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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-09-03 · 36 (3.9.1937) · p. Seite 11

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
36 (3.9.1937)
Date
1937-09-03
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Seite 11 I Alle VersldierunssM Auto - Unfall - Feuer - Einbruch Lebens-, Renten- und H«,«"^cr..«isioierun« •gM»liurtver»iih*i'nwg n^di m-taiäsiina und Ubersee Reisegepädtversldierung etc. fipnpril wuii umtisberg Gottschedstr.30,Tel 27210 i wenn ein schwarzes Tuch sich als Quell von tausenderlei sprudelndem Firlefanz entpuppte, lohnte Flein" und saubere Arbeit. — Herbert Zernik sorgte mit einer Ansage und kleinen Darbietungen voll sprühenden Humors für die rechte Stimmung, so daß sich in den ubervollen Sälen ein frohes Treiben entwickeln konnte. e. Der Bunte Karren. Die Leipziger jüdische Kleinkunstbühne „Der Bunte Karren", die in der vergangenen Saison in fast allen gröberen Kulturbünden mit großem Lrfolge gastiert hat, eröffnet am Sonnabend, den IS. September, im Kulturhund-Theater ihre neue Spielzeit. Eine vollständig neue heitere Kabarettfolge, betitelt „Wir schaukeln weiter" bringt in Bildern und Szenen einen humoristischen Querschnitt allgemein menschlicher und jüdischer Art. Du I exte und Bearbeitungen, bis auf eine (iroteske „Der Selbstmörder" von dem großen russischen Humoristen AwertschenUo, stammen von Frydwaid (Fred Wald). Leo Schönbach, der musikalische Leiter der Truppe, schuf dazu eine schmissige .Musik. In einer neuen jiddischen Type und einer Reihe anderen lustigen Figuren wird Frydwald (Fred Wahl) zu sehen sein. Neben den bewährten Mitgliedern des Ensembles tritt erstmalig das ehemalige Mitglied des hiesigen Schauspielhauses, I ran Emilie Winterberff, auf. Alles in allem verspricht das neue Programm durch Aktualität, Buntheit und Humor Unterhaltung für zweieinhalb Stunneben wertsoller, künstlerischer den fröhlichste Laune. Die Leitung des hiesigen Kulturbundes hat Jen „Bunten Karren" für die Werbeaktion neuer Mitglieder gewonnen. Ein Übereinkommen mit der Leitung des „Bunten Karren" ermöglicht neuen Kulturbundmitgliedern, die Premiere des „Bunten Karren" am IS. September bei freiem Fintritt zu besuchen. Näheres hierüber im Kulturbund büro, Goethestr. 1. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Lifter Mann, wo warst du?? hättest du deine Mannschaft, die I. Fußballelf des „Schild" nicht im Stiche gelassen, wäre der Endspielteilnehmer um die Reichsmeisterschaft des Sportbundes, „Schilde- Breslau in seiner (ieneralprohe für den morgigen Endkampf gegen Stuttgart nicht ohne Niederlage vom Platze gegangen. Damit soll natürlich nicht gesagt sein, daß die Gäste morgen keine Chance hätten, denn schlechte Generalproben geben bekanntlich die besten i'remieren. Die Platzelf fand sich eben am Sonntag viel besser mit den glatten Bodenverhältnissen ab, und ehe sich Breslau recht versah, hieß es duich einen herrlichen Flachschuß des Halblinken 1:0, und manche weitere Chance bot sich den Hiesigen, die aber begreiflicherweise förmlich „dahinrutschten". Noch vor der Pause kam das Endergebnis von 1:1 zustande, ein etwas sehr harter Elfmeter brachte den Gästen den Ausgleich, der gleich nach Wiederbeginn ilurch einige „Totsichere" hätte revidiert werden können, aber ein Viermännersturm hat gegen eine starke Hintermannschaft stets einen ^ehr schweren Stand, und dazu forderte solch schwerer Boden doch ZU viel Kraft von jedem Einzelnen. Jn den hinteren Reihen ging alles m Ordnung, die Verteidigung nebst Läufen eint schlug sich über lies Erwarten sehr gut, wie überhaupt die ganze Mannschaft ein Spiel und einen Kampfgeist zeigte, wie man es ihr nur immer wünschen möchte. Weiser leitete das äußert faire Spiel mit alter Routine. Das dem Wetter zum Opfer gefallene Schulsportfest wird am nachgeholt. (Der vorstehende Bericht der vorigen Woche irscheint aus Raummangel verspätet.) „Schilds" I. Handballmannschaft konnte ihren Magdeburger I reunden ein volles Dutzend aufbrummen, und es hätten noch einige mehr sein können, wenn nicht einige Spieler, im Gefühl ihrer Überlegenheit, zu stark auf eigne Faust losgegangen wären. Aber auch die Oiste hatten mehr als nur den einen Gegentreffer verdient, einige Male war die Latte der rettende Engel, meistens aber war es der Mangel an Wurfsicherheit, der allerdings der allzu langen Spielpause der Mannschaft zugeschrieben werden muß. Auch -die Mädels konnten einen glatten S:2-Sieg gegen Magdeburg herauswerfen, während die Knaben Mühe hatten, knapp mit 2:1 zu gewinnen. Bei der vorwöchigen Leichtathletik-Reichsmeisterscnaft des Sportbundes konnte sich Hans Schlesinger im Hochsprung der Jugendklasse mit 1,52 m den Meistertitel holen, und Hans Schöuw asser half mit, der mitteldeutschen 4 100m-Verbandsstaffel den II. Platz sichern. Einen besonderen Frfolg erzielte am vorletzten Mittwoch unsere hiesige jüdische Schule; bei der Berliner Schulmeisterschaft, zu der die Reichsvertretung die 20 besten jüdischen Schüler aus dem übrigen Deutschland eingeladen hatte, gew ann Rita Hartwich Kl. Oilb in ihrem Jahrgang den Dreikampf und das Kugelstoßen und wurde außerdem zweite im Weitsprung, Anneliese Sachs Kl. IVb schaffte im 50m-Lauf den II. und den III. Platz im Weitsprung, schade nur, daß die ebenfalls eingeladene Ruth Goldstein Kl. IIb wegen Krankheit licht antreten konnte. „Bar Kochba" weilte mit vier Mannschaften beim Tournier des Berliner „J.S.K.", die stark ersatzgeschwächte i. Handballelf konnte I IGAIIEH i«« Lieferung frei Haus - Tel, 257 68 PeterSSteinweg 10 J'etzt auch Nikolaisfr. 57 Meiner verehrten Kundschalt herzliche Neujahrs wünsche. sieh dadurch schließlich di< unterlagen in „J.S.G - 5: I „J.S. K." lim die Knaben 2 wurde außerdem im Diskuswurf. Und morgen natürlich nicht für den Endsieg qualifizieren, den sich Berliner „Hakoah" erkämpfen konnte, die Hiesigen ihren Vorspielen knapp dein „J.S. K." 7:5 und der Dafür waren die übrigen drei Mannschaften gegen SO erfolgreicher, die „Alten Herren" gewannen 7:0, und die Jugend holte --ich ein 1:2; Max Sierädsky bei den leichtathletischen Rahmenkämpfen Erster lierr- :l) -cht selbstverständlich Ruhe, ilafür bringt der 12. September abermals ein Großereignis auf dem „Bar Kouliba"- Platz, die Leichtathjetik-Jugendmeisterschafl des Deutschen Makkabi« kreises, die sicherlich wiederum, wie im vorigen Jahre, mit ganz, hervorragenden Leistungen aufwarten wird, Zu Rausch-Haschono begleiten auch den l eipziger Sport manche Wünsche in das kommende Jahr, die darin gipfeln, daß wir. endlich auch hier gemeinsame sportliche Arbeit erleben, durchdrungen vom Geiste der Freundschaft und echter wahrer Sportlichkeit II Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemcinde tu Leipzig Redaktion: Oemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig C 1, Walter-Blümel-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Goldlreund Leipzig C I, HainstraBe 16, Zimmer 303 Tel. 16773 A m eigen leiten Ernst Ooldfreund, Cichortusstraße 2 a. Tel. 60771 lür die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Qewlhr übernommen. Druck: JordanfrOramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinscbaft, Leipzig, Brüder str. 19 _D. A. II. Vi 37. 3223. Pr. L. Nr. 7._ Vereinsnachrichten Rekhsbund jüd. Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig. Unter Bezugnahme auf unser Rundschreiben vom 21. August bitten wir die Kameraden, soweit es noch nicht geschehen ist, um umgehende Obersendung der diesem Rundschieiben beigefügten Zustimmungserkärung, Wir erwarten von alllen Kameraden die Rücksendung. Jüdischer Kulturbund. Wie bvreits in der Ausgabe Nr. 34 vom 2t). August veröffentlicht, haben wir den Zahlterinin für den laufenden Monat wegen der dazwischen liegenden Feiertage auf den 3. September festgesetzt. Wir geben dies hiermit nochmals bekannt. Jüdischer Kulturbund. Wir bitten unsere Mitglieder, die so freundlich waren, sich der Werbeaktion zur Verfügung zu stellen, die neuen Anmeldungen uns bis zum S.September (nicht, wie ursprünglich vorgesehen, 15. September) einzusenden. Jüdischer Kulturbund. Wir bitten die neu eingetretenen Mitglieder, uns bis zum S. September die angeforderten Formulare mit Lichtbildern zuzusenden, ebenso den Monatsbeitrag Oktober zuzüglich der einmaligen Gebühren, damit wir noch rechtzeitig zur Veranstaltung am 9. September die Mitgliedskarten ausstellen können. Sollte es einzelnen Mitgliedern bis dahin nicht möglich sein, die Angelegenheit zu erledigen, so bitten wir dieselben, am Abend der Veranstaltung nicht spater als 19,30 Uhr im Kulturbundtheater anwesend zu sein. Wir sind sonst nicht in der Lage, den zu erwartenden Andrang zu bewältigen. Wir sind gezwungen, pünktlich 2U, 15 Uhr die Veranstaltung beginnen zu lassen, da die Mitglieder des Orchesters am Abend noch nach Berlin zurückfahren müssen. Agudas Jisroel Jugendgruppe. Zu den kommenden Jomim Nauroim veranstalten wir auch in diesem Jahre Minjan in unserem Vereinslokale, Wir erwarten die Beteiligung samtlicher Mitglieder. Die Oebetzeiten sind im Vereinslokal ersichtlich. Jüdischer Sportverein „Bar Kochba" Leipzig e.V. Geschäftsstelle: Brühl 45. — Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß das Training bis Ende Oktober regelmäßig auf unserem Sportplatz stattfindet. Nach Einbruch der Dunkelheit wild bei Schcinwerferbeieuchiung trainiert. Betr. Juniorenmeisterschaften. Für unsere auswärt!- Makkabisportlci benötigen wir noch eine Anzahl von Quartieren Freitag, den 10.9., bis Montag, den 13. 9. Quartiernieldungeii bitten wir an unsere Geschäftsstelle, Brühl 45, zu richten. Sportverein „Schild", Leipzig, Kleine Flei«chergasse 8. Aufg. 111. Tel. 14368. — Sonntag, den 5. September, vormittags, allgemeines Training. — Sonntag, eleu 12. September, spielt unsere erste und zweite Fußballmannschaft gegen Schildsjsi'|i>» Meiningen auf unserem Sportplatz in Thekla. Wir be- X/ nötigen für die Meuiiuger Sportkaineraden Quartiere vom 11. auf den 12. September und bitten Kameraden und Freunde unseres Vereins, uns solche zur Verfügung zu stellen. Evtl. Zusagen an die Geschäftsstelle erbeten. 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