn Julius Qoldschmidt, Duisburg, Platenhof 4. Donnerstag, 30. Dezember 1937, 151 , Uhr, Fräulein Josef ine Pollak, Comeniusstraße IS, mit Herrn Walter Levinson-l.ewens, Leipzig, in der Wohnung von Herrn Rabbiner Cohn. Tod es f ä 11 e: 9. Dezember 1937 Lei/er Brand, Berliner Straße 171. 10. De/ember 1937 Osias Windwehr, Berliner Straße 5, Hof. 17. Dezember 1937 Hans Heinrich Kau!, Wendenstraße 2. Neue Bücher Simon Dubnow: Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Kurzgefaßte \USgabe in drei Bänden. Zweiter Band: Europäische Periode. Von den Anfängen der abendländischen Diaspora bis /um Ausgang des 18. Jahrhunderts. In Verbindung mit dem Verfasser bearbeitet von Dr. A. Steinberg. Berlin [ll)i<| (Jüdischer Verlag). Beim Erscheinen des ersten Bandes dieser kurzgefaßten Ausgabe der jüdischen Weltgeschichte von Dubnow war auf die grundlegenden Gesichtspunkte hingewiesen worden, von denen der Bearbeiter sich dabei leiten läßt. Sie bewähren sich auch bei diesem /weiten Bande. Die Einheitlichkeit der Darstellung, die Geschlossenheit des Bildes, die ursprüngliche Lebendigkeit und Flüssigkeit des Stiles, alle die Vorzüge der großen Ausgabe kommen auch liier /ur vollen Geltung. Die großartige Schau, mit der Dubnow den Stoff geordnet, entscheidende Freignissc oder ausschlaggebende Persönlichkeiten in packenden Gemälden aus dem Qang der Geschehnisse herauszuheben verstanden hat, verfehlen nicht ihre Wirkung, wenn auch vielerlei an Einzelheiten und der wissenschaftliche Apparat ausgeschaltet werden mußten, In einei ganz neuen Beleuchtung wird die gewaltige Leistung Dubnows demjenigen gerückt, der die vor kurzem in deutscher Sprache erschienene Selbstbiographie Dubnows kennengelernt hat (Simon Dubnow, Mein Leben. Herausgegeben von Dr. Llias Hurwicz. Berlin 1937. Judische Buchvereinieung). Diese Selbstdarstellung (ein äußerst bemerkenswertes Buch, auf das noch besonders einzugehen sein wird) gewährt Ein- Wir weisen darauf hin, daß Karteuvorbestellungen für das vom Kulturbund zu unseren Gunsten am 22. Januar stattfindenden Fest auch bei uns erfolgen können. Vorverkaufspreis RM. 2.50. Die bestellten Karten werden bei der nächsten Eintopfsammlung durch unsere Helfer zugestellt. Telephonische Vorbestellungen bitten wir beim Wohlfahrtsamt der Israelitischen Religionsgemeinde, Fernsprechanschluß 21382 oder bei unserem Hauptbüro, Fernsprechanschluß 23602, Hausapparat 42, freundlichst vornehmen zu wollen. i::j:..u. blick in die äußeren Schwierigkeiten, unter denen das Manuskript entstanden ist, und in die seelischen Entwicklungen, auf denen es beruht, (iroße Teile des Werkes schrieb Dubnow inmitten der russischen Revolution, dauernd gefährdet wegen seiner oft genug mit schärfstein Nachdruck öffentlich bekundeten Gegnerschaft, mit der er de:: Bolschewismus unentwegt bekämpft hat: um so bewundernswerter ist das Gelingen des Werkes untei so eischweieuden äußeren Bedingungen. Noch bedeutsamer aber sind die inneren Momente, über die Dubnow Aufschluß gibt: sein geistiger Weg vom Jeschiwah- Jungeu über den Universalismus zum jüdischen Nationalismus Die Persönlichkeit Dubnows, die seinen geschichtlichen Standpunkt bestimmt, ist dadurch um vieles durchsichtiger geworden. Sie wird nach Erscheinen des letzten Bandes dieser „Kurzausgabe" nochmals zu würdigen sein. — Schon heute sei der Wunsch ausgesprochen, daß dem Schlußbande ein eingehendes Namen- und Sachregister nicht fehlen möge. G. C. Bevorstehende Veranstaltungen 20. Dez.: „Schild": Fußu. Handballspiele gegen Fürth u. Berlin. 29. Dez.: Alexander Kipnis. I. Hälfte Jan. 1938: Jüd. Kulturbund: Violinkonzert Gerhard Kander. II. Jan.: Jüd. Lehrhaus: Vortrag Dr. Robert Weltsch-Berlin. 12. Jan. 1938: K.A.E.: Sondernbend mit Kabarettspielen. 17. Jan.: WIZO: Chamischa assar b'schwalh-Feier. 22. Jan. 1938: Sonderveranstaltung des Jüdischen Kulturbundes zugunsten der Jüdischen Winterhilfe. 26. Jan. 1938: K.A.E.: Sonderabend mit Kabarettspielen. 31. Jan. 1(J38: Jüd. Kulturbund: Gastspiel der Kleinkunstbühne des Berliner Kulturbundes (Max Fhrlich mit seinem Fnscmble): „Von Romeo bis Streichquartett". Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka) Für die knappe Zeit, die „Bar Kochba" zur Vorbereitung seines Boxabends zur Verfügung stand, zeigte dieser in seinem äußeren Rahmen und auch in seinen Leistungen teilweise recht Beachtliches, der eigentliche Zweck dieser Veranstaltung bestand aber in der Suche nach neuen Könnern, um der Boxabteilung damit wieder etwas mehr Aufschwung zu geben. Der technisch Beste aller 18 Boxer war Seßler, der gegen den noch unerfahrenen Neufeld auch das einzige technische k. o. erzielte. Singer, M. Lieser und J. Gradus kamen gegen Scharfling, Süßkind und Serok zu ihrem wohlverdienten Punktsieg, dennoch war der Unterlegene Serok der Beherzteste und wohl auch der Begabteste dieser si'chs Papiergewichtler. Oskar Lieser hatte nicht viel Mühe, den Neuling Isaaksohn glatt nach Punkten abzufertigen, um wenige Minuten später gegen F. Gradus zum zweitenmal mit Lrfolg in den Ring zu gehen. Recht vielversprechend und technisch beachtlich war die Begegnung der beiden Weltergewichtler Nudelmann—Glaser, den der körperlich überlegene Glaser für sieh entscheiden konnte. Der Kampf der starken Männer (Halbschwergewicht) erbrachte wohl viel Kraft, aber noch wenig Technik, der Lndsieger dieser zwei Treffen Eisner, der dem Sieger aus der Begegnung Spiegel - Prinz gegenübertrat, besitzt wohl die größere Veranlagung, nur muß er natürlich, wie alle Kämpfer dieser Meisterschaft, noch tüchtig an sich arbeiten. Ringrichter und Verantwortlicher des Abends war Leopold Gerson. „Schild" spielte am 12. Dez. in Dresden gegen den dortigen Namensvetter; die I. Fußballer erzielten mit ihrem 11:0 schon ein Handballresultat die Mädels dagegen mußten, weil ersatzgeschwächt, eine knappe 2:3-Niederlage hinnehmen. Und morgen . . . hat „Schild" Gäste aus Nord und Süd, die Fußballer dürfen sich gegen eleu „J. T. S. C."-Fürth die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihre vor einigen Wochen dort erlittene Niederlage gehörig wettzumachen. Die Handballer spielen mit drei Mannschaften (l. Elf, Mädels, Jugend) gegen den dreimaligen Reichsmeister des Sportbundes gegen „J. S. Ii."-Berlin. Sollte es der hiesigen I. Mannschaft nicht endlich einmal gelingen, die so spielstarken Berliner doch einmal abzuhängen, zumal die LH gegen Nürnberg doch bewiesen hat, daß sie spielen und . . . auch kämpfen kann, und Zuschauer vermögen ihr Teil ebenso dazu beizutragen . . . Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen ReUgiontgtltieitldC zu Leipzig. Redaktion: Oemeinderahbiner Uustav Cohn, Leipzig C 1. Walter-Blütuel-Str 10, III. Anzeigen: Verlag Lisa Ooldfreund Leipzig C. 1, Reichsstraße 30/32, Fernspreeher 16722. Anzeigenleiter; Frnst Ooldtreund, Cichoriusstraße 2a Fernsprecher 60771 Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und au bestimmten Plätzen, telefonisch und nach Anzeigenschluß aufgegebene Anzeigen wird keine Oewithr übernommen. Hruck: lordan ft Cramberg. Leipzig, Brüderstr. IQ I). A. IM. Vj 37. 3212. Pr. L. Nr 7. Vereinsnachrichten Frauenverein „Ruth". Nächste Mütterberatungsstunde am 12. Jan. Reichsbund jüd. Frontsoldaten. Kameraden, die für eine üruppenstedlung außerhalb Palästinas Interesse haben, bitten wir um Vorspräche auf der Geschäftsstelle Dienstag oder Freitag /wischen 12 und 1 Uhr.

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