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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-12-17 · 51 (17.12.1937) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
51 (17.12.1937)
Date
1937-12-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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17. Dezember 1937 / Nr. 51 JODISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite b S^vSt Vereins Tolnisdier Kaufleute und gewerbetreibender e.V., Leipzig, j&rrt zahlreich eingegangenen Spenden zu dem stattgefundenen Kulturu. üesellschaftsaber.d vom 11. Dezember 1937 — dessen Reinertrag wohltätigen Zwecken zufließt — jedem Einzelnen seinen Dank auszusprechen. Orr Vorstand benutzt daher diesen Weg, all denen, die zu dem glücklichen Gelingen des JlgfäUdlSten Ddük ZU"' Ausdruck Abends beigetragen haben, seinen zu bringen der Vorstand. Honnabend, den 18. Dezember 1937, abend» 18 I hr, im Saale des jttd. Jugendheimes. Elsterstrasse 7 Elternabend der hebräischen Sprachschule Äiie Schüler der Schule, deren Angehänge und inieressenien der hebräischen Spiächbcweguiig sind herzlichst w iiikommen mit den Dichtungen und den Gesängen aufs harmonischste. Gerhard Walter Rosen bäum hat das „Märchen vom verlorenen Sohn" sehr bedachtsam zusammengestellt, die Einteilung in Flucht und Heimkehr geschickt gewählt und das für uns Juden wesentlichste dabei herausgehoben. Mit seinem freien Vortrag und im liebenswürdigsten Erzählerton brachte er uns des Dichters Leben nahe. Otto Hornstein unterstützte ihn darin in seiner bekannten Meisterschaft mit den Rezitationen, von denen wir besonders „Harzreise, Memoiren, Belsazar und Jehuda beu Halevy" hervorheben möchten. Die Säugerin Ruth Kisch-Arndt ist ein dramatischer Sopran; wenn ei auch nicht sehr strahlend ist, so besitzt sie eine vollendete Stimmbildung, vereint mit glänzendem Vortrag. Die Gestaltung des „Doppelgängers" und des „Asra" war vorzüglich. Der zwei Uraufführungen von Max Kowalski nahm sie sich mit besonderer Liebe au. Der TComponist schreibt im romantischen Stil eines Hugo Wolf mit feiner Untermalung der Klavierpartie. Kapellmeister Kurt H e inemann war der Künstlerin ein idealer Begleiter. Solche erbauende Abende sollte man öfter hören. tt. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Nun wird's wieder für einige Wochen still auf den Sportplätzen, nachdem in der letzten Zeit schon nicht viel „los gewesen ist". Der vorletzte Sonntag brachte nur ein Handballspiel auf dem „Schild"platz gegen Jena, bei dem sich der uns allen wohlbekannte S. Blonski als Torwart präsentierte, und dem es auch der Gast verdanken konnte, gegen Jena, bei dem sich der uns allen wohlbekannte S. Blonski als schließlich nur 8:2 besiegt zu werden. Anfänglich wollte es gar nicht bei Schilds Elf klappen, im Gegensatz zu ihrem acht Tage vorher in Fürth gegen „Itus"-Nürnberg gezeigten Spiel, war sie zusammenhanglos und außerdem in den ersten zehn Minuten nur mit zehn Mann auf dem Felde, dadurch nahm es weiter nicht wunder, daß Jena das Führungstor warf, und dieses Negativ scheint die Mannschaft aufgerüttelt zu haben, daß sie in der II. Hälfte vor allem stets tonangebend war. Anschließend an dieses Spiel traf man sich im Klubhaus zu einem friedlichen Tichtenniskampf (b Einzel und 1 Doppel für Herren), den Schild ebenso überlegen mit Hans Weinberger, Feldmann, Rolf Nathan, Karger und Eiehenstein 6:1 gewann. Wie bereits kurz angedeutet, lieferte Schilds I. Handballelf einen Sonntag vorher in Fürth ein begeisterndes und schönes Spiel, und wie es auch von der übrigen jüdischen Presse bestätigt wurde, war dies der beste und stärkste Gegner, den „!tus"-Nürnberg seit langem entgegentrat. Horst Abiaham als Torwart war,hier der beste Mann, der den ganz respektablen y:3-Sieg sicherte. Die I. Fußballmannschaft spieite im Rahmen dieser Reise gegen den jüdischen Sportklub Fürth, dem er knapp mit 3:2 unterlag, allerdings fehlten drei Stammspieler im Sturm, so daß diese Niederlage dadurch einen erträglicheren Anstrich bekommt. Am 26. Dezember werden Schilds Fuß- Von selbständigem Kaufmann zwei elegant möblierte Wohn- und Schlafzimmer i. gutem Hause, mögl, Vorder- Oohlis gesucht. Telefon, Bad. fließ. Wüsser erwünscht. Off 841, Anz.-Verwalt , Hainstr. 16 Zwei gröfkjeere Ziififiißf, wenn rituell, mit Küchenbenutz., Bad, I.-W.-Kl. preiswert zu vermieten. Hindenburgstr. 65, III. r. Leeres grosses Zimmer m. Bad u. Garten i.Osten n.Zentr. wöchentlich 4.50 auch mit Kind. 0 5, Crottendorfer Str. .14. ptr.r. 2 leere, neu- VIMMEQ zu vervorgerichtete ifinnCli mieten Müller, PackhofstraRe I, ZIGARREN D. ROSEN n.*> ■^HMÜ Rud. Gold stein Tel. 23768 Peterssteinweg 10 / Nikolaistrasse 57 / Alexanderstraße 14 GroBe Auswahl in Geschenkpackungen baller ja hier Gelegenheit haben, sich für diese Niederlage gehörig ZU revanchieren. Dieser Bericht muß noch einige Wochen zurückgreifen, um dun 3. Platz der Schildkegler bei der Reichsmeisterschaft in Berlin in Erinnerung zu bringen, der beste Hiesige war Grüueberg mit 506 Holz vor Fernich und Wolf mit 487 bzw. 482 Holz. Außerdem sei der mehrwöchige gutbesuchte Sanitätskurs des „Schild'' erwähnt, zu dem sich Herr Dr. Ludwig Cohn, Markleeberg, in anerkennenswerter und aufopfernder Weise zur Verfügung stellte. — Und morgen . . . bringt die Boxabteilung des »Bar Kochba" in der Turnhalle der Jüd. Schule ihre Vereinnsiueisiersehaft zur Durchführung, die nach der langen boxsportlichen Pause sicherlich viel Interesse wachrufen wird, zumal sämtliche Gewichtsklassen, angefangen beim Papiergewicht der ganz jungen bis zum Schwergewicht, mit 10 Paaren in den Ring treten werden. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischer. Religionsgemeinde zu Leipzig. Redaktion: Gemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig C I, Walter-Blüme'.-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Ooldfreund Leipzig C I. Hainstrabe 16, Zimmer 303. Tel. 16722. Anzeig:nleiter: Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a Tel. 60771 Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen, telefonisch und nach Anzeigenschluß aufgegebene Anzeigen wird keine Qewähr übernomnvn. Druck: lordan 8t Gramberg,Leipzig, Brüderstr. 19 D. A. Iii. Vj. 37. 3212. Pr. L. Nr. 7. Vereinsnachrichten Jüdischer Kulturbund. Wir machen unsere Mitglieder nochmals darauf aufmerksam, daß die neuen Mitgliedskarten für das Bundesjahr 1938 nur noch in derZeit vom 20.-23 12.37 während unserer üblichen Gesrhäftsstunden täglich von 10-12 Uhr (außer Sonnabends und Feiertags) gegen Vorlage eines neuen Lichtbildes (Paßgröße aus neuerer Zeit ohne Kopfbedeckung) ausgestellt werden. Die Ausstellgebühr beträgt RM -.20 pro Karte Ohne Lichtbild- Mitgliedsausweis kann die erste Januar-Veranstaltung, die voraussichtlich in den ersten Tagen stattfindet, nicht besucht werden. Auch ist es uns keinesfalls möglich, die Mitgliedskarten am Abend der Veranstaltung auszuhändigen. Jüdischer Sportverein Bar Kochba Leipzig e. V. Büro: Brühl 45. Am Sonntag, den IQ. Dez., ab i/t10 Uhr allgemeines rraining der Fuß- und Handballer aul unserem Sportplat/. Wir weisen auf die am Sonntag, den 19. 12., in ^m'IA der Turnhalle, Gustav-Adolf-Str. 7, stattfindenden Boxkämpfe unserer Boxabteilung hin und erwarten voller zähliges Erscheinen unserer Mitglieder. — Das Tischtennistraining fällt am Sonnabend und Sonntag aus. Suche jüd. jg. M&dchcn. a. Tagesmädch.od. mitschlaf.f. klein, jd.gepfl.3Zi.-Hsh (2bzw. l'/2jähr.K.), Kenntn. s. nicht unbed. ei fordert. Off. 833, Anz.-Verw., Hainstr. 16. Minderlleijeüausansest. jüd. mit all. häuslichen Arbeiten vertraut bei gutem Lohn v. jd.Fa. gesucht. 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