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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-05-14 · 20 (14.5.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
20 (14.5.1937)
Date
1937-05-14
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I 14. Mai 1937 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIÜNSOEMEINDE ZU Ltv Sette! KOBZSu aii&ifim »iCünii.II. Mittwoch. Ä6. Mai Soli««»?' I'-3% KJavifit, Xivyakjr., v luimc, Strntttter, Cello. Eintrittspreise 1.-, 1.50, 2.— RM. 1 sammelt wurden, die beim Beginn der Arbeit noch nicht vorlagen, die aber den neuen Auflagen zugute gekommen sind. Wir glauben, daß die Herausgeber dem Ziel ihrer Arbeit mit dieser neuen Auflage wiederum ein grobes Stück näher gekommen sind. Deshalb werden die Besitzer der ersten Auflage gut daran tun, die neue Auflage (zu dem nach wie vor unverändert niedrigen Preis von M. 4,S0) /u erwerben. Konzerf und Theater Kulturbund-Konzert. Alexander Kipnis, der große Meister der Oesangskunst, führte uns diesmal in das Reich der Opern. Außer verschiedenen jüdischen Volksliedern, die er in einer Abteilung am Schluß brachte, hörten wir Arien von Halevy, Meyerbeer, Nicolai, Verdi, Flotow, Ignatz Brüll und Tschaikowski. Durch seine ausgezeichnete Gestaltungskraft versteht es der Künstler, das Dramatische wie das Humorvolle glänzend hervorzuheben. Erschütternd sang er die Kardinals-Arie aus der Jüdin und den Hugenotten-Choral „(), höre mich, du starker Gott!" Verdis Arie aus Don Carlos „Sie hat mich nie geliebt" kam inniglich zu Gehör. Mit übersprudelndem Humor sang er das Trinklied aus den „Lustigen Weibern" und das Porterlied aus „Martha". Viele Sänger und Sängerinnen haben in den letzten Jahren hier jüdische Volkslieder gesungen, aber noch nie haben wir sie in solch künstlerischer Vollendung gehört wie heute von Kipnis! Unser Publikum dankte dafür dem Künstler mit iiichteudeuwollendein Beifall und Kipnis kargte nicht mit Zugaben. Leo Taubmann am Flügel war dein grollen Sänger ein idealer Begleiter. ' tt. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Wenn man auch von den Trainings-Wertkämpfen des „Bar Kochba" keine Glanzleistungen erwarten konnte, so war es aber unbedingt ein glücklicher Gedanke, die offizielle Eröffnung der Leichtatbleriksaison in dicsci Form durchzuführen, zumal ja das kommende Jahr ganz im Zeichen von Ausscheidungskämpfen für die bevorstehende „Makkabia" stehen wird, und mancher, der im stillen hofft . . ., wird seine ganze sportliche Arbeit auf dieses Ziel konzentrieren müssen. Wie überall im Sport, so war die Beteiligung der Jugend natürlich auch am letzten Sonntag vorherrschend, sie weiß eben jede sich bietende Kampfgelcgenheit richtig /u würdigen. Auch ihre Leistungen watcu schon recht beachtlich, und die kommenden Monate werden sie hoffentlich noch oft korrigieren. Heute seien nur die besonderen hervorgehoben, nächste Woche werden an dieser Stelle die vollständigen Ergebnisse zu finden sein. Bei den Mädels sticht Ruth Goldsteins 10!) m-Lauf in 14,4 Sek. und ihr ■1,28 ni-Weitsprung hervor, bei der männlichen Jugend war die Kurzstrecke ebenso die erfolgreichste Domäne, Frcnkel vom Jahrgang 23/24 kam auf 13,9 Sek., Bubi Braun schaffte sie in 12,7 Sc!;., war afrfo nur 0,3 langsamer als Saio Holzer, der wiederum mit nur 0,2 Sek. von Max Sieradsky überflügelt wurde Braun sprang 5,42 ui weit, eine von ihm im vorigen Jahr bereits überholte Weite, Wasserlaui kam bei den Senioren bereits auf 6,00 in, wie er ebenso im Kugelstoßen schon eine sehr beachtliche Weite von 10,54 erreichte. Holzer kam in dieser Disziplin auf 9,2S m und Braun schaffte 10,77 in. Im Hochsprung gab's mal eine Überraschung. daR sich Stein mit 1,42 in au die Spitze der Jugend setzen konnte, Frenkel übeisprang 1,38 m. Ihr 1000 m-Lauf war besonders interessant und vor allen Dingen ist Axel Rabinowitsch' Zeit von 3,4,6 Min. schon eine ganz respektable Leistung. — Ein verheißungsvoller Antang also, nun heißt es tüchtig weiterarbeiten, denn der Deutsche Makkabikrcis braucht gerade in diesem lahre ■ besonders große \r ■ — - ivuiiiici: Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Schriftleitung:: Oemeinderabbiner Ouslav Cohn, Leipzig C 1, Walter-Bliimel-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig Cl, HainstraBe 16, Zimmei 303. Tel. 16733 Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a. Tel. 60771 für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigt» wird keine Oewlhr übernommen. Druck: Jordan St Cramberg vorm. Druckerei Her Werkgemeinschaft, Leipzig, Brflderstr.lv D. A. I. V| 37. 3346. Pr. L. Nr. 6. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten Agudas Jisroel, jugendgruppc. Am Schewuaus findet um 22,30 Nachtleriicn im Heim, Färberstr. 6, statt. Anschließend T'fillas Schacharis und Kiddusch. Misrachi-Ortsgruppe und Brit Hanoar schcl Zeire Misrachi. Am 1. Schawuoth-Abend findet in der Ohe! Jaakow-Synagogc das „Lernen" statt. Herr Rabbiner Melamcd wird eint- Drascha!; sagen. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Freunde, sich um 23 Uhr einzufinden. — Der Schiur der Misrachi-Ortsgruppe findet zum erstenmal am Mozae Jom-Tow nach Maariw in der Beth Jehuda-Synagoge, Färberstraße 11, statt. Herr Rabbiner Melamed wird vorlernen. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Freunde um pünktliches und zahlreiches Erscheinen. Briefmarkensammler treffen sich Sonntag, d. 23. Mai, und alle folgenden Sonntage 11 — 1 Uhr Im Jugendheim, Elsterstr. 7. Kein Verein, kein Beitrag. Jeder Sammler ist willkommen, Jugendliche von 12 lahren an. Auskunft durch Dr. Schreiber, (irassistr. 36, Tel. 32$ 22. Collegium musicum jüd. Musikliebhaber. Das Konzert am Mittwoch, 26. 5., findet im Saale des Jüd. Kulturbundes. Tauchaer Str. 32, statt. Aufgeführt werden Welke von Viv.ilrlf, Händel, B-c!; üüu Voikmann. >o!'.steu: Frau Tanja Ury-Zunser (Klavier), Dora Lepsky (Violine), llja Strasser (Cello). Leitung- Barnet Licht. Karten zu I,--, 1,50, 2,— RM. Eintritt nur mit Kulturbund- oder Rcichsverbandskarte. Verein Polnischer Kaufleute u. Gewerbetreibender e.V. Leipzig. Wir veranstalten am Sonnabend, den 29. Mai, im weißen Saal des Zoo einen Kultur- und GcsellsrhnfKO'enU, deSseü gesamter Kemertrag bedürftigen Schulkindern zufließt. In Anbetracht der beschränkten Räumlichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, gelangen nur 33Ü Eintrittskarten zur Ausgabe, und ist es angebracht, sich rechtzeitig mit selchen zu versehen, zumal au der Abendkasse kein Kartenverkauf mehr stattfindet. — Einlaß 20 Uhr, Anfang 21 Uhr. Eintrittskarten zu RM. 2. - nur im Vorverkauf in unserer Geschäftsstelle, Ritterstr. 44/48. 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