Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 41 (8.10.1937)
- Date
- 1937-10-08
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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8. Oktober 1937 / Nr. 41 Seite 3 Der große Künstlerball! Sonnabend, 16. Okt., 203° Uhr In den oberen Räumen des Kiinstlerhauses, Äiinismplafz 2 dur&geführt von Lelp»!»er Künstlern T a n sc! — Künstlerische Unterhaltung! — Barbetrieb! — Große Überraschungen! — Tanz! Ende??? Karten zu RM. 1.—t reserviert HM. l.so im Vorverkauf bei: Erna Hahn, Hainstr. 5, A; M. W. Kaufmann; Klein, Rosentalgasse Restaurant Manells. Preissmann. O. WHIner. Zellner's Restaurant sowie an der Abendhasse ab 19 Uhr R. Karte nldit nötig! Keine Freikarten! 600000 Statt Karten! Manfred Imser Jenny Laser geb. Weitz Leipzig Vermählte Hannover Trau. Stg. 10.10., 4 Uhr i. d. Räum. Qesellsch. d. Freunde, Humboldtstr. 1 Auflösung des Vereins beschlossen worden." Es ist bedauerlich, dal) damit ein Verein aus dem Leben unserer Gemeinde verschwindet, der in früheren Jahren eine außerordentlich segensreiche Tätigkeit entfaltet hat. Goldene Hochzeit. Am 16. Oktober begeht das Ehepaar Heu Ludwig Freund und Frau Mary geb. Lamm, N 22, Danziger Str. 21a, in schönster geistiger und körperlicher Frische das seltene l est der goldene:i Hochzeit. Dem in weiten Kreisen hochgeachteten Jubelpaar seien auch an dieser Stelle herzlichste Glück- und Segenswünsche dargebracht. Amtliche Bekanntmachungen Um auch in diesem Jahre die Pfundsammlungen wieder reibungslos durchführen zu können, wendet sich die Jüdische Winterhilfe au die jüdischen Hausfrauen und Geschäftsleute mit der dringenden liitte um leihweise Überlassung von Körben und Flechten, welche nach telephonischer Verständigung von unseren Helfern abgeholt werden. Wir bitten um baldigste Anrufe, da uns bis zur nächsten Pfundsammlung nur noch 8 Tage zur Verfügung stehen. Jüdische Winterhilfe Büro: Richard-Wagner-Str. 81», Telephon 23602, Apparat 42. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, 15. 10.37, Abendgebet 17,15 Uhr. Sonnabend, 16. 10., Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 17,25 Uhr, inschließcnd Lehrvortrag, Abendgebet 17,59 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagogc. Synagoge Ez Chahn, Otto-Schill-Str. Freitag. 15. in., Abendgebet D,15 Uhr, anschließend Bibeiu Klärung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs, Sonnabend, 16. 10., Morgengebet 8,30 Uhr, Minchoh 16,30 Uhr, Schulchan-Aruch-Erkhtrung von Herrn Raab. Dr. Ochs, Ausgang 17,59 Uhr. — Wochentags: Morgens 7, abends 17,45 Uhr. Talmud-Thora-Synagoße, Keilstr. 4. Freitag, 15. 10., abends 17,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 17,59 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 17,15 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 15. 10., \bcndg. 17^15 Uhr, anseht. Lehrvortrag von Herrn Rabb. Rogosnitzki. Sabbat, 16. 10., Morgeng. 8,30 Uhr, Minchag. 16,30 Uhr, Personenstandsnachrichten Darmizwn: Sonnabend, 9. Oktober lu37, Ephraim Kormes, Sohn des Herrn Jacob Kormes und Frau Czarne geb. Beitsch, Ranstädter Steiuwcg 33, in der Talniud-Thora-Synagoge, Keilstraße. Sonnabend, 16. Oktober 1937, Bernhard Schwarzniaiin, Sohn des Herrn Samuel Schwarziiiann und Frau Sida geb. Weintraub, Reichsstr. 18-20, Aufg. B, III L, in der Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Sonnabend, 16. Oktober 1937, Siegfried Klafter, Sohn des Herrn Moritz Klafter und Frau Esther geb. Israel, Bitterfeld, Hallische Straße 18, in der Gemeindesynagoge. Sonnabend, 16. Oktober 1937, Osias Habergrütz, Sohn des Herrn Chaim Leib Habergrütz und Frau Bertha geb. Brenner, Nordstraße 24, in der Ariowitsch-Schul, Färberstraße. Trauung: Sonntag, 10. Oktober 1937, 3 Uhr nachmittags, Fräulein Helene Wolicki, Täubchenweg 84,1, mit Herrn Abraham Broder, üottschedstraße 35, in der Wohnung Täubchenweg 84 I. Aus dem Gemeindeamt Nachricht des Sozialamtes. Das Beth-Chaluz, Fisterstraße 7, benotigt dringend einen gebrauchten Küchenherd in guterhaltenem Zustand. Angebote sind an das Sozialamt zu richten. Vertauschter Paletot. Am vergangenen Schabbos ist in unserer Synagoge ein grauer Shetland-Paletot (Anfertigungszeichen „Herschkowitz") vertauscht worden. Zum Zwecke der Auswechslung wird ersucht, sich beim Vorstand der Ez Chaim-Synagoge (Paul Geltarg, Leibnizstr. 4) zu melden. Der Vorstand der Ez Chaim-Synae°ge (Otto-Schiil-Straße). Am Tage unserer Goldenen Hochzeit sind wir verreist Empfang am 23. und 24. Oktober N22, Danziger S*raße 21 A. I. Ludwig u. Mary Freund. Radio-Leibstein Die neuesten Apparate der Funkausstellung liefert Ihnen der Radio-Fachhändler Leibstein Blaupunkt, Körting, Philips, Mende, Schaub, Löwe usw. Reichsstr. 14 / Nicoiaistr. 21/23, Postkarte genügt, komme i.Hs. |Z I Nikola IGARREN D. ROSEN n«m. m^^mmmmmmmmt Rud. Qoldstein Tel. 23768 Nikolaistraße 57 / / Peterssteinweg 10 / / Alexanderstraße 14 I! Bevorstehende Veranstaltungen 11. Okt.: Zionistische Vereinigung Leipzig: Mitgliederversammlung. 16. Okt.: Künstlerball. 17. Okt.: Sportfest der jüd. Bünde Leipzigs auf dem B. K.-Platz. 21. Okt.: Jüd. Kulturbund: Rezitationsabend: Otto Bernstein. 2. Nov.: Frauenvereiu „Ruth": Teenachmittag. 3. Nov.: Jüd. Kulturbund: Sonderveranstaltung: Dela Lipinskaja. Kulturbundmitglieder Gruppe A freier Eintritt, für R-Karteninhaber und Abwechsler gegen Eintrittskarten. 4. Nov.: Jüd. Kulturbund: Sonderveranstaltuug: Dela Lipinskaja. Kulturbuudmitglicdcr Gruppe B freier Eintritt, für R-Karteninhaber und Abwechsler gegen Eintrittskarten. 6. Nov.: K. A. E.-üesellschaftsabtnd. Neue Bücher Das neue Korrespondenzblatt des Hilfsvereins. Herbst 1937. Wieder ist nach dein Heft „Südamerika", September 1930, ein Korrespondcuzblart des I Ufa vereint erschienen. Es behandelt dieses Mal hauptsächlich Australien, Neuseeland, Mexiko, Kenya, Süd- Rhodesien, bringt die Einwaiideruiigsbestimmungen von U.S. A., das Linwanderungsgesetz von Südafrika und einen kurzen Nachtrag zum Südamerikaheft. Im Allgemeinen Teil bringt es einen Artikel „Typische Fehler unserer Auswanderer", einen sehr gründlichen Artikel mit sieben Abschnitten: „Die Bedeutung des Klimas für den Auswanderer" und als Abschluß des Allgemeinen Teil««. „Haushaltsführung und liäusüche Hygiene in den Tropen". In einem Anhang bringt man Bücher zum Sprachstudium und „Literatur über Lebensführung in den Tropen". Wie alles, was der Hilfsverein in den letzten Jahren in dieser Art gebracht hat, ist das Heft sehr interessant und übersichtlich geschrieben, führt in I and, Leute und Wirtschaft, auch jüdisches Leben ein und unterrichtet den Leser so gründlich, wie es nur irgend geht, erweckt keine Unnütze Illusionen und läßt immer wieder durchhören, welche außerordentliche Umstellung nötig ist, wie Überwindung, Vergessen des Gewesenen und Anpassungsfähigkeit an ganz veränderte Verhältnisse nicht zu entbehren sind, daneben aber vor allem Kenntnis der Sprache des Landes. Wenn Länder wie Australien und Neuseeland bearbeitet sind, so darf für diese Länder damit nicht eine übertriebene Propaganda gemacht werden. Nach wie vor ist es nicht leicht, dort hinzukommen und vor allen Dingen ist es ohne Anlaufsmittel kaum möglich Fuß zu fassen. Es sind Länder mit hohem Lebensstandard und entsprechend teuer. Das Heft vereinigt Wissenschaft mit Praxis, gibt vor allem für die Tropen vielseitige Anleitung, ist alles in allem eine Leistung, für die wir dem Hilfsverein nicht dankbar genug sein können. Es kostet RM. 1,50 zuziigl. RM. .40 Porto, kann vom Hilfsverein der Juden in Deutschland, Berlin W35, Ludendorffatr. 20, von der Beratungsstelle des Hilfsvereins in Leipzig Gl, Goethestr. 1, von Auswärtigen gegen Erstattung des Portos, bei Abholung gegen Zahlung von RM. 1,50 bezogen werden. „Der Morgen", Monatsschrift der Juden in Deutschland, Philo-Verlag, Berlin W15, lahrg. 13, H. 6. Jahresabonnement RM. 12,—, Einzelheft RM. L—. Das Feiertagsheft des „Morgen" hebt im Leitartikel die seelische Lage der festlichen Beter in die Zone gemeinsamen Schick-