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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-10-22 · 43 (22.10.1937) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
43 (22.10.1937)
Date
1937-10-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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22. Oktober 1937/ Nr. 43 JODISCHES QEMEINDEBLATT LEIPZIQ Seite 3 I Nach langer, schwerer, mit unendlicher Oeduld ertragener Krankheit verschied am 15. Oktober meine liebe Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Frau ftacü.e »i«-Aass«^r k«ü. isaer im 61. Lebensjahre. Leipzig, d. 16. Okt. 1937, Dr. med. Kdgar Alexander Marienstraße 29. im Namen aller Hinterbliebenen. Die Beisetzung hat am 19. Oktober stattgefunden. Oanz plötzlich und unerwartet, viel zu früh für die Ihren, verschied am 15. Oktober 1937 unsere über alles geliebte Mutter, Schwiegermutter und OroBmutter JrauBertha DerwMhrmadier Dem. gewJigall in ihrem 74. Lebensjahre. Uns allen wird sie unvergeßlich bleiben. Joachim Sigall und Frau Wien, Dr. Staroaelsky und Frau Jessod Hamala, (Palästina) Sophie geb. Sigall Leipzig. lax Sigall und Frau und Enkelkinder. II ■ I Unterbrechung ihrer Studien sich zurzeit den Prüfungsaniorderungcii nicht gewachsen fühlen, Repititionskurse einzurichten. Kandidaten und Kandidatinnen, die bereits die wissenschaftliche oder künstlerische Befähigung für das höhere Lehramt erworben haben, können zur Vorbereitung auf die pädagogische Prüfung jüdischen höhereu Schulen zugewiesen werden. Examenskandidaten- und -kandidatinnen, die sich auf die wissenschaftliche oder pädagogische Prüfung vorbereiten, können mit Rücksicht auf schwierige wirtschaftliche Verhältnisse von der Schulabteilung auf Antrag in mäßigem Umfang Uiiterhaltimgszuschüsse erhalten. Sämtliche Zuschriften und Anfragen, die die Prüfungen betreffen, sind zu richten an: Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Schulabteilung, Berlin-Charlottenbuig 2, Kant- Straße 158. Neue Bücher Max Liebermann: Siebzig Briefe. Herausgegeben von Franz Landsberger [Bücherei des Schocken-Verlages 84J Berlin 1937. Den wegbereitenden Künstler und den durch seinen unverwüstlichen Humor sympathischen Menschen Max Liebermann kennen viele; von der judischen Seite seines Wesens wußten sie weniger. I si? werden für diese kostliche Oabe der Schocken-Bücherei dankbar sein, die neben den immer wieder anziehenden Zügen seiner Persönlichkeit auch das Jüdische an ihm in ein neues Licht rückt. Auch in seinen Briefen zeigt sicli Liebermaim als dp schlicht-natürlich sich gebende Mensch, als den wir ihn aus den hunderten Anekdoten kennen, die über ihn umlaufen. Gerade dadurch aber wirken die Sclbi-tzcukMibs«. ttbci stiin. Stillung «.um j"«"»-" -«• »—, . °*" -• Sie zeigen da« ihn, obwohl dessen kultischen Aiisdrucksformen anz fernstehend, doch eine stolze Anhänglichkeit mit den Jahr hunderten indischer Vergangenheit verknüpft hielt. In einer Zeit cworden und gewachsen, in der der Glaube an die Assnnilationsniöglichkeit der Juden in Deutsehland genährt wurde, hat auch ihn die Überzeugung geleitet, daß seine Kunst keine in seinem Judesein < igebcnen Schranken anerkennen dürfe. Um so erschütternder wai dann in seinen letzten Lebensjahren das Erwachen zur Wirklichkeit: er gestand eine Wandlung ein, die ihn in der Auswanderung per Jugend nach Palästina die „Rettung" sehen ließ, die dort „als freie Menschen aufwachsen kann und den Gefahren des Emigrantentums" ntgehen läßt. Daß die Briefe, zum größten Teile erstmalig ge- Am 14. Oktober 1937 verschied im Alter von 57 Jahren nachl schwerem mit Oeduld eriragenen Leiden für uns viei zu truh, I unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwieger- und OrnRwitt?r,j Sfhwester, Schwägerin una lante, Frau Bertha Krell geb. Strom Leipzig, New York, In tiefem Schmerz Thomasiusstraße 22. ihre Kinder nebst Angehörigen.! Heute erlöste der Tod unsere herzensgute Mutter, Srhwieger- und Großmutter Frau Alma Cerf geb. Oliven nach einem von gegebener und empfangener Liebe reich gesegneten Leben im Alter von 72 jähren von ihrem schweren Leiden. Leipzig, den 16. Oktober 1937 Hermann und Hertha Heymann geb. Cerf Arthur und Else Cerf geb. Vogel Gertrud verw. Nussenow geb. Cerf Martin und Batti Lippold geb. Cerf Dr. Walter Heymann Ernst Heymann Manon Cerf Jutta Cerf Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. ra»i M.LOEWENTHAL Bayerschestr.96 Ruf 35 922 druckt, auch viele andere fesselnde Züge am Bilde Liebernianns veiraten, braucht nicht hervorgehoben zu werden. Uas Bändchen, durch eine Reihe guter Wiedergaben Liebci inanuscher Werke illustriert, wird zahlreiche Freunde finden C. Moritz Hcimaim: Die Spindel. Line Auswahl aus seinem Werk. Wien 1937 CBcrniann—Fischer VerlairV : sönlichkeiten, die sterben müssen, um /um Leben zu crwaciien \ wie bcrccWifft diese Kennzeichnung ist, beweist dieser mit viel Liebe und Verständnis zusammengestellte Auswahlband: er erweckt das aufrichtige Bedauern darüber, daß der Name dieses Uichters auch jetzt, mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Tode noch nicht die Schätzung gefunden hat, die ihm gebührt; aber doch auch die Hottnung daß seine Zeit naht. Mehr als vor zwanzig Jahren wird heute nach Werken gegriffen, die aus gütigem Herzen strömen, den Geist Line.- in die Tiefe dringenden Lebensweisheit ausstrahlen, und das;.||es in fein geschliffener Form zu gestalten wissen. So sind Heimannt Erzählungen, Essays, Prosa und Dichtung. Reiche Erfahrung und anregende Erleuchtung, die den Oeist zum Nachdenken an- Kleinkunst-Sonder-Abend Bsa^iZJafa»»«*' Palast-latä-ltestaiirant (Barfassgässchen, Ecke »ittrlchring) Grosses Heiteres Programm namliaiter Künstler u. a. F r y d w a 1 d (Fred Wald) / Erstklassiges Orchester / Tan» / Bar R.-Karte nicht nStlg Eintrittskarten einschließlich Steuer RM. MO im Vorverkauf. - Palast-Cafe; Buchhandlung Kaufmann; Zigarrengeschäft Prei.mann; Ooldfreund, Hainstraße 16; Rosen, Nachf., Nikolaistraße; Willner, Nordstraße. - Abendkasse geöffnet ab 19.30 Uhr - Telefon

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